Stadtplanung & Entwicklung

Stadthalle

Stadthalle Görlitz

In den vergangenen zwei Jahren wurden wichtige Pflöcke als Wegmarken der Sicherung (ist abgeschlossen) und der Sanierung (läuft) eingeschlagen. Nun geht es daran, tragfähige bauliche und finanzielle Konzepte für die weitere Sanierung zu entwickeln. Durch die zügige Sanierung der Strebepfeiler und Erneuerung der Seitendächer wurde wichtige bauliche Sicherheit gewonnen. Die neue Stahlbetondecke trägt zur statischen Sicherung bei und verbessert den Brand- sowie Schallschutz. Der Einbau eines Aufzuges und Brandschutzmaßnahmen im Kleinen Saal sind in Vorbereitung. Voraussichtlich wird 2019 der kleine Saal der Stadthalle in den Sommermonaten nutzbar sein. Der Stadtrat hat diese Planung aufgrund der bislang gesicherten Finanzierung bestätigt.

Ohne Fördermittel und viele Befürworter aus Politik und Wirtschaft wäre es nicht möglich, die Stadthallensanierung voranzubringen. In einem ersten Bauabschnitt wurden 536,5 T€ Fördermittel und 68,5 T€ Eigenmittel verarbeitet. Das sind immerhin 605,0 T€ als Basis. Im zweiten Bauabschnitt kommen 1.662 T€ Fördermittel und 204 T€ Eigenmittel zum Einsatz. Weitere gut zwei Millionen Euro komplettieren den Abschnitt von der Sicherung zur Sanierung. Damit wird dank Bund, Land und Denkmalschutz viel in die Görlitzer Stadthalle investiert und damit Grundlegendes für die Zukunft dieses Gebäudes geschaffen.

Die Gründung der Stadthallenstiftung ist erfolgreich vollzogen. OB Siegfried Deinege ist zum Vorsitzenden gewählt worden.  Arne Myckert, Geschäftsführer der KommWohnen Görlitz GmbH, ist sein Stellvertreter. Weitere Mitglieder des Stiftungsrates sind Matthias Block, Vorstandsvorsitzender der Görlitzer Stadtwerke, und Andreas Neumann, Schatzmeister des Fördervereins Stadthalle. Im Stiftungsvorstand sind Bürgermeister Dr. Michael Wieler, der Vorsitzende des Fördervereins Stadthalle e.V. Thomas Leder, Torsten Berndt, Bauingenieur und Projektleiter bei KommWohnen Görlitz und Sascha Caron, Leiter Vertrieb/Marketing/PR bei den Stadtwerken. Zum Vorsitzenden des Vorstandes wurde Michael Wieler gewählt, das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden bekleidet Thomas Leder. Das dritte Organ der Stiftung ist das Kuratorium. Es berät Stiftungsrat und Stiftungsvorstand zur Erreichung des Stiftungszwecks. Die Zusammensetzung des Kuratoriums, das vom Stiftungsrat berufen wird, steht noch nicht fest. Das Procedere hierzu wird derzeit beraten. Die Stifter sind die KommWohnen Görlitz GmbH, die Stadtwerke Görlitz AG, der Förderverein sowie die Stadt selbst. Das Grundstockvermögen beträgt dank der Stadt 50 TEUR (aus Altstadtstiftung), 200 TEUR von KommWohnen, 50 TEUR der SWG + 3 mal 50 TEUR im Jahr für Verbrauchsmittel (also nicht Stammkapital) – und dann noch gut 10 TEUR vom Verein mit der Zustiftung für Verbrauchsmaterial auf ca. 47 TEUR. Das bedeutet nicht, dass nun aus dem Vollen geschöpft werden kann. Aber mit der Stiftung sind finanzielle Eigenanteile möglich, die in Kombination mit Fördermitteln viel bewegen können. 

Mit den von Ihnen erwähnten Mitteln, die im Juni übergeben wurden, wird in erster Linie der Kleine Saal denkmalgerecht instandgesetzt, um ihn schnellstmöglich einer Nutzung für die Görlitzer und ihre Gäste zuzuführen. Ebenfalls können die technischen Anlagen des Gebäudes saniert und ein Fahrstuhl eingebaut werden.

 

Geplante Sicherung und Sanierung bis zur Nutzbarmachung des Kleinen Saales

1. Abschnitt – Kosten 0,6 Mio EUR:                                        

  • Errichtung einer temporären Stützkonstruktion zur Stabilisierung der Saallängswände
  • Sanierung und statische Ertüchtigung der Strebepfeiler
  • Erneuerung der Seitendächer

Abgeschlossen

2. Abschnitt – Kosten   1,88 Mio. €

  • Erneuerung der stark geschädigten Dächer über den Treppenhäusern und dem südlichen Foyer
  • Erneuerung der Dachabdichtung inkl. Schalung über dem Kleinen Saal
  • Ersatz der Decke Erdgeschoss unter dem Großen Saal
  • Erneuerung der Saalfenster im Großen Saal

In Ausführung

3. Abschnitt – Kosten      2,2 Mio. €

  • Komplette Rohbauarbeiten im Bereich Bühne und Kleiner Saal (hauptsächlich Untergeschoss) einschl. Herstellung eines Aufzugschachtes  und Bauwerksabdichtung
  • Einbau eines Aufzuges
  • Umbau der Elektroanlage inkl. Herstellen von Technik- und Hausanschluss-räumen (Rohbau) für Installationen ab 4. BA
  • Erforderliche. Brandschutzmaßnahmen zur Veranstaltungsnutzung des Kleinen Saales mit Zeitbefristung (Mai bis September von 15.00 bis 22.00 Uhr)

Die Klärung der Finanzierung läuft.

4. Abschnitt – Kosten   2,0 Mio. €

  • Erneuerung der techn. Ausrüstung (Elektroinst., Heizung, Lüftung, Sanitär innerhalb der Gebäudeachse Kleiner Saal)
  • Ausbau notwendiger Nebenräume wie Künstlergarderoben, Toiletten, Büro und eingeschränkte gastronomische Versorgung
  • Kompletter Ausbau Kleiner Saal einschl. Vor- und Nebenräume, Treppenhäuser, einschl. Erneuerung der Fenster
  • Ziel: Ganzjährige Nutzung Kleiner Saal

5. Abschnitt – Kosten  1,5 Mio. €

  • Ausbau des Konferenzbereiches
  • Fertigstellung der Räume im Untergeschoss
  • Erneuerung der südlichen Zugangsbrücke

 

Die Sanierung des Kleinen Saales ist derzeit nur mit Einschränkungen bis 2019 zu betreiben, weil weitere Arbeiten an weitere Fördergelder und den Bauablauf mit Blick auf den Großen Saal gebunden sind. Es wird erstmal keine funktionstüchtige Heizung vorhanden sein, daher die Beschränkung der Veranstaltungen auf die Monate Mai – September. Wir befinden uns derzeit auf einer Baustelle, in einem Stadium in dem zunächst die Grundvoraussetzungen für eine spätere Sanierung der Innenräume und einem Einbau von Haustechnischen Anlagen geschaffen werden müssen (also dichtes Dach, trockener Keller, statische Sicherheit, Schaffen der notwendigen Grundrisslösungen).

 

Stand: Herbst 2017

Projektstudie zur Görlitzer Stadthalle

 

Ansprechpartner bei der Stadt Görlitz ist das Bau- und Liegenschaftsamt. Kontakt

 

Die Wilhelm-Sauer-Orgel:

Stadthalle Görlitz: Die Wilhelm-Sauer-Orgel

 

Stadthallenstiftung Görlitz – Ein Herz für die Stadthalle

Seit dem 6. Februar 2017 ist es amtlich: Das große Ziel, die Stadthalle Görlitz zu sanieren wird durch die neue Stadthallen-Stiftung zusätzlich forciert. Möglich wurde dies durch die Initiative der Stadt Görlitz, des Stadthallen-Fördervereins, der Stadtwerke Görlitz AG und der KommWohnen Görlitz GmbH sowie privater Unterstützer und Förderer. Hierzu können auch Sie gehören. weitere Informationen

 

Zur Geschichte der Görlitzer Stadthalle:

Geplant und gebaut wurde die Stadthalle vor allem für die Schlesischen Musikfeste, die erstmals 1876 im damaligen Hirschberg und ab 1878 bis 1942 in Görlitz stattfanden. Mit dem Bau wurde 1906 nach Plänen des Architekten Bernhard Sehring begonnen, im Oktober 1910 konnte das im Jugendstil erbaute Haus eingeweiht werden.

Der Saalbau besitzt große Korbbogenfenster und einen flach gegiebelten Eingangsbereich mit Vestibül.

An der Rückwand des Saales oberhalb der Bühnenstufen befindet sich die Sauerorgel, die den Namen des Erbauers trägt. Die Konzertorgel verfügt über 72 klingende Stimmen sowie vier Manuale und Pedale. Die Orgel gilt als die einzige original erhaltene Konzertorgel mit spätromantischer Klangfarbe.

In den langseitigen zweigeschossigen Trakten befinden sich die Garderoben und die seitlichen Eingänge für das Parkett und den Rang. Der zum Garten gerichtete rückwärtige Teil nimmt Gaststätte und Bankettsaal auf. Putten und Vasen in Kunststeinguss besetzen im Takt der Fassadengliederungen die Traufzonen der verschiedenen Ebenen des reichgegliederten Baukörpers.

Konzipiert wurde die Stadthalle für 2000 Besucher und für Chöre, Orchester und Orgel bis zu einer tausendköpfigen Besetzung. Neben dem Konzerthaus von 1876 und dem Wilhelmtheater von 1889 war dies das dritte Gebäude für anspruchsvolle musikalische Großveranstaltungen.

1996 wurde die Tradition der Schlesischen Musikfeste wieder aufgenommen und bis zur Schließung der Stadthalle 2005 alle zwei Jahre fortgeführt.

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