Meine Stadt Görlitz

Bürgerbefragung: Görlitzer Kultur 2030

Görlitzer Kultur im Jahr 2030

 

Görlitz hat viel erreicht – und viel vor. Um die kulturellen Ziele bis ins Jahr 2030 mit dem richtigen Maß an Realismus und Vision zu definieren, wird in den nächsten Wochen die Kulturentwicklungsplanung (KEP) vorgestellt und diskutiert. Dafür hat die Stadtverwaltung mit Fachleuten aus der Kultur- und Vereinsszene die 2003 erarbeitete Kulturentwicklungsplanung fortgeschrieben - und zugleich auf ganz neue Füße gestellt. "Die damals beschlossenen Zielvorstellungen haben zwar auch heute noch überwiegend Bestand, allerdings weist die nun zu diskutierende Kulturentwicklungsplanung gegenüber der Planung aus 2003 drei Vorteile auf: Sie gibt eine klare Orientierung über Stärken und Schwächen jedes einzelnen Handlungsfeldes, sie zeigt Grenzen der städtischen Planung auf und sie wird bei der Weg- und Zieldefinition konkret", sagt Dr. Michael Wieler.
 
Der Bau- und Kulturbürgermeister hat im Jahr 2018 mit Fachpartnern die neue KEP erarbeitet und ein 40 Seiten starkes Konzept vorgelegt, damit die Zivilgesellschaft und die Stadtverwaltung Regeln festlegen und Schritte erarbeiten können, um die Stadt bis zum Jahr 2030 auf kulturellem Gebiet fokussiert zu entwickeln, Kräfte zu bündeln, Synergien zu etablieren und die Lebensqualität für die Bürger zu erhöhen.
 
Dabei ist einer der schwierigsten Schritte im Vorfeld die Reduktion gewesen. So hat die Kulturentwicklungsplanung 2003 mittels einer Umfrage viele Aspekte einer Kulturentwicklung eruiert und auch Wünsche definiert. Jedoch hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass ohne konkrete Festlegungen und Verantwortlichkeiten die Ziele nicht oder nur unvollständig erreicht werden konnten. Deshalb behandelt der neue Ansatz für die Kulturentwicklungsplanung der Stadt ausschließlich jene Bereiche, auf die Stadtpolitik, Stadtverwaltung und die jeweiligen Partner der Zivilgesellschaft auch tatsächlich Einfluss haben. Institutionen, die zwar auch kulturell agieren, aber eine komplett autarke Entscheidungs- und Organisationsstruktur besitzen, wie beispielsweise die Hochschule, werden in der KEP nicht als Institution berücksichtigt. Auch mit der Kreativwirtschaft oder beispielsweise der Volkshochschule beschäftigt sich die Kulturentwicklungsplanung nicht explizit. Neben der nicht vorhandenen direkten Einflussnahme der Stadtverwaltung auf diese Bereiche (Beispiel Kreativwirtschaft) führte auch die Auseinandersetzung mit dem Kulturbegriff zu einer Fokussierung auf bestimmte Themen und Handlungsfelder. Aus Gründen der Klarheit und Handhabbarkeit hat die KEP einen eher „engen“ Kulturbegriff im Blick, der sich vor allem auf die Produktion und Organisation kultureller Angebote bezieht.
 
Ende April soll die Kulturentwicklungsplanung vom Görlitzer Stadtrat beschlossen werden. Bis dahin sind mehrere Etappen der Bürgerbeteiligung geplant. Ab dem 21. Januar wird der aktuelle Entwurf der KEP auf der Homepage der Stadt Görlitz zur Verfügung stehen. „Wir hoffen, dass viele Görlitzer die Möglichkeit nutzen, sich mit der Kulturplanung für die nächsten Jahre zu befassen und uns ihre Meinung, Gedanken und Vorschläge dazu mitzuteilen. Nur eine wirkliche Beteiligung unserer Bürger bei der Erarbeitung der Kulturentwicklungsplanung stellt sicher, dass die dort festzuschreibenden Ziele auch gemeinsam erreicht werden können“, so Bürgermeister Wieler.

 

Wir danken für Ihre Meinungen, Gedanken und Vorschläge zur Kulturentwicklungsplanung 2018-2030

Die Schwerpunkte aus dem gesamten Kulturentwicklungsplan haben wir hier aufgeführt. Den gesamten Kulturentwicklungsplan stellen wir Ihnen als PDF zu Verfügung.

Schwerpunkte aus dem Kulturentwicklungsplan

Bürgerschaftliches Engagement im Kulturbereich

Bürgerschaftliches Engagement bringt die Kompetenz und Kreativität der Bevölkerung in das kulturelle Angebot der Stadt ein. Es ist gleichermaßen geprägt von Eigenständigkeit wie von Wechselwirkungen und Interaktionen mit institutionellen und professionellen Kulturangeboten. Bürgerschaftliches Engagement im Kulturbereich ist ein wesentliches Element der soziokulturellen Selbstbestimmung und Ausdruck des stadtgesellschaftlichen Selbstverständnisses. Es gewährleistet innovative Impulse ebenso wie die aktuelle Anbindung kultureller Angebote an reale gesellschaftliche Entwicklungen.

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Kulturelles Erbe

Das kulturelle Erbe der Stadt ist unverzichtbar, um die Vergangenheit fundiert und kritisch reflektieren zu können und daraus Perspektiven und Handlungsoptionen für die Zukunft zu entwickeln. Das kulturelle Erbe ist das Fundament einer lebendigen Demokratie.

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Die Künste

Die Künste sind ein wichtiges Medium, durch das sich Gesellschaften selbst zum Ausdruck bringen, reflektieren und repräsentieren. Sie ermöglichen dem Rezipienten einen spontanen und experimentellen Umgang mit gesellschaftlichen Entwicklungen und der eigenen Gefühls- und Gedankenwelt.

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Jugend- und Soziokultur

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Veranstaltungen im öffentlichen Raum

Veranstaltungen im öffentlichen Raum führen Menschen zwanglos zusammen. Sie ermöglichen gemeinsames Erleben künstlerischer und kultureller Angebote und stiften Gemeinsinn und Zusammengehörigkeitsgefühl. Der Stadtraum wird durch sie als substantieller Teil urbaner Lebensqualität wahrgenommen.

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Interkulturelle Begegnung

Interkulturelle Begegnungen sind eine wichtige Voraussetzung für Selbstreflexion und kulturelle Selbstbestimmung. Kulturelle Angebote und Betätigungen ermöglichen eine niederschwellige und spielerische Teilhabe und schaffen Offenheit für konstruktives und bereicherndes Miteinander.

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Kulturelle Bildung

Kulturelle Bildung ist eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung sozialer und kreativer Kompetenzen. Für die Entfaltung der Potenziale von Kinder und Jugendlichen und für die Entwicklung eines Bewusstseins der eigenen Würde sowie der Wertschätzung anderer und deren Leistungen, spielt die Beschäftigung mit und die Vermittlung von Kultur in ihrer gesamten Breite und Vielfalt eine entscheidende Rolle.

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Rainer Weisflog
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