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Denkmalpflege

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Görlitz – Stadtdenkmal vom Spätmittelalter bis zum 20. Jahrhundert

Die Stadt Görlitz sieht zurück auf eine wechselvolle Geschichte von der bedeutenden mittelalterlichen Handelsmetropole bis hin zur anspruchsvollen Wohnstadt des 19. und 20. Jahrhunderts. Über die Zeiten hinweg ist ein Stadtbild gewachsen, das heute mit 3600 Einzeldenkmalen das größte zusammenhängende Flächendenkmal in Deutschland darstellt. Von außergewöhnlichem universellen Wert ist dieses Stadtdenkmal unter drei Aspekten:

Görlitz war in den entscheidenden Epochen seiner Geschichte eine wirtschaftlich blühende Kommune mit einem wohlhabenden Bürgertum. Die Bauten dieser reichen Stadt sind der Kunstgeschichte lückenlos erhalten, und dies in einer außerordentlichen architektonischen Qualität. Sakral- und Profanbauten aus Gotik, Renaissance und Barock ebenso wie aus der Zeit von Historismus, Jugenstil und Neuem Bauen machen Görlitz zu einem dreidimensionalen Lehrbuch der Architekturgeschichte.

Das Gesamtensemble Görlitz ist ein städtebauliches Kunstwerk von höchster Vollkommenheit. Das rhythmische Zusammenspiel von Architektur und Städtebau ist an jeder Stelle erlebbar.

Der lückenlose Baubestand der Stadt Görlitz ist schließlich ein Denkmal kulturgeschichtlicher Entwicklung.
Görlitz blieb in seiner jahrhundertelangen Geschichte von Kriegszerstörungen nahezu verschont.

Modernisierungsprojekte und städtebauliche Kahlschläge der Nachkriegszeit gingen an Görlitz vorüber. So ist ein Baubestand erhalten, wie er in so reichem Ausmaß, in vergleichbarer Wertigkeit und in so unverfälschter Qualität anderswo in Deutschland nicht zu finden ist.

Text: A. Bednarek, gekürzt

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