Denkmal Görlitz

Türme & Wehrbauten

Vogtshof

Bereits vor der Entstehung der Stadt befand sich hier die Burg des Landesherrn zum Schutz des Neißeüberganges an der via regia. Seit dem 13. Jahrhundert waren im "Foteshof" die Wohnung des obersten landesherrlichen Beamten und der Sitz des Amtshauptmannes. Er ist das älteste politische Zentrum der Stadt. Zwischen 1826 und 1830 wurde der Vogtshof durch den preußischen Staat zur Garnisonskaserne und Strafanstalt umgebaut. Nach 1945 diente er verschiedenen Zwecken, 1975 zogen hier ein Studentenwohnheim und Teile des Ratsarchivs ein.

Adresse: Bei der Peterskirche 6-7, 02826 Görlitz

Nikolaizwinger

Der Nikolaizwinger ist einer der beiden Reste des doppelten Stadtmauerringes von Görlitz. Dieser schützte ursprünglich mit vier Stadttürmen, zahlreichen Bastionen und mächtigen Toranlagen die Stadt. Die angrenzende Hotherbastei ist die letzte erhaltene Eckbastion. Die großen Kanonenschießscharten weisen auf ihre Verwendung zur Sicherung der Nikolai- und Neißevorstadt hin. 1953/54 wurde der Zwinger als Gartenanlage im Rahmen des Nationalen Aufbauwerkes von Görlitzer Bürgern nach Entwürfen des Gartenarchitekten Henry Kraft umgestaltet. In den 1990er Jahren wurden diese Strukturen in modifizierter Form wieder aufgegriffen.

Adresse: Nikolaistraße, 02826 Görlitz

Stadtmauer

Ausgangspunkt der Stadtentstehung etwa um 1220 ist die damalige Burg des königlich böhmischen Landesherrn, das Gebiet an der Peterskirche und des Vogtshofes. Die Hochebene bot größeren Schutz vor Angreifern und bessere Bedingungen zur Verteidigung der Stadtanlage. Nach 1250 wurde das Stadtgebiet erweitert und die wahrscheinlich hölzernen Palisaden nach und nach durch steinerne Befestigungen ersetzt.

mehr lesen

Nikolaiturm

1348 zum ersten Mal erwähnt, gehörte der Nikolaiturm mit seiner 1848 abgebrochenen Toranlage bis ins 19. Jahrhundert zum Verteidigungsring der Stadt. Nach dem Stadtbrand von 1717 wurde die steile Spitze durch eine Kuppel und Laterne ersetzt. Wie bei den anderen Stadttürmen war auch hier der ursprüngliche Zugang über die Stadtmauer und eine Außentreppe. 1903 verließ der letzte Türmer die Wohnung im Obergeschoss. Seit 1969 wird der Bau von den Görlitzer Heimatforschern e.V. als Ausstellungs- und Aussichtsturm bewirtschaftet.

Adresse: Nikolaistraße, 02826 Görlitz

Reichenbacher Turm

1376 zum ersten Mal erwähnt, wurde der Turm mehrfach umgebaut. Bis 1848 waren er und der angrenzende Zugang zur Stadt durch zwei hohe Schildmauern mit dem Kaisertrutz verbunden. Der Fußgängerdurchgang im Turm entstand erst 1869. Nach der Anbringung von Zugankern für die Stabilität des Turmes erhielt der Görlitzer Maler Arno Henschel den Auftrag zur Anfertigung der Wappenschilde. Diese zeigen in der oberen Reihe die Wappen der Länder, zu denen Görlitz im Laufe seiner Geschichte gehört hat und unten die Wappen der Sechsstädte.

mehr lesen

Kaisertrutz

Zur Verteidigung der Stadt besaß Görlitz einstmals 32 Basteien, von denen heute noch vier erhalten sind – unter ihnen der Kaisertrutz.

mehr lesen

Ochsenbastei

Den Namen erhielt dieser Teil der Görlitzer Stadtmauer von dem hier entlangführenden Weg zur Viehweide. Die Bastei schützte einen Nebenausgang der Stadt. Dieses "Tor an der Kahle" wurde 1834 abgerissen. Als öffentliche Grünanlage zwischen innerer und äußerer Stadtmauer wurde die Ochsenbastei 1963 umgestaltet und 1999/2000 umfassend renoviert.

Adresse: Uferstraße, 02826 Görlitz

Dicker Turm oder Frauenturm

Bereits 1305 werden ein Steintor und ein Steinturm, bezeichnet nach ihrer Lage am Ausgang der Steinstraße, erwähnt. Sein Aussehen hat das Bauwerk über die Jahrhunderte nur wenig verändert. Jedoch wurde im 16. Jahrhundert der oben ursprünglich offene Umgang geschlossen. Die Mauern haben im unteren Bereich eine Dicke von 5,34 m. Das Steinrelief von Briccius Gauske war seit 1477 am äußeren Frauentor eingemauert. Nach dem Abriss des Tores erhielt es 1852 seinen jetzigen Standort. Maria und Barbara halten das 1433 von Kaiser Sigismund verliehene Stadtwappen.

Adresse: Elisabethstraße, 02826 Görlitz

Quelle: Alexander Römisch
Quelle: Alexander Römisch
Impressum Datenschutz Button - Nach oben scrollen