Ein junges Paar steht im Sommer vor einem Brunnen und macht ein Selfie von sich. © TMGS/Fouad Vollmer

 

 

Vom Geheimtipp zur beliebten Städtedestination

Görlitz  entwickelte sich in den letzten Jahren vom Geheimtipp zum Publikumsliebling unter den sächsischen Städten. So beeindruckt die sanierte Görlitzer Altstadt Touristen, Tages- und Tagungsgäste mit ihrer einmaligen Kulisse. Zahlreiche museale, kulturelle Angebote  und Veranstaltungen sowie eine lebendige gastronomische Szene bieten attraktive Angebote. Internationale und nationale Filmproduktionen sorgten in den letzten Jahren ebenfalls für zusätzliche Bettenauslastungen und gleichzeitig auch für eine steigende Bekanntheit der Stadt.

Der stetige Ausbau des serviceorientierten Angebots, fortschreitende Digitalisierung und die innovative Vermarktung durch die Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH resultieren in einem kontinuierlichen Anstieg der Übernachtungszahlen in den letzten Jahren. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag 2024 wiederholt bei 2,2 Tagen.

Ein Pärchen am Flüsterbogen, einer Sehenswürdigkeit am historischen Untermarkt in Görlitz © Philipp Herfort

Wirtschaftsfaktor Tourismus 2024

An 2,67 Mio. touristischen Aufenthaltstagen wurde 2024 ein Bruttoumsatz von 120,6 Mio. Euro in Görlitz generiert. Das geht aus der Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus“ hervor, die das Deutsche wirtschaftswissenschaftliche Institut für Fremdenverkehr (dwif) auf Basis des Jahres 2025 im Auftrag der Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH erstellt hat.

Eine große Bedeutung für das Tourismusgeschäft haben der Studie zufolge die Tagesreisenden: 2,3 Mio. Besucher kamen 2024 nach Görlitz. Für die Gäste, die länger in der Stadt bleiben, errechnete man insgesamt 370.000 Übernachtungen. Dabei wurden auch Privatunterkünfte mit weniger als zehn Betten berücksichtigt, die in amtlichen Statistiken nicht erfasst werden.

Für den größten touristischen Umsatz sorgten mit rund 68,1 Mio. Euro die Tagesbesucher (56,6 Prozent des Gesamt-Bruttoumsatzes), weitere 52,5 Mio. Euro (entspricht 43,5 Prozent) werden durch die Übernachtungsgäste generiert. Jeder Gast, der in einem gewerblichen Betrieb übernachtet, lässt täglich rund 155,20 Euro in der Stadt. Bei den Gästen von Privatunterkünften sind es täglich rund 88,40 Euro. Tagesbesucher geben während ihres Görlitz-Aufenthaltes durchschnittlich 29,60 Euro aus.

Von diesen Umsätzen profitiert das Görlitzer Beherbergungs- und Gaststättengewerbe mit rund 48,3 Prozent am Gesamtumsatz von 120,6 Mio. Euro am stärksten. In den Einzelhandel fließen rund 29,5 Prozent, in Dienstleistungen wie z.B. Eintritte für Veranstaltungen und Museen, Personennahverkehr und Taxifahrten 22,2 Prozent des Umsatzes. Das damit verbundene Beschäftigungsäquivalent im Tourismus entspricht 2.063 Personen, die durch die touristische Nachfrage in Görlitz ein regional- und branchenspezifisches Arbeitnehmerentgelt beziehen.

Zusätzlich zu diesen Zahlen wurden auch Annahmen zu den touristischen Umsätzen aus dem Übernachtungstourismus in Zgorzelec getroffen und diese mit ca. 13 Mio. Euro beziffert.

Erstmal wurden auch die touristische Wertschöpfung am Berzdorfer See errechnet, ein wesentliches Tourismusprojekt der letzten und kommenden Jahre. Mit der dort vorhandenen Infrastruktur wurde 2024 ca. 456.000 Aufenthaltstage generiert, die einen Bruttoumsatz von 17,538 Mio. Euro erzielten. Dabei wurde der gesamte See betrachtet.

Zur Studie (Enthält Vergleiche zu 2019)

Tourismuskonzept „Zukunft Görlitz 2030“

„In der Europastadt Görlitz können Gäste aller Altersgruppen Geschichte auf besondere Art und Weise erleben. Sie wird regelmäßig zur Kulturbühne, ist zentraler Ausgangspunkt für aktiven Urlaub in der Dreiländerregion und bereitet ihren Gästen nachhaltige Urlaubserlebnisse.“ (Leitsatz des Tourismuskonzeptes)

Mit dem Tourismuskonzept „Zukunft Görlitz 2030“ liegt der strategische Rahmen für die weitere touristische Entwicklung der Stadt vor. Die Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH (EGZ) hat das Konzept gemeinsam mit dem Tourismusverein Görlitz e.V. sowie Akteurinnen, Akteuren und Leistungsträgern aus Tourismus, Kultur, Gastronomie und Freizeitwirtschaft erarbeitet.

Das Konzept definiert die gemeinsamen Zielstellungen und Schwerpunkte bis zum Jahr 2030 und dient als verbindliche Orientierung für die Zusammenarbeit innerhalb der Stadt und der Region. Görlitz positioniert sich dabei als touristisches Aushängeschild der Oberlausitz und als eines der führenden Städtereiseziele in Sachsen.

Bis 2030 strebt die Branche unter anderem die

  • Steigerung der Übernachtungszahlen auf dauerhaft rund 340.000 (Basis 2024: 321.226 Übernachtungen), 
  • Erhöhung der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer auf 2,5 Tage (Basis 2024: 2,2 Tage)
  • Verbesserung der Gästezufriedenheit (TrustScore 87,0; Basis 2024: 86,7)
  • Stärkung der Internationalität auf 8 Prozent der Übernachtungen (Basis 2024: 6,4 Prozent)
  • Evaluierung der Tourismusakzeptanz in Kooperation mit der Hochschule Zittau/Görlitz (einmalig 2028)
  • Erhebung des Wirtschaftsfaktors Tourismus inkl. Zahlen zum Tagestourismus (einmalig 2030) an.

Dabei steht nicht reines Wachstum im Vordergrund, sondern eine qualitätsorientierte, nachhaltige und akzeptierte Tourismusentwicklung, die wirtschaftliche Effekte mit Aufenthaltsqualität und Lebensqualität verbindet.


Nutzen für Akteure und Leistungsträger

Das Tourismuskonzept „Zukunft Görlitz 2030“ dient lokalen Akteurinnen, Akteuren und Leistungsträgern als strategische Orientierung und Arbeitsgrundlage. Es unterstützt die Entwicklung neuer Angebote, die gezielte Vermarktung, die Zusammenarbeit in Netzwerken sowie die Ableitung konkreter Maßnahmen innerhalb klar definierter Schwerpunkte. Der Zeithorizont des Konzepts ist bis 2030 angelegt. Eine regelmäßige Überprüfung und Weiterentwicklung ist vorgesehen.

Tourismuskonzept „Zukunft Görlitz 2030“

Übergeordnete Konzepte:

Masterplan Tourismus Sachsen
Als neue tourimuspolitische Strategie formuliert der Masterplan Tourimsus einen verbindlichen Orientierungsrahmen für die Tourismusbranceh des Freistaates. Der Masterplan gibt die strategischen und fachlichen Ziele für die kommenden Jahre vor. Gleichzeitig bietet er die notwendige Flexibilität,um auf neue Herausforderungen auch kurzfristig reagieren zu können.
Zum Masterplan Tourismus

Destinationsstrategie Oberlausitz 2025
Die Destinationsstrategie ist die gemeinsame Strategie der MGO und des Tourismusbeirates zur touristischen Entwicklung und Vermarktung der Oberlausitz. Sie ordnet sich in die Tourismusstrategie des Freistaates Sachsen ein und gewährleistet neben der Anerkennung der Oberlausitz als sogenannte "Destination" durch den Freistaat auch eine gemeinsame Ausrichtung und Messbarkeit der Arbeit. Die Strategie ist offiziell durch das zuständige Landesministerium bestätigt.
Zur Destinationsstrategie

Tourismuskonzeption für die touristischen Regionen des Landkreises Görlitz
Perspektiven für die Weiterentwicklung der touristischen Regionen im Landkreis Görlitz 2025 (45 Seiten)
Evaluation 2019 Kurzfassung, Tourismuskonzeption Evaluation 2019 Langfassung (56 Seiten)
Tourismuskonzeption 2015 (59 Seiten), Kurzversion

Empirische Grundlage:

Gästebefragung der Hochschule Zittau/Görlitz 2025
Im Rahmen einer Gästebefragung durch den Studiengang Tourismusmanagement der Hochschule Zittau/Görlitz wurden vom 18. April bis zum 4. Mai 2025 insgesamt 310 Straßeninterviews durchgeführt, um u.a. Informationen zu Gästestruktur, Erwartungshaltungen oder Informationsverhalten zu bekommen. Im Wesentlichen bestätigt die Gästebefragung eine hohe Aufenthaltsqualität und ein positives Destinationsimage mit hoher Weiterempfehlungsquote.
Ergebnisse Gästebefragung

Die aktuellen Gästezahlen

Im Jahr 2024 konnten die gewerblichen Betriebe in Görlitz 147.454 Gäste begrüßen und damit 321.226 Übernachtungen generieren. Das entspricht einem leichten Minus von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Ankünfte dagegen stieg um 0,4 Prozent.

Das Wachstum verteilte sich konstant über alle Monate des Jahres. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste lag stabil bei 2,2 Tagen.

Zur Pressemitteilung Tourismus-Statistik 2024

  

Der Görlitzer Beherbergungsmarkt 2024 (Stand Dezember 2024):

  • 13 Hotels mit insgesamt 1.002 Betten
  • 6 Hotels garnis mit insgesamt 248 Betten
  • 10 Pensionen und 4 Gasthöfe mit insgesamt 482 Betten
  • 6 Ferienzentren, -häuser und -wohnungen
  • 2 Jugendherbergen/Hütten
  • 2 Campingplätze

Bettenkapazität gesamt: 2.156 (gewerbliche Einrichtungen über 10 Betten)

Durchschnittliche Auslastung der angebotenen Betten: 40,3 Prozent
Durchschnittliche Auslastung der angebotenen Gästezimmer: 55,8 Prozent (Hotellerie mit 25 und mehr Gästezimmern)

Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

Kontakt:

Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH
für Wirtschaftsentwicklung, Stadtmarketing und Tourismus

Wirtschaftsförderung

Katrin Hennersdorf

Tel.: +49 (0)3581 4757 16
Fax: +49 (0)3581 4757 47
E-Mail: k.hennersdorf@europastadt-goerlitz.de

© Sabine Wenzel

Tourismusmarketing

Buchungssystem für Übernachtungsbetriebe auf goerlitz.de

Ein wesentlicher Bestandteil der Vermarktung von Görlitz als Reiseziel ist die Unterstützung der Vermieter in der Darstellung ihrer Angebote und Generierung von Übernachtungen.
Dazu gibt es auf der besucherstarken Internetseite www.goerlitz.de ein Buchungssystem. Für Vermieter besteht die Möglichkeit, davon zu profitieren bzw. sich daran zu beteiligen. Die damit verbundenen Vorteile für Sie sind u.a. geringe Teilnahmekosten, Effizienzsteigerung im Buchungsprozess und bessere Sichtbarkeit für Ihre Vermietungsangebote, die bestenfalls in höherer Auslastung mündet.

Weiterhin stellt die die Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH (EGZ) Hotels, Pensionen und Anbietern von
Unterkünften im gemeinsamen Buchungssystem eine digitale Gästemappe zur Verfügung. Diese informiert Besucherinnen und Besucher über Sehenswürdigkeiten von Görlitz und Umgebung, Wander- und Fahrradtouren, Veranstaltungen und den öffentlichen Nahverkehr – rund um die Uhr mit den aktuellsten Daten. Ein wichtiger und moderner Beitrag zur Erhöhung der Aufenthaltsqualität und -dauer.

Mehr dazu erfahren Sie in unserem Gastgeberservice.

Tourismusverein Görlitz e.V.

Der Tourismusverein  Görlitz e.V. wurde 1991 gegründet und versteht sich als Interessenvertretung der für Görlitz wichtigen Tourismusbranche. Ziele sind u.a. die Belebung der touristischen Nebensaison, die touristische Weiterentwicklung des Berzdorfer Sees, die Unterstützung der Bewerbung zum Unesco-Weltkulturerbe sowie die Etablierung einer hohen Dienstleistungsqualität in der Branche.

Der Tourismusverein Görlitz e.V. zählt mehr als 50 Firmen und Privatpersonen zu seinen Mitgliedern sowie die Stadtwerke Görlitz AG, die Volksbank und Raiffeisenbank Niederschlesien eG und die Verkehrsgesellschaft Görlitz GmbH als Fördermitglieder.

Zum Tourismusverein

Görlitz und der Berzdorfer See als attraktive Urlaubsdestination etablieren

Direkt vor den Toren der Stadt Görlitz liegt der Berzdorfer See. In landschaftlich reizvoller Umgebung mit traumhaften Aussichten auf die nahen Gebirge wurde früher Braunkohle abgebaut. Nach Jahren der Rekultivierung fügt sich der ca. 960 ha große See nun harmonisch in die Landschaft ein und es finden sich bereits zahlreiche Angebote für aktive Erholung und entspannten Urlaub.

Das Feriengebiet Berzdorfer See entwickelt sich in Kombination mit dem kulturtouristischen Städtereiseziel Görlitz zu einer attraktiven Urlaubsdestination.

Die planerischen Voraussetzungen zur Schaffung eines Tourismus- und Feriengebietes mit tourismusrelevanten Einrichtungen ist Aufgabe des Planungsverbandes Berzdorfer See. Er zeichnet vor allem für die Bauleitplanung verantwortlich. Darüber hinaus initiiert und koordiniert er in enger Zusammenarbeit mit der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) sowie weiteren Partnern und Akteuren Maßnahmen, die der Nachnutzungen des Tagebaus als Ferien-, Tourismus- und Erholungsgebiet dienen.

Um vorhandene Entwicklungsmöglichkeiten zu nutzen und eigene Projekte zu verwirklichen, bildet der Berzdorfer See auch für private Investoren ein spannendes Spielfeld. So steht die Wirtschaftsförderung der Stadt Görlitz privaten Investoren als kompetenter Ansprechpartner zur Seite.

Weitere Informationen zum Berzdorfer See

© Nikolai Schmidt

 

 

Ansprechpartner für alle Fragen zum Planungsverband „Berzdorfer See“:

Kerstin Mühle
Telefon: +49 (0)3581 67-2112
E-Mail: k.muehle@goerlitz.de

zur Webseite vom Planungsverband: www.berzdorfer-see.eu

Sanierung Stadthalle Görlitz: Kongresse und Konzerte auf höchstem Niveau

Ein historisches Prachtstück voller Eleganz, dabei hochmodern und vielfältig nutzbar: Das wird die  Stadthalle Görlitz nach ihrer Sanierung sein. Ein großer Saal mit bis zu 1400 Sitzplätzen, zwei Säle für 250 Gäste sowie mehrere Räume für kleinere Veranstaltungen laden ab Ende 2028 zu Kongressen, Tagungen und Kulturveranstaltungen aller  Art ein.

1910 wurde die Stadthalle Görlitz vor allem als Konzertsaal für die Schlesischen Musikfeste gebaut. Einzigartig ist heute die romantische Konzertorgel mit Fernschwellwerk aus der berühmten Manufaktur von Wilhelm Sauer im nordöstlichen Brandenburg. Die Berliner Philharmoniker unter Wilhelm Furtwängler gastierten mehrfach in diesem Konzertsaal. Und die Sozialdemokratische Partei Deutschlands beschloss hier 1921 das bedeutsame „Görlitzer Programm“.

An diese Tradition knüpft die Stadthalle an. Modernste Technik  ermöglicht Arbeiten und Kulturgenuss auf höchstem Niveau im historischen Ambiente. Für den Tourismusstandort erschließen sich damit neue Kapazitäten im Bereich der Veranstaltungen und Tagungen und damit eine Öffnung für neue Zielgruppen und mehr Internationalisierung.  

Zum Projekt Stadthalle