Stadtplanung & Entwicklung

Postplatz

Feierliche Eröffnung des Postplatzes und Erinnerung an die Friedliche Revolution am 6. Oktober

Zum kommunalen Gedenktag am 6. Oktober sind alle Görlitzerinnen und Görlitzer und ihre Gäste herzlich auf den Postplatz eingeladen. Oberbürgermeister Octavian Ursu wird den neu gestalteten Postplatz mit musikalischer Begleitung durch das Jugendblasorchester um 14 Uhr feierlich eröffnen.

Bis 16 Uhr gibt es dann für Groß und Klein die Gelegenheit, den Postplatz bei einem Bürgerfest neu zu erobern. Eine großformatige Fotopräsentation zeigt den Platz im Herzen der Stadt im Wandel der Zeiten. Der Aktionskreis präsentiert sich mit Linsensuppe, dem traditionellen Gericht aus der Zeit der Friedensgebete vor 30 Jahren, und lädt zum Gespräch mit Zeitzeugen ein. Am Stand des Stadtbildverlages gibt es Drucksachen zum Postplatz, weitere Stände laden mit Informationen zur Bürgerbeteiligung und zur engagierten Stadt Görlitz zum Verweilen ein. Die Stadtwerke informieren unter anderem zu E-Bikes und laden zu Probefahrten ein, bei den Görlitzer Verkehrsbetrieben gibt es Interessantes rund um den städtischen Nahverkehr. Kinder kommen bei verschiedenen Mitmachspielen des esta e.V. und beim Stapeln großer Legobausteine auf ihre Kosten.

Für alle, die sich für das umfangreiche Baugeschehen am Postplatz interessieren, wird es fachkundige Führungen geben. Bereits ab heute sind für eine Woche Ausstellungtafeln im Zusammenhang mit der Platzerneuerung in den Schaufenstern von C & A zu sehen. Sie geben auch Hintergrundinformationen zum künstlerisch bedeutsamen Zierbrunnen von Robert Toberentz, der damals als einer der schönsten der Region galt.

In der Umgebung laden die Naschallee und offene Geschäfte von 13 bis 18 Uhr zum verkaufsoffenen Sonntag in die Innenstadt ein. Zur Ökumenischen Andacht, welche aus Anlass des Gedenkens an 30 Jahre Friedliche Revolution stattfindet, bittet die Evangelische Innenstadtgemeinde um 17:00 Uhr in die Frauenkirche.

Oberbürgermeister Octavian Ursu wird am 6. Oktober um 14:00 Uhr den neu gestalteten Postplatz feierlich eröffnen.

Verschiedene Aktionen werden an diesem Nachmittag im Rahmen eines kleinen Bürgerfestes stattfinden. In der Umgebung laden die Naschallee und offene Geschäfte von 13:00 bis 18:00 Uhr zum verkaufsoffenen Sonntag in die Innenstadt ein. Zur Ökumenischen Andacht, welche aus Anlass des Gedenkens an 30 Jahre Friedliche Revolution stattfindet, bittet die Evangelische Innenstadtgemeinde um 17:00 Uhr in die Frauenkirche.

 

 

Flyer zur Baumaßnahme

 

Kulturgeschichtliche Spaziergänge führen zu Orten der Friedlichen Revolution in Görlitz

Die Görlitzer Sammlungen laden anlässlich des Kommunalen Gedenktages am 6. Oktober zur Erinnerung an die Friedliche Revolution vor 30 Jahren an zwei Terminen zu einem Kulturgeschichtlichen Spaziergang zu Orten der friedlichen Revolution in Görlitz 1989/90 mit Historikerin Ines Haaser ein.

Der Spaziergang beginnt am ehemaligen Gebäude der SED-Kreisleitung an der Berliner Straße 36 und führt zum Ort des ersten Friedensgebets, der Görlitzer Frauenkirche. Von dort geht es weiter zum Marienplatz, wo wichtige Demonstrationen stattfanden.
Vorbei am Rathaus auf dem Untermarkt soll am Ende des Rundganges das Wichernhaus stehen. Hier wurde am 26. Oktober 1989 das Neue Forum gebildet.

Montag, 7. Oktober 2019, 16:00 Uhr und
Montag, 21. Oktober 2019, 16:00 Uhr

Treffpunkt: Bahnhofsvorplatz, Berliner Straße 36

Wir bitten dringend um telefonische Voranmeldung unter 03581/671420.

Dienstag bis Donnerstag 10:00 bis 17:00 Uhr, Freitag bis Sonntag 10:00 bis 18:00 Uhr

In den 1980-er Jahren wuchs der Unmut der Bevölkerung in der DDR über fehlende Freiheiten. Trotz der Abschottung gegen die Demokratisierung in Polen und der Verweigerung gegen die in der Sowjetunion propagierten Reformen von „Glasnost“ und „Perestroika“  ließ sich der Wille der Bevölkerung nach freien und geheimen Wahlen nicht mehr länger unterdrücken. Zum endgültigen Bruch zwischen Regierenden und Bevölkerung führten die nachweislich gefälschten Kommunalwahlen im Mai 1989.

Unter dem Dach der evangelischen Kirche begann sich die Opposition zu formieren. Am Vorabend des 40. Jahrestages der DDR, am 6. Oktober 1989, fand auch in der Görlitzer Frauenkirche das erste Friedensgebet statt. Über 800 Menschen versammelten sich dort, in den darauffolgenden Wochen stieg die Anzahl der Teilnehmer stetig weiter an. In den Görlitzer Betrieben formierte sich die Oppositionsgruppe  „Neues Forum“. Am 2. Dezember forderten 5000 Görlitzer Demokratie und freie Wahlen. Am 5. Dezember inspizierte und versiegelte das Neue Forum die Kreisdienststelle des Ministeriums für Staatssicherheit. Wenig später folgten die ersten Verhandlungen am „Runden Tisch“ zwischen Vertretern der Opposition, den Blockparteien und der SED.

Seit 2010 ist der 6. Oktober in Görlitz ein Kommunaler Gedenktag, an dem an die friedliche Revolution vom Herbst 1989 erinnert wird.

 

Neugestaltung Postplatz

Mit dem Grundsatz- sowie dem Planungsbeschluss vom 19.12.2013 bekannte sich der Stadtrat der Großen Kreisstadt Görlitz mit großer Mehrheit für die Neugestaltung dieses Görlitzer Schmuckplatzes. In drei Bauabschnitten jeweils für Tiefbau, Straßenbau, Gleisbau, Öffentliche Beleuchtung und Veranstaltungsnetz wurde von März 2016 bis September 2019 gebaut. Auftraggeber für das große Bauvorhaben am Postplatz waren die Stadt Görlitz, die Görlitzer Verkehrsbetriebe GmbH und die Stadtwerke Görlitz AG. Mit der STRABAG, der Görlitzer Gleis- und Tiefbau GmbH, der EBS Elektroinstallation und Blitzschutz Service GmbH und Elektro Hantke arbeiteten in dreieinhalb Jahren hauptsächlich regionale Firmen als Hauptauftragnehmer an diesem umfangreichen Bauprojekt und beendeten dieses am 19. September drei Monate vorfristig. An diesem Tag wurde der Platz mit den Bauverantwortlichen für den Verkehr freigegeben. Die Görlitzerinnen und Görlitzer sowie die Gewerbetreibenden und ansässigen Behörden und Firmen sahen der Verkehrsfreigabe schon mit großer Spannung und Freude entgegen.

Der im Jahr 2017 teilweise freigelegte ehemalige alte Friedhof zwischen Frauenkirche und C&A hatte zur Folge, dass das Landesamt für Archäologie aus Dresden fünf Monate lang Gräber sicherte und den Boden nach Zeugnissen Görlitzer Geschichte durchsiebte. Die gefundenen menschlichen Überreste mussten geborgen und präzise Aufzeichnungen vorgenommen werden. Trotz dieser Grabungen und vieler verschiedener Interessen der jeweiligen Auftraggeber verliefen die Baumaßnahmen überwiegend reibungslos. Auftretende Probleme konnten aufgrund der engen Zusammenarbeit von Bauleitung, Auftragnehmer und Auftraggeber frühzeitig erkannt und gemeinschaftlich gelöst werden. Gewerbetreibende und Anlieger waren durch den Baustellenscout ständig involviert und wurden regelmäßig über den neuesten Stand unterrichtet. Ihre Sorgen wurden ernst genommen und konnten in den meisten Fällen schnell beseitigt werden.

Für den städtischen Auftrag Straßenbau flossen ca. 3,5 Mio (Gesamtkosten) in das Bauprojekt, davon gut 2 Mio Euro Fördermittel.

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