Sehen & Erleben

Görlitz kulinarisch

Altstadt-Flair genießen

Ob traditionell schlesisch, böhmisch oder internationale Küche –  die Görlitzer Wirte halten eine Fülle schmackhafter Verlockungen bereit. Das Essengehen ist in der Neißestadt oft nicht nur mit einer kulinarischen Entdeckungsreise verbunden, sondern gleichzeitig mit einer spannenden Exkursion in die architektonische Vergangenheit. Rund um den Unter- und Obermarkt, der Neiß- und Peterstraße hat sich eine große Auswahl hervorragender Cafés, Restaurants und Kneipen etabliert. In den fackelbeschienenen Gewölben historischer Gemäuer und romantischen Hinterhöfen werden Ihnen hier allerlei duftende Köstlichkeiten serviert. Hier ist ganz bestimmt für jeden Geschmack das Richtige dabei.

Quelle: Sabine Wenzel

Foto: Landskron Braumanufaktur

Die Kunst des Bierbrauens

Seit 1869 schon braut die Landskron Braumanufaktur hinter den heute denkmalgeschützten Backsteinmauern in metertiefen Gewölbekellern das beliebte Landskron Bier. Dies geschieht nach handwerklichen Verfahren in offener, handgeführter Gärung und mit viel Liebe. Und das schmeckt man auch. Neugierige können die Brauerei besuchen und gleich vor Ort verkosten.

Informationen und Termine der Bauereiführungen: WEITERLESEN

In den letzten Jahren etablieren sich zusätzlich kleine Brauereien in Görlitz. Das Brauhaus der Obermühle, die Bierblume oder auch GR-LI-BRÄU setzen dabei auf Brautradition und saisonale Besonderheiten bei den Zutaten. Genau das richtige für Gäste, die in Sachen Biergenuss mal etwas neues probieren möchten. In Bierseminaren und Mitmachaktionen können sie sogar selbst Hand anlegen und ihr eigenes Bier brauen.  

 

Schlesisches Himmelreich und andere Köstlichkeiten

Besucht man Görlitz, sollte man das „Schlesische Himmelreich“ probieren, denn dieses Gericht trägt seinen Namen ganz zu Recht. Für die Leibspeise der Neißestadt nehmen die Köche Kasselerkamm, getrocknete Pflaumen, Aprikosen, ein paar saftige Klöße sowie Mehl und Butter für die Soße. Auf den Speisekarten finden sich gewiss noch viele andere Geheimrezepte schlesischer oder böhmischer Großmütter. Zart oder deftig, edel oder rustikal – die Görlitzer Gastronomen beweisen neben gutem Geschmack natürlich auch eine gehörige Portion Fantasie. Darf es vielleicht ein schlesischer Kartoffelsalat sein, warm serviert mit gebratenem Speck? Oder doch lieber ein böhmischer Rostbraten? Zu den herzhaften Spezialitäten genießt man am besten ein kühles Landskron, das berühmte Görlitzer Traditionsbier. 

Wer in der Adventszeit nach Görlitz kommt, sollte beim Besuch des Schlesischen Christkindelmarkts die berühmte Weihnachtsbratwurst probieren. Das regionale Gericht ist speziell gewürzt, wobei vor allem eine Zutat das besondere Geschmackserlebnis ausmacht: die Zitrone.

Süße Verführungen

Für Anhänger der süßen Küche empfehlen sich die Schlesischen Mohnklöße, auch Mohnpielen genannt. Frisch mit Zucker und Zimt bestreut werden sie typischerweise in einer Glasschale serviert. Mit allerhand Mohnspezialitäten locken auch die Görlitzer Cafés und Konditoreien: Mohnstriezel oder Mohnkuchen mit Streuseln stehen in langer schlesischer Backtradition und erfreuen sich großer Beliebtheit. Als ein kulinarischer Klassiker gilt die Liegnitzer (heute Legnica) Bombe, ein kleiner mit Schokolade überzogener Kuchen aus Lebkuchenteig.

Die wohl kleinste Görlitzer Leckerei sind die Liebesperlen. Die bunt gefärbten Dragées werden seit über 100 Jahren in der Süßwarenfabrik Rudolf Hoinkis hergestellt, in Babyfläschchen abgefüllt und erweisen sich bis heute als echter Exportschlager in mehr als 20 Länder.

Über die Altstadtbrücke

Wer sich nach einem Stadtrundgang in der Görlitzer Schwesterstadt Zgorzelec stärken möchte, dem sei die polnische Küche empfohlen. Gelegenheiten zum Ausprobieren regionaler Spezialitäten gibt es in Zgorzelec eine Reihe, zum Beispiel am polnischen Neißeufer bei der Altstadtbrücke. Dort kommt man in den Genuss des polnischen Nationalgerichts Bigos. Das ist ein warmer Eintopf aus Sauerkraut, Weißkohl, Waldpilzen und verschiedenen Fleisch- und Wurstsorten.

Quelle: Stadtverwaltung Zgorzelec

Zum Schlemmen: die Naschallee

Ergänzend zum fast täglich geöffneten Wochenmarkt auf der Elisabethstraße ist die Görlitzer Naschallee ein besonderes Vergnügen. Der liebevolle Regionalmarkt bietet neben Früchten, Pflanzen, Käse oder Fleisch auch kunsthandwerkliche Produkte an – allen voran regionale Erzeugnisse aus dem ländlichen Raum. Die Naschallee begeistert mit ihrer Marktatmosphäre unter dem Dach der Rosskastanien und ist für tausende Besucher ein Anziehungspunkt und Anlass zum Verweilen.

Von Mai bis Oktober lädt dieser besondere Markt jeweils am ersten Sonnabend des Monats ein: zum Kosten, Kaufen und Kommentieren.

Termine für 2018:
5. Mai, 2. Juni, 7. Juli, 4. August, 1. September, 7. Oktober 2018 – jeweils von 8.00 bis 14.00 Uhr auf der Elisabethstraße.

Anmeldungen, Hinweise und Kritiken sind unter naschallee-goerlitz@t-online.de erwünscht.

Infos für interessierte Händler und Anbieter:
Sie wechseln in den Bereich Wirtschaft
Träger und Sponsoren gesucht

Bilder Naschallee: F. Dreßler

Impressum Datenschutz Button - Nach oben scrollen Button - Nach oben scrollen