Erlebnis Görlitz

Görlitz – Auferstehung eines Denkmals

GÖRLITZ

AUFERSTEHUNG EINES DENKMALS

Der Dresdner Fotograf Jörg Schöner dokumentiert seit vier Jahrzehnten den enormen architektonischen Reichtum von Görlitz und wurde dabei zum Chronisten des Wandels in der Stadt. Historisches und Gegenwärtiges, Verfallenes und Wiederhergestelltes hielt er mit der Kamera fest und zeigt so nicht nur die herausragende Bausubstanz sondern auch Spuren des Alltags in der Neißestadt. So entstand eine Dokumentation des scheinbar unaufhaltsamen Verfalls, an dessen Stelle nach 1990 die historisch beispiellose „Auferstehung eines Denkmals“ trat.

Der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer: „Die Görlitzer Altstadt ist ein Juwel. Die stolze Bürgerstadt hat nach der friedlichen Revolution eine wahre Auferstehung erlebt. Ein Großteil der historischen Bausubstanz war verfallen. Selbst viele Görlitzer hatten die wahre Schönheit und Einzigartigkeit ihrer Stadt fast vergessen. Das Ende der DDR bedeutete die Rettung in letzter Minute. Es begann ein gewaltiger Wiederaufbau, der seines gleichen sucht. Der Bund, der Freistaat, die Stadt und allen voran die Görlitzer selbst haben das ermöglicht. In den dokumentarischen Bildern Jörg Schöners prallen der Verfall und Wiederaufbau eindrucksvoll aufeinander. Die Ausstellung zeugt von dem, was die Deutsche Einheit, Solidarität und Aufbauleistung bewirkt haben.“

„Wir freuen uns sehr, dass wir diese beeindruckende Dokumentation der Rettung unserer Stadt als architektonisches Flächendenkmal immer wieder einem breiten Publikum zeigen können“, so der Görlitzer Oberbürgermeister Siegfried Deinege. „Die Ausstellung ist ein imposanter Beleg für das große Engagement vieler Menschen, die sich in den vergangenen Jahren für die Sanierung der wertvollen Bausubstanz eingesetzt haben.“

 

Die Fotoausstellung unterwegs

Die Ausstellung wurde 2015 erstmals in den ehemaligen Industriehallen des Görlitzer KEMA-Werkes gezeigt. 2x3 m große Fotos vermittelten den über 20.000 Besuchern ein einmaliges beeindruckendes Stadtgefühl in zwei unterschiedlichen Zeitepochen. Seitdem begeisterte sie als Wanderausstellung mit räumlich angeordneten Tafeln im Format 1,50 x 2m in unterschiedlichem Umfang und Räumen immer wieder ihr Publikum. Dabei kann die Ausstellung bis zu 100 Motive umfassen, transportiert ihre Botschaft aber auch schon mit wenigen 20 Motiven.

Die Ausstellung ist jedoch nicht nur ein Beleg der unglaublichen Sanierungsleistung der Stadt Görlitz. Sie steht zum einen symbolisch für die Entwicklung anderer Städte. Zum anderen soll sie auch zur Diskussion anregen: Haben kleine und mittlere Städte in ländlichen Gegenden - trotz attraktivem Stadtbild - überhaupt eine Chance gegen den Sog der Großstädte? Wie können ihre Einwohner aktiv die Zukunft ihrer Städte mitgestalten? 

Haben auch Sie Interesse, die Fotoausstellung in Ihrer Stadt oder Location zu zeigen? Senden Sie uns eine Email an willkommen@europastadt-goerlitz.de.

 

Der Fotograf Jörg Schöner

Jörg Schöner - Fotografien zur Altstadt Görlitz

Der 1944 in Dresden geborene Fotograf Jörg Schöner hat von 1980-82 in seiner externe Diplomarbeit an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig eine fotografische Dokumentation der Altstadt Görlitz erstellt. Grund, sich diesem Thema zu widmen, war eine Empfehlung des damaligen sächsischen Landeskonservators Prof. Hans Nadler (1910-1995), der sinngemäß sagte: „Geh nach Görlitz und fotografiere die Altstadt, bevor sie zusammenfällt“. Dass es keine Zweijahresarbeit geblieben ist, sondern den Autor nun seit fast 40 Jahren beschäftigt, er neben seiner freiberuflichen Tätigkeit eine Professur für Architekturfotografie an der TU Dresden hatte und in den letzten 25 Jahren große Teile sächsischer Staatsbauvorhaben, den Wiederaufbau der Dresdner Frauenkirche und die Restaurierung des Zwingers fotografisch begleitet, ist eine Folge seiner Arbeit in Görlitz.

„Ich möchte meinen Dank an die Handwerker von Görlitz aussprechen. Ich bin jenen dankbar, die es mir in den 70er und 80er Jahren ermöglicht haben, auf Dächern und Dachböden zu fotografieren.“

Das Begleitbuch zur Ausstellung „Görlitz – Auferstehung eines Denkmals“ erschien erstmals 2014 beim Verlag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

Weitere Informationen zum Fotografen: www.joerg-schoener.de

Nächster Termin der Wanderausstellung in Planung!

 

Zur Facebook-Seite: fb.com/fotoausstellung.goerlitz

 

Bisherige Stationen der Ausstellung:

15. September bis 31. Oktober 2018
Flughafen Leipzig/Halle, Terminalhalle

24. bis 25. August 2018
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Berlin

19. Juni bis 5. August 2018
Kunstbibliothek im Kulturforum Berlin -
zur Pressemitteilung, mehr Informationen

15. Januar bis 16. Februar 2018
Sächsischer Landtag in Dresden, Bürgerfoyer - zum Rückblick

8. Juni bis 24. September 2017
SAM Stadtmuseum am Markt, Wiesbaden anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft zwischen Wiesbaden und Görlitz

7. September bis 18. November 2016
Flughafen Dresden,
Abflugbereich und Galerieebene

Ausstellung_DD.JPG

18. Dezember 2015 bis 8. Juli 2016
Bundesrat in Berlin

16. Mai bis 18. Oktober 2015
Ehemalige Produktionshalle des Keramischen Maschinenbaus (KEMA) in Görlitz (20.000 Besucher)

Auferstehung_eines_Denkmals_EGZ_KEMA.jpg

 

Galeriefotos: (1) Bundesministerium für Wirtschaft und Energie 2018, Quelle: Bildkraftwerk, (2) Flughafen Dresden 2016, Quelle: Michael Weimer, (3) Flughafen Dresden 2016, Quelle: EGZ, (4) (5) KEMA Görlitz 2015, Quelle: EGZ, (6) Kunstbibliothek Berlin 2018 – Fotograf Jörg Schöner, Quelle: Photothek Xander Heinl, (7) Kunstbibliothek Berlin 2018, Quelle: Photothek Xander Heinl, (8) (9) Sächsischer Landtag Dresden, Quelle: EGZ, (10) SAM Wiesbaden, Quelle: EGZ

  

Die Ausstellungen 2018 werden ermöglicht durch die freundliche Unterstützung des Beauftragten der Bundesregierung für die neuen Bundesländer und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. 

Die Ausstellung ist Teil der Kampagne „So geht sächsisch“.

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