zurück zur Übersicht

Einladung zu Gedenkveranstaltungen zum Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges in der Europastadt Görlitz/Zgorzelec

Einladung zu Gedenkveranstaltungen zum Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkrieges in der Europastadt Görlitz/Zgorzelec

vom 21.04.2026

Der 8. Mai 1945 steht für das Ende des Zweiten Weltkrieges in Europa und für die Befreiung vom Nationalsozialismus. Zum Jahrestag des Kriegsendes in Europa laden die Städte Görlitz und Zgorzelec zu folgenden Veranstaltungen ein, um am 8. Mai gemeinsam der Opfer zu gedenken:

10:00 Uhr | Gedenken auf dem ehemaligen Stalag VIII A-Gelände, Kozlice 1, Zgorzelec 

12:00 Uhr | Gedenken der Stadt Zgorzelec auf dem Friedhof der II. Polnischen Armee, Adlerdenkmal Zgorzelec

14:00 Uhr | Gedenkveranstaltung der Europastadt Görlitz/Zgorzelec | Altstadtbrücke

Die Ansprachen halten Octavian Ursu, Oberbürgermeister der Stadt Görlitz, und Rafał Gronicz, Bürgermeister der Stadt Zgorzelec. Die musikalische Umrahmung gestaltet PhilMehr! e. V.

 

Messiaen-Tage in Görlitz und Zgorzelec

Ebenfalls möchten wir Sie auf die Messiaen-Tage 2026 hinweisen. Die Messiaen-Tage in Görlitz und Zgorzelec erinnern an das ehemalige Kriegsgefangenenlager Stalag VIII A und an das Schicksal der Kriegsgefangenen.

Zwischen 1939 und 1945 waren dort über 120.000 Soldaten inhaftiert, rund 12.000 starben. Der französische Komponist Olivier Messiaen schrieb hier sein „Quartett für das Ende der Zeit“, das 1941 im Lager uraufgeführt wurde. Das Festival wird vom Verein Meetingpoint Memory Messiaen e. V. organisiert, der die Geschichte des ehemaligen Kriegsgefangenenlagers Stalag VIII A erforscht, vermittelt und im öffentlichen Bewusstsein verankert. Ein Schwerpunkt liegt auf der grenzüberschreitenden Erinnerungsarbeit zwischen Deutschland und Polen sowie auf internationalen Jugendbegegnungen.

 

Programm der Messiaen-Tage im Mai

Die Messiaen-Tage im Mai 2026 finden vom 1. bis 3. Mai in Görlitz und Zgorzelec statt und verbinden Konzerte, Ausstellungen und historisch-politische Bildungsformate.

Zum Auftakt am 1. Mai wird in der Görlitzer Innenstadt eine Pop-up-Ausstellung zur Geschichte des Festivals und zum historischen Kontext eröffnet. Die Eröffnung wird von einem Auftritt der EuropaChorAkademie begleitet. Am Abend folgt ein Konzert im ehemaligen Stalag VIII A, bei dem das Ensemble Écoute gemeinsam mit jungen Instrumentalistinnen und Instrumentalisten aus Deutschland, Polen und Frankreich Werke aus einer internationalen Zusammenarbeit präsentiert.

Der 2. Mai steht im Zeichen historischer Einordnung und künstlerischen Austauschs. Auf dem Gelände der Gedenkstätte Stalag VIII A führen Dr. Johannes Bent und Dr. Katarzyna Bartos durch den Ort und erläutern Messiaens Haftzeit sowie den Entstehungskontext seines Quartetts. Anschließend diskutieren Prof. Grażyna Pstrokońska-Nawratil, Dr. hab. Adam Porębski und Dr. Bartos in Zgorzelec Fragen zeitgenössischer Musik und Messiaens Einfluss. Am Abend folgt ein Kammerkonzert der EuropaChorAkademie und des Ensemble Écoute.

Am 3. Mai rückt die regionale Geschichte in den Fokus. Eine Fahrradtour mit Alexandra Grochowski führt zu Orten der NS-Zwangsarbeit. Danach gibt Dr. Johannes Bent im Schlesischen Museum Einblicke in aktuelle Forschungen zum Stalag VIII A und stellt ein Citizen-Science-Projekt vor. Den Abschluss bildet das Konzert „Displaced Persons“ der Sinfonietta Dresden im Kulturforum Görlitzer Synagoge.

Tickets für alle Veranstaltungen sowie das Festivalticket sind über die Website www.messiaen-tage.eu sowie in der Görlitzer Tourismusinformation (Obermarkt 32) und im Büro des Veranstalters (Demianiplatz 40) erhältlich. Dort steht auch das Programmheft zum Festival bereit, das zusätzliche Einblicke in die Hintergründe und das Programm der Messiaen-Tage bietet.