Tourist-Service

3 Fragen an ...

Jörg Daubner von RainKost Görlitz

Regionale und saisonale Zutaten schätzen viele Gäste in den Restaurants. RainKost liefert dafür Gemüse tagfrisch vom Feld direkt in den Kochtopf von Görlitzer Gastronomen - das nach solidarischem Prinzip. Wie funktioniert das denn?

Foto: Europastadt GmbH
Naturnaher Gemüseanbau in Görlitz
Foto: Obemühle
Einer von zehn Ernteteilern: die Obermühle
Foto: Europastadt GmbH
Solidarische Landwirtschaft nach ökologischen Prinzipien

Frage 1: Was ist solidarische Landwirtschaft?

Das Prinzip kennen viele sicherlich aus dem privaten Bereich: mehrere Verbraucher schließen sich zusammen und bewirtschaften gemeinsam ein Feld. Bei RainKost haben wir das erstmals mit und für Gastronomen umgesetzt. Das bedeutet gemeinsamer Ertrag, aber natürlich auch gemeinsames wirtschaftliches Risiko.

Konkret bauen wir also auf unserem Feld in Görlitz/Biesnitz Gemüse an, welches wir dann unter den Görlitzer Restaurants aufteilen. 2018 sind wir mit vier Restaurants gestartet, jetzt machen schon zehn Restaurants mit und wir können drei Gärtner beschäftigen.

Frage 2: Was hat der Gast denn davon?

Natürlich steht die Qualität im Vordergrund. Unser Gemüse wird naturnah und permakulturell angebaut und taggenau geerntet. Das schmeckt man. Zudem kreieren die unterschiedlichen Köche in den Restaurants aus den gleichen Zutaten sehr unterschiedliche Gerichte - das ist sehr spannend.

Aber darüber hinaus unterstützt der Gast mit seinem Besuch in den teilnehmenden Restaurants aktiv ein deutschlandweit einmaliges System und trägt zu dessen Gelingen bei. Das bedeutet auch ganz konkret Umweltschutz und Klimaschutz, denn ökologische Nachhaltigkeit mit Blick auf die Verwertung aller organischen Materialien ist uns sehr wichtig.

Frage 3: Dein Tipp für Görlitz-Besucher?

Nehmen Sie sich unbedingt auch Zeit für Entdeckungen außerhalb der Görlitzer Altstadt, die sicherlich zum Pflichtprogramm gehört. Aber abseits der viel begangenen Pfade gibt es hier wirklich viel Schönes, Entspanntes, Unerwartetes. Fahren Sie zum Beispiel mit dem Fahrrad Richtung See oder genießen Sie den Abend mit einem Cocktail an der Neiße. Es lohnt sich.

Mehr Infos zum Projekt RainKultur und zur Kulinarik in Görlitz