Stadtplanung & Entwicklung

Stadthalle

Stadthalle Görlitz

Seit 2014 wurden wichtige Pflöcke als Wegmarken für die  Sicherung und Sanierung der Stadthalle Görlitz eingeschlagen. Nun geht es daran, mit den in Aussicht gestellten Fördermittel von knapp 40 Mio. € die Gesamtsanierung planerisch und baulich umzusetzen und die Stadthalle als bedeutende Konzerthalle wieder in Nutzung zu bringen. Durch die zügige Sanierung der Strebepfeiler und Erneuerung der Seitendächer wurde wichtige bauliche Sicherheit gewonnen. Die neue Stahlbetondecke trägt zur statischen Sicherung bei und verbessert den Brand- sowie Schallschutz. Der Einbau eines Aufzuges und Brandschutzmaßnahmen im Kleinen Saal sind abgeschlossen. Bereits 2019 wurde der kleine Saal der Stadthalle in den Sommermonaten nutzbar gemacht und durch das Theater Görlitz bespielt. Der Stadtrat hatte diese Planung aufgrund der bislang gesicherten Finanzierung bestätigt. Auch in 2020 wird es wieder private und öffentliche Veranstaltungen im Kleinen Saal geben.

Ohne Fördermittel und viele Befürworter aus Politik und Wirtschaft wäre es nicht möglich, die Stadthallensanierung voranzubringen. In einem ersten Bauabschnitt wurden 536,5 T€ Fördermittel und 68,5 T€ Eigenmittel verarbeitet. Das sind immerhin 605,0 T€ als Basis. Im zweiten Bauabschnitt kamen 1.662 T€ Fördermittel und 204 T€ Eigenmittel zum Einsatz. Weitere gut zwei Millionen Euro komplettierten den Abschnitt von der Sicherung zur Sanierung. Damit wurde dank Bund, Land und Denkmalschutz viel in die Görlitzer Stadthalle investiert und damit Grundlegendes für die Zukunft dieses Gebäudes geschaffen.

Die Gründung der Stadthallenstiftung ist erfolgreich vollzogen. OB Siegfried Deinege ist zum Vorsitzenden gewählt worden.  Arne Myckert, Geschäftsführer der KommWohnen Görlitz GmbH, ist sein Stellvertreter. Weitere Mitglieder des Stiftungsrates sind Matthias Block, Vorstandsvorsitzender der Görlitzer Stadtwerke, und Andreas Neumann, Schatzmeister des Fördervereins Stadthalle. Im Stiftungsvorstand sind Bürgermeister Dr. Michael Wieler, der Vorsitzende des Fördervereins Stadthalle e.V. Thomas Leder, Torsten Berndt, Bauingenieur und Projektleiter bei KommWohnen Görlitz und Sascha Caron, Leiter Vertrieb/Marketing/PR bei den Stadtwerken. Zum Vorsitzenden des Vorstandes wurde Michael Wieler gewählt, das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden bekleidet Thomas Leder. Das dritte Organ der Stiftung ist das Kuratorium. Es berät Stiftungsrat und Stiftungsvorstand zur Erreichung des Stiftungszwecks. Die Zusammensetzung des Kuratoriums, das vom Stiftungsrat berufen wird, steht noch nicht fest. Das Procedere hierzu wird derzeit beraten. Die Stifter sind die KommWohnen Görlitz GmbH, die Stadtwerke Görlitz AG, der Förderverein sowie die Stadt selbst. Das Grundstockvermögen beträgt dank der Stadt 50 TEUR (aus Altstadtstiftung), 200 TEUR von KommWohnen, 50 TEUR der SWG + 3 mal 50 TEUR im Jahr für Verbrauchsmittel (also nicht Stammkapital) – und dann noch gut 10 TEUR vom Verein mit der Zustiftung für Verbrauchsmaterial auf ca. 47 TEUR. Das bedeutet nicht, dass nun aus dem Vollen geschöpft werden kann. Aber mit der Stiftung sind finanzielle Eigenanteile möglich, die in Kombination mit Fördermitteln viel bewegen können.

Bisherige Arbeiten zur Sicherung und Sanierung sowie Nutzbarmachung des Kleinen Saales

1. Abschnitt – Kosten 0,6 Mio EUR:                                        

  • Errichtung einer temporären Stützkonstruktion zur Stabilisierung der Saallängswände
  • Sanierung und statische Ertüchtigung der Strebepfeiler
  • Erneuerung der Seitendächer

Abgeschlossen

2. Abschnitt – Kosten   1,88 Mio. €

  • Erneuerung der stark geschädigten Dächer über den Treppenhäusern und dem südlichen Foyer
  • Erneuerung der Dachabdichtung inkl. Schalung über dem Kleinen Saal
  • Ersatz der Decke Erdgeschoss unter dem Großen Saal
  • Erneuerung der Saalfenster im Großen Saal

Abgeschlossen

3. Abschnitt – Kosten      2,1 Mio. €

  • Komplette Rohbauarbeiten im Bereich Bühne und Kleiner Saal (hauptsächlich Untergeschoss) einschl. Herstellung eines Aufzugschachtes  und Bauwerksabdichtung
  • Einbau eines Aufzuges
  • Umbau der Elektroanlage inkl. Herstellen von Technik- und Hausanschlussräumen (Rohbau) für Installationen ab 4. BA
  • Erforderliche Brandschutzmaßnahmen zur Veranstaltungsnutzung des Kleinen Saales mit Zeitbefristung (Mai bis September von 15.00 bis 22.00 Uhr)

Abgeschlossen

Die Betreibung und Nutzung des Kleinen Saales ist derzeit nur mit Einschränkungen möglich, weil weitere Arbeiten an weitere Fördergelder und den Bauablauf mit Blick auf den Großen Saal gebunden sind. Es wurde keine funktionstüchtige Heizung eingebaut, daher die Beschränkung der Veranstaltungen auf die Monate Mai – September. Wir befinden uns derzeit auf einer Baustelle, in einem Stadium, in dem zunächst die Grundvoraussetzungen für eine spätere Sanierung der Innenräume und einem Einbau von Haustechnischen Anlagen geschaffen werden müssen.

 

Anfragen zur Nutzung des Kleinen Saales unter o.g. Voraussetzungen richten Sie bitte an :
Philipp Bormann
Tel. 03581 474716
Fax 03581 474736
p.bormann@g-h-t.de

 

Bund gibt 18 Millionen Euro für Görlitzer Stadthalle frei

Das Bundeskabinett hat im Juni 2018 über die Finanzförderung der Görlitzer Stadthalle in Höhe von 18 Millionen Euro positiv entschieden.

Dazu sagt Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU): „Görlitz hat eine ganz wichtige Aufgabe für die gesamte Region. Unsere Heimatstadt soll noch mehr wirtschaftliche Lokomotive werden für die gesamte Oberlausitz. Wir brauchen die wirtschaftliche Kraft auch für die Strukturentwicklung. Der Freistaat Sachsen ist deshalb in enger Abstimmung mit dem Görlitzer Oberbürgermeister und dem Landrat des Landkreises Görlitz. Wir haben gemeinsam noch viel vor. Mit der sanierten Görlitzer Stadthalle bekommt die Region einen hochwertigen Konzertsaal und ein modernes Tagungszentrum. Gerade in den besucherarmen Zeiten über die Wintermonate können so Gäste in die Stadt gezogen werden. Ich bin dem Görlitzer Oberbürgermeister Siegfried Deinege  und dem Baubürgermeister Dr. Michael Wieler sehr dankbar – sie haben mit Weitblick in den vergangenen Jahren die Sicherung und Sanierung Stück für Stück vorangetrieben. Der Freistaat Sachsen steht jedenfalls für Gespräche mit der Bundesregierung und der Stadt Görlitz über die Finanzierung der Gesamtinvestition bereit.“


 
Rückblick: Ausstellung „Mythos Europa“ der Künstlerin ANTOINETTE 

13.07. bis 28.10.2018

Zur Webseite der Ausstellung

Die Ausstellung war ein Höhepunkt im Jubiläumsjahr zum 20jährigen Bestehen der Europastadt Görlitz/Zgorzelec. Zur Webseite

 

 

Projektstudie zur Görlitzer Stadthalle

 

Ansprechpartner bei der Stadt Görlitz ist das Bau- und Liegenschaftsamt. Kontakt

 

Die Wilhelm-Sauer-Orgel:

Stadthalle Görlitz: Die Wilhelm-Sauer-Orgel

 

Stadthallenstiftung Görlitz – Ein Herz für die Stadthalle

Seit dem 6. Februar 2017 ist es amtlich: Das große Ziel, die Stadthalle Görlitz zu sanieren wird durch die neue Stadthallen-Stiftung zusätzlich forciert. Möglich wurde dies durch die Initiative der Stadt Görlitz, des Stadthallen-Fördervereins, der Stadtwerke Görlitz AG und der KommWohnen Görlitz GmbH sowie privater Unterstützer und Förderer. Hierzu können auch Sie gehören. weitere Informationen

 

Zur Geschichte der Görlitzer Stadthalle:

Geplant und gebaut wurde die Stadthalle vor allem für die Schlesischen Musikfeste, die erstmals 1876 im damaligen Hirschberg und ab 1878 bis 1942 in Görlitz stattfanden. Mit dem Bau wurde 1906 nach Plänen des Architekten Bernhard Sehring begonnen, im Oktober 1910 konnte das im Jugendstil erbaute Haus eingeweiht werden.

Der Saalbau besitzt große Korbbogenfenster und einen flach gegiebelten Eingangsbereich mit Vestibül.

An der Rückwand des Saales oberhalb der Bühnenstufen befindet sich die Sauerorgel, die den Namen des Erbauers trägt. Die Konzertorgel verfügt über 72 klingende Stimmen sowie vier Manuale und Pedale. Die Orgel gilt als die einzige original erhaltene Konzertorgel mit spätromantischer Klangfarbe.

In den langseitigen zweigeschossigen Trakten befinden sich die Garderoben und die seitlichen Eingänge für das Parkett und den Rang. Der zum Garten gerichtete rückwärtige Teil nimmt Gaststätte und Bankettsaal auf. Putten und Vasen in Kunststeinguss besetzen im Takt der Fassadengliederungen die Traufzonen der verschiedenen Ebenen des reichgegliederten Baukörpers.

Konzipiert wurde die Stadthalle für 2000 Besucher und für Chöre, Orchester und Orgel bis zu einer tausendköpfigen Besetzung. Neben dem Konzerthaus von 1876 und dem Wilhelmtheater von 1889 war dies das dritte Gebäude für anspruchsvolle musikalische Großveranstaltungen.

1996 wurde die Tradition der Schlesischen Musikfeste wieder aufgenommen und bis zur Schließung der Stadthalle 2005 alle zwei Jahre fortgeführt.

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