Erlebnis Görlitz

Europastadt Görlitz/Zgorzelec

Willkommen in der für viele schönsten Stadt Deutschlands

Wenn Sie zum ersten Mal nach Görlitz kommen, werden Sie vor allem von der architektonischen Vielfalt überwältigt sein: 4000 größtenteils aufwendig sanierte Einzeldenkmale aus Gotik, Renaissance, Barock, Jugendstil und Gründerzeit; prächtige Zeugnisse aus mehr als 500 Jahren europäischer Baugeschichte – der Superlative gibt es viele über die Schönheit der Stadt an der Neiße. Von der Pracht der mittelalterlichen Tuchmacher-Häuser am historischen Untermarkt über die Barockbauten des Obermarktes bis hin zum geschlossenen Gründerzeitviertel: Die reiche Geschichte der Stadt im deutsch – tschechisch – polnischen Dreiländereck ist allgegenwärtig.

Das beeindruckende Stadtbild begeistert nicht nur Besucher, sondern regelmäßig auch nationale und internationale Filmproduzenten, die neben der traumhaften Kulisse besonders die Gastlichkeit der Görlitzer schätzen. Ob in gemütlichen Restaurants und Cafés in mittelalterlichen Gemäuern, bei den zahlreichen kulturellen Veranstaltungen im europäischen Flair der deutsch-polnischen Europastadt, auf Shoppingtour oder ganz entspannt am traumhaften See vor den Toren der Stadt – Görlitz hat viel zu bieten.

Seit der Erweiterung der Europäischen Union im Jahre 2004 ist die Stadt in die Mitte des Kontinents gerückt. Gemeinsam mit Zgorzelec, dem auf der östlichen Seite der Neiße gelegenen polnischen Stadtteil, hat sich Görlitz 1998 zur Europastadt erklärt und liefert ein Beispiel dafür, wie die Menschen zweier Nationen Grenzen überwinden können. Internationales Miteinander in allen Bereichen bildet seitdem die Basis für die spannende Weiterentwicklung der Stadt in Europa. Die Lage im Dreiländereck macht Görlitz zudem zu einem  perfekten Ausgangspunkt für Kurztrips in die Oberlausitz, nach Polen oder Tschechien, zum Beispiel zum UNESCO Weltkulturerbe Fürst-Pückler-Park, nach Breslau oder nach Prag.

Und Action: Willkommen in Görliwood®

Mit viel Charme und einer romantischen Atmosphäre begeistert Görlitz immer wieder. Zahlreiche Filmproduzenten schwärmen von der vielseitigen Kulisse der Neißestadt. Sie war erstmals in den 50er Jahren Drehort und seitdem sind hier über 100 Produktionen entstanden, dazu zählen u.a.  „Der Vorleser“, „Inglourious Basterds“, „Goethe!“, „Die Bücherdiebin“ und das starbesetzte „The Grand Budapest Hotel“.

Herrlich unaufgeregt zeigen sich die Bewohner selbst und verbuchen damit bei Kate Winslet, Emma Thompson, Wes Andersen und anderen Filmgrößen einen weiteren Pluspunkt: sich meist unbehelligt im Stadtbild von „Görliwood“ bewegen zu können, wie Görlitz inzwischen von vielen liebevoll genannt wird. Nicht zuletzt sind die Filmdrehs auch ein wichtiger Aspekt für die lokale Wirtschaft, profitieren doch Hotels, Gastgewerbe, Handwerker und Dienstleister von der Anwesenheit der Filmcrews.

Der 15. Meridian

Wer in Görlitz nach der Uhrzeit fragt, darf mit einer besonders genauen Auskunft rechnen. Durch die Lage auf dem 15. Meridian entspricht die Zeitangabe hier nämlich exakt der mitteleuropäischen Zeit. Der Meridianstein – eine steinerne Erdkugel – unweit der Stadthalle markiert diese Besonderheit der Stadt. Aufgestellt wurde er 1961 anlässlich des ersten bemannten Raumfluges von Juri Gagarin. Schöpfer und Stifter war der Görlitzer Steinmetzmeister und Bildhauer Carl Däunert.

 

Das reale Märchen der Görlitzer „Altstadt-Million“

Die heutige Pracht des Görlitzer Stadtbildes verdankt die Stadt umsichtiger Sanierung, privater und gesellschaftlicher Initiative und Engagement und zu großen Teilen auch einer unbekannten  Spenderin bzw. einem unbekannten Spender. Seit 1995 und fortan jährlich hat dieser Gönner der Stadt Görlitz eine Million D-Mark bzw. 511.500 Euro zur Sanierung denkmalgeschützter Gebäude zukommen lassen. Die eigens dafür gegründete Altstadtstiftung konnte die Restaurierung von insgesamt 1572 privater, kommunaler und kirchlicher Gebäude unterstützen. Im Frühjahr 2016 wurde die finale Zahlung von 340.000 Euro dankbar entgegengenommen.

Der Wunsch der Spenderin/des Spenders ist und bleibt es, anonym zu bleiben. Die für die jährlichen Überweisungen zuständige Kanzlei ließ alle Neugierigen wissen, dass die Geldquelle sofort versiegt, falls der Name des mysteriösen Wohltäters bekannt würde. Die Stadt respektiert dies und zeigt ihre Dankbarkeit dem edlen Spender heute auf andere Weise, indem sie die mit seiner Hilfe geförderten Sanierungsobjekte mit einer Edelstahltafel kennzeichnet.

Görlitz und der Zipfelbund

Wen es in Deutschland in die äußersten Randlagen treibt, der kommt im Osten nach Görlitz, im Süden nach Oberstdorf, im Norden nach List auf Sylt und im Westen nach Selfkant. Diese schönsten Ecken Deutschlands haben 1999 zum Tag der Deutschen Einheit in Wiesbaden den Zipfelbund ins Leben gerufen und arbeiten seit dem auf unterschiedlichen Ebenen zusammen.

Der Zipfelbund ist vor allem auch eine Einladung zu einer außergewöhnlichen Reise, denn Besucher erwarten die ganze Vielfalt Deutschlands: historische Städte und ländliche Idylle, malerische Strände und traumhafte Berglandschaften. Begleiter auf der Zipfeltour ist der Zipfelpass: Wer innerhalb von vier Jahren einen Stempel für die Übernachtung in jedem Zipfelort sammelt, erhält eine Zipfel-Überraschung. 

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Bildquelle: Bild oben rechts: Rainer Weisflog, großes Bild oben: Sabine Wenzel, kleines Foto Görliwood: Die Partner GmbH, großes Foto unten: Rainer Michel

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