Kirchen & Kapellen

Pfarrkirche St. Peter und Paul

Pfarrkirche St. Peter und Paul

Hoch über der Neiße thronend ist die Peterskirche das Wahrzeichen der Stadt. Nähert man sich ihr vom Osten, bietet sich dem Betrachter ein imposanter Anblick: der mächtige Ostchor mit dem spitz aufragenden Kupferdach über eine Länge von 72 Metern kündet von der einstigen Wehrhaftigkeit der Stadt, aber auch ihrem Reichtum. Sie ist vermutlich die älteste Kirche der Stadt, die aus einer frühen Burgkirche des 11. Jahrhunderts hervorging. Mit Herausbildung der städtischen Kommune am Beginn des 13. Jahrhunderts stieg sie zur Stadtpfarrei auf. 1372 wurde die Peter- und Paulskirche, wie ihr vollständiges Patrozinium lautet, zur alleinigen Hauptkirche der Stadt, während die Nikolaikirche zu ihrem Filial herabsank. Im Zeitalter der Gotik erfolgte 1423 der Umbau zu einer mächtigen fünfschiffigen Hallenkirche, verziert mit zahlreichen Türmen, der auch äußerlich den gewachsenen Rang dokumentieren sollte.

Die Görlitzer Peterskirche ist die größte und älteste Kirche dieses Typs in Sachsen und wurde zum Vorbild für alle späteren Anlagen. Ihre Konzeption verdankt sie vermutlich Konrad Pflüger. Die starke Erweiterung nach Osten, Richtung Neiße erforderte zur Abstützung des Baus die Errichtung einer eigenen Unterkirche, die dem Hl. Georg geweiht ist. 1497 war die Anlage endlich fertig gestellt. Aber knapp 200 Jahre später, 1691, fiel die Kirche einem Brand zum Opfer. Lediglich Teile der Westfassade vermitteln noch einen Eindruck von dem ursprünglichen, gewaltigen Bau. Der Neubau wurde jedoch unverzüglich in Angriff genommen, und schon knapp fünf Jahre später konnte die neue Kirche mit einem feierlichen Gottesdienst seiner alten Bestimmung übergeben werden. Aus jener Zeit stammt der prächtige Hochaltar von George Herrmann. Die Orgel ist ein Werk des aus Italien stammenden kaiserlichen Hoforgelbaumeisters Eugenio Casparini, während den Orgelprospekt Conrad Büchau schuf. Die neogotischen Türme aus Kunststein sind erst Zierrat aus dem Jahre 1891. Zahlreiche liturgische Geräte aus der Sakristei künden vom Rang der Kirche und belegen die enge Verbindung nach Böhmen. Hervorzuheben ist die Taufglocke, ein Bronzeguss aus dem 14. Jahrhundert sowie die weiteren zahlreichen gotischen Elemente.

Adresse:
Bei der Peterskirche 9, 02826 Görlitz


Öffnungszeiten:
Mo - Sa 10.00 - 18.00 (16.00) Uhr
So/Feiertage 11.45 - 18.00 (16.00) Uhr
Gottesdienst: So 10.00 Uhr

Orgelpunkt (Anspiel der Sonnenorgel):
Sonn- und Feiertage sowie von April bis Okt auch Dienstag und Donnerstag jeweils 12.00 Uhr

Weitere Informationen zur Sonnenorgel
Website

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