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Tourismus

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Tourismus – Vom Geheimtipp zur beliebten Städtedestination

Görlitz  entwickelte sich in den letzten Jahren vom Geheimtipp zum Publikumsliebling unter den sächsischen Städten. So beeindruckt die sanierte Görlitzer Altstadt Touristen, Tages- und Tagungsgäste mit ihrer einmaligen Kulisse. Zahlreiche museale, kulturelle Angebote  und Veranstaltungen sowie eine lebendige gastronomische Szene bieten attraktive Angebote. Internationale und nationale Filmproduktionen sorgten in den letzten Jahren ebenfalls für zusätzliche Bettenauslastungen und gleichzeitig auch für eine steigende Bekanntheit der Stadt.

Der stetige Ausbau des serviceorientierten Angebots und die innovative Vermarktung durch die Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH resultieren in einem kontinuierlichen Anstieg der Übernachtungszahlen bei einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 2,2 Tagen.

  

Detaillierte touristische Kennzahlen (2017)

296.533 Gewerbliche Übernachtungen in Unterkünften ab 10 Betten:  (+ 5,2 % im Vgl. zum Vorjahr)
137.702 Ankünfte (+ 5,8 % im Vgl. zum Vorjahr) mit einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von 2,2 Tagen

Der Görlitzer Beherbergungsmarkt 2017:

  • 14 Hotels mit insgesamt 861 Betten
  • 7 Hotels garnis mit insgesamt 268 Betten
  • 14 Pensionen und 3 Gasthöfe mit insgesamt 652 Betten
  • 1 Jugendherberge

Bettenkapazität gesamt: 2.095 (gewerbliche Einrichtungen über 10 Betten)

Durchschnittliche Auslastung der angebotenen Betten: 39,7%
Durchschnittliche Auslastung der angebotenen Gästezimmer: 55,3% (Hotellerie mit 25 und mehr Gästezimmern)

zur Halbjahresbilanz 2018

Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen

Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH
für Wirtschaftsentwicklung, Stadtmarketing und Tourismus

Wirtschaftsförderung
Frau Roswitha Hennig

Tel.: +49 (0)3581 4757 16
E-Mail: r.hennig@europastadt-goerlitz.de

Wirtschaftsfaktor Tourismus

Fast 2,3 Mio. Besucher kommen im Jahr nach Görlitz und sorgen für einen Bruttoumsatz von rund 86 Mio. Euro. Das geht aus der Studie „Wirtschaftsfaktor Tourismus“ hervor, die das Deutsche wirtschaftswissenschaftliche Institut für Fremdenverkehr (dwif) auf Basis des Jahres 2014 erstellt hat.

Eine enorme Bedeutung für das Tourismusgeschäft haben die Tagesreisenden – 2 Mio. Besucher kamen 2014 nach Görlitz. Für die Gäste, die länger in der Stadt bleiben, errechnete man insgesamt 275000 Übernachtungen. Dabei wurden erstmals auch Privatunterkünfte mit weniger als 10 Betten berücksichtigt, die in amtlichen Statistiken nicht erfasst werden. Die Ferienwohnungen, kleine Pensionen, Gasthöfe und Privatzimmer können 28000 aller Übernachtungen für sich verbuchen.

Für den größten touristischen Umsatz sorgen mit rund 53 Mio. Euro die Tagesbesucher, die restlichen 33 Mio. Euro werden durch die Übernachtungsgäste generiert. Jeder Gast, der in einem gewerblichen Betrieb übernachtet, lässt täglich rund 127 Euro in der Stadt. Bei den Gästen von Privatunterkünften sind es täglich rund 59 Euro. Tagesbesucher geben während ihres Görlitz-Aufenthaltes durchschnittlich 27 Euro aus – das liegt im sächsischen, aber deutlich über dem Oberlausitzer Durchschnitt.

Von diesen Umsätzen profitiert das Görlitzer Beherbergungs- und Gaststättengewerbe mit rund 43 Prozent am Gesamtumsatz von 86 Mio. Euro am stärksten. In den Einzelhandel fließen rund 33 Prozent, in Dienstleistungen wie z.B. Eintritte für Veranstaltungen und Museen, Personennahverkehr und Taxifahrten 24 Prozent des Umsatzes. Damit schafft der Tourismus rechnerisch 2.600 Arbeitsplätze, die direkt oder indirekt von diesem Wirtschaftszweig abhängen.

Download Studie

Touristische Entwicklung von Görlitz

Die touristische Entwicklung und Vermarktung von Görlitz ist eng in die Konzeptionen und Strukturen des Landkreises Görlitz, der Destination Oberlausitz sowie des Landes Sachsen eingebunden. 

Tourismuskonzeption für die touristischen Regionen des Landkreises Görlitz:  

Langversion (2,9 MB)    Kurzversion (1,4 MB)

Touristisches Entwicklungsprojekt Görlitz am See

Direkt vor den Toren der Stadt Görlitz liegt der Berzdorfer See. In landschaftlich reizvoller Umgebung mit traumhaften Aussichten auf die nahen Gebirge wurde früher Braunkohle abgebaut. Nach Jahren der Rekultivierung fügt sich der ca. 960 ha große See nun harmonisch in die Landschaft ein und es finden sich bereits zahlreiche Angebote für aktive Erholung und entspannten Urlaub.

Das Projekt Görlitz am See zielt darauf ab, das tourismuswirtschaftliche Potenzial des Sees bestmöglich zu fördern. In Verbindung mit dem aufstrebenden Städteziel Görlitz soll nun der Ausbau zu einer Urlaubsdestination erfolgen.

Weitere Informationen

Touristisches Entwicklungsprojekt Kulturforum Görlitzer Synagoge

Das 1911 geweihte Gotteshaus entstand durch die Architekten William Lossow und Max Hans Kühne für die damals stark angewachsene jüdische Gemeinde in Görlitz. Diese setzte damit ein repräsentatives Zeichen ihres Selbstverständnisses als integrierter Teil der Stadtgesellschaft in der Blütezeit der Stadtentwicklung zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts. Der Bau wurde durch die Pogromnacht 1938 als einzige in Sachsen nicht zerstört und ist heute ein Denkmal von nationaler Bedeutung. Seit 1991 wird das Gebäude mit erheblichen Bundes- und Landesförderungen nach zeitgemäßen restauratorischen und technischen Standards saniert.

Voraussichtlich ab Mitte/Ende 2019 wird die Stadt daher das zentral in der Otto-Müller-Straße gelegene Gebäude als Veranstaltungsort in Betrieb nehmen. Mögliche Formate der Nutzung sind kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen sowie Workshops und Tagungen.

Kapazitäten: Kuppelsaal (Platz für bis zu 200 Personen), mehrere kleine Seminarräume

Kontakt für Planungen ab Mitte/Ende 2019: Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH, Gerd Weise, Mail: kultur.service@goerlitz.de, Tel. 03581 672420

Projekt Welterbe für Görlitz

Seit den 1990er Jahren gibt es in Görlitz Bemühungen, sich um eine Aufnahme in die Unesco-Liste zu bewerben. Diese gipfelten 2011 in der Bewerbung um die Aufnahme in die deutsche Vorschlagsliste. Die von der Kultusministerkonferenz eingesetzte Jury zur Bewertung der potentiellen deutschen Welterbestätten hat der Stadt Görlitz 2014 Potenzial bescheinigt, ohne vorerst die Aufnahme in die Tentativliste zu befürworten. Im Fokus der Bewertungen stand das architektonische Ensemble der Görlitzer Altstadt mit den typischen Hallenhäusern. Sie sind als herausragende Zeugnisse ihrer Epoche geeignet, das zentraleuropäische Handelssystem der frühen Neuzeit darzustellen. Es wurde empfohlen, diesen Aspekt weiter zu erforschen und für die Öffentlichkeit sichtbar zu machen.

Auf diesem Weg ist die Stadt Görlitz inzwischen weiter vorangeschritten.  Im Rahmen der Forschungen werden u.a. umfassende Eigentümerchroniken für 60 Häuser erstellt. Parallel dazu wird die Haus- und Bauforschung vertieft.

Aktuelle Informationen zum aktuellen Projektstatus: Webseite

Tourismusfachliche Stellungnahmen für Fördervorhaben

Für die Kofinanzierung diverser tourismusrelevanter Projekte über die verschiedenen Fördermittelkulissen (LEADER, GRW, INTERREG, FR-Regio, etc.) werden meist tourismusfachliche Stellungnahmen der zuständigen Destinationsmanagementorganisation (DMO) benötigt. In der Oberlausitz ist dies der Tourismusverband Oberlausitz-Niederschlesien e.V. (TVO) zusammen mit der Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH (MGO).

Alle Informationen dazu und Formulare erhalten Sie hier

Hinweis: Die Stellungnahme ist gebührenpflichtig. Für Mitglieder einer lokalen Tourismusorganisation (LTO) kostet diese 50 Euro. Für Görlitz gilt dafür die Mitgliedschaft im Tourismusverein Görlitz e.V. als ausreichend.

Kontakt Tourismusverein Görlitz e.V.

4. Innovationspreis Tourismus

21 kreative Ideen bzw. Bewerbungen sind aus dem gesamten Landkreis zum 4. Innovationspreis Tourismus eingereicht worden. Die Palette der Einreichungen reicht von Veranstaltungen und Stadtführungen über neue Freizeitangebote bis hin zu Erlebnisübernachtungen. Doch nicht nur die Vielfalt kann überzeugen. „Bei der Qualität der Bewerbungen können wir eine weitere Steigerung zum letzten Wettbewerb verzeichnen.“, freut sich Maja Daniel-Rublack von der Tourismuskooperation des Landkreises Görlitz.

Aus allen Bewerbungen hat die Fachjury zehn Konzepte ausgewählt, aus denen dann die drei Preisträger ermittelt worden sind. Für die Vorauswahl spielten u.a. Kriterien wie Innovation und Kreativität der Konzepte eine wesentliche Rolle. Das sind die glücklichen Gewinner:

  • Platz 3: PLAN B - ein Alternativer Stadtplan für Görlitz + RADFLOTTE - Kühlhaus Görlitz e.V. und Ring on Feier - Tradition und Zukunft Zittau e.V.
  • Platz 2 & PUBLIKUMSPREIS: Schwimmendes Neißecafé - Künstlerische Holzgestaltung Bergmann GmbH (Kulturinsel Einsiedel)
  • Platz 1: Ferienwaggons im Bahnhof Kurort Oybin der Zittauer Schmalspurbahn - Sächsisch-Oberlausitzer Eisenbahngesellschaft mbH

Die Auszeichnung der Besten und die Bekanntgabe des Publikumslieblings erfolgten zum IHK Tourismustag Oberlausitz am 21. März 2018 im Messe- und Veranstaltungspark Löbau.

Tourismusverein Görlitz e.V.

Der Tourismusverein  Görlitz e.V. wurde 1991 gegründet und versteht sich als Interessenvertretung der für Görlitz wichtigen Tourismusbranche. Ziele sind u.a. die Belebung der touristischen Nebensaison, die touristische Weiterentwicklung des Berzdorfer Sees, die Unterstützung der Bewerbung zum Unesco-Weltkulturerbe sowie die Etablierung einer hohen Dienstleistungsqualität in der Branche.

Der Tourismusverein Görlitz e.V. zählt mehr als 50 Firmen und Privatpersonen zu seinen Mitgliedern sowie die Stadtwerke Görlitz AG, die Volksbank und Raiffeisenbank Niederschlesien eG und die Verkehrsgesellschaft Görlitz GmbH als Fördermitglieder.

Görlitz als qualitativ hochwertiges Reiseziel

Die langfristige und nachhaltige Entwicklung des Reiseziels Görlitz führt über das Thema Qualität. Die Mitglieder des Tourismusvereins werden bei ihren Qualitätsbestrebungen durch den Verein aktiv unterstützt. Zahlreiche Leistungsträger orientieren sich dabei an den Qualitätssiegeln wie Dehoga oder ServiceQualität Deutschland.

Aktuell haben sich 14 Görlitzer Betriebe nach ServiceQualität zertifizieren lassen. Der Verein unterstützt seine Mitglieder im Rahmen der Zertifizierung und erstattet die Seminarkosten für die Ausbildung zum QualitätsCoach nach erfolgreicher Zertifizierung.

Zertifizierte Betriebe in Görlitz: Obermühle Görlitz, Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH, Touristbüro i-vent, Landskron BRAU-MANUFAKTUR, Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien eG, Romantik Hotel Tuchmacher, Jugendherberge Görlitz „Altstadt“, Taxi Menzel/Stadtschleicher, Görlitz Tourist, Little John Bikes Görlitz, Hotel Marschall DuRoc, Städtisches Klinikum Görlitz gGmbH, Görlitzer Kartoffelhaus, Personaris Unternehmensberatung

Mit der "ServiceQualität" ausgezeichnet: die Görlitz-Information

Bildquelle: Alexander Römisch, Sabine Wenzel, Vino e Cultura Görlitz, Nikolai Schmidt, Stadt Görlitz

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