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Studie startet: 24.000 Menschen im Freistaat werden zu Sicherheitsgefühl und Kriminalität befragt

Studie startet: 24.000 Menschen im Freistaat werden zu Sicherheitsgefühl und Kriminalität befragt

vom 21.04.2026

Illustration: freepik.com

Wie sicher fühlen sich die Menschen in Sachsen? Welche Erfahrungen haben sie mit Kriminalität gemacht und wie bewerten sie die Polizei? Diesen Fragen geht aktuell eine große Befragung nach.

Im April werden in Sachsen 24.000 Menschen zum Thema Kriminalität und ihren Sicherheitsgefühl befragt. Die Befragung erfolgt im Rahmen der Studie »Sicherheit und Kriminalität in Deutschland« des Bundeskriminalamts (BKA) und der Polizeien der Länder. Bundesweit erhalten mehr als 200.000 Personen ab 16 Jahren dazu einen Fragebogen per Post zugeschickt. Den sächsischen Teil der SKiD-Befragung führt das BKA in Kooperation mit dem Sächsischen Institut für Polizei- und Sicherheitsforschung (SIPS) durch, das als Ansprechpartner vor Ort fungiert, ein länderspezifisches Fragenmodul für den Freistaat Sachsen betreut und eigene Analysen durchführt. Ziel der Bevölkerungsbefragung ist es, umfassende Erkenntnisse über die Entwicklung der Kriminalität, eigene Opfererfahrungen, das Sicherheitsgefühl der Menschen und ihre Erfahrung mit der Polizei zu erlangen.

 

Warum ist eine Teilnahme an der Studie sinnvoll?

Grundsätzlich gilt: Je mehr Menschen an der Befragung teilnehmen, desto verlässlicher sind die Ergebnisse. Eine solide Datenbasis hilft dabei, aus der SKiD‑Studie konkrete Maßnahmen für die Polizei und andere gesellschaftliche Akteure abzuleiten, um die Bevölkerung besser vor Kriminalität zu schützen. Die Ergebnisse der Studie fließen außerdem in den Dritten Periodischen Sicherheitsbericht des Freistaats Sachsen ein. Dort werden offizielle Kriminalitätszahlen („Hellfelddaten“) mit Erkenntnissen aus Dunkelfeldstudien und Sicherheitsbefragungen zusammengeführt. Auf diese Weise kann SKiD eine wichtige Grundlage für eine faktenbasierte Diskussion über die Sicherheitslage im Freistaat bieten.

 

Wie wird befragt und die Anonymität sichergestellt?

Das BKA hat das Umfrageinstitut Verian mit der Durchführung der Befragung beauftragt. Die Anonymität aller Teilnehmenden ist vollständig geschützt. Wie bei repräsentativen Befragungen üblich, wurden die Kontaktdaten vom Umfrageinstitut per Zufall aus den Melderegistern der Städte und Gemeinden ausgewählt. Grundlage dafür ist § 46 des Bundesmeldegesetzes. Verian gibt ausschließlich anonymisierte Daten – ohne Namen oder Adressen – zur Auswertung an das BKA weiter.

Die zufällig ausgewählten Personen können den Fragebogen schriftlich oder online ausfüllen. Die Teilnahme ist freiwillig. Die Internetadresse und der persönliche Zugangscode stehen auf der Titelseite des zugesandten Fragebogens. Ein Rückumschlag liegt ebenfalls bei und das Porto wird übernommen.

 

Hintergrund der SKiD-Studie

Die Dunkelfeldstudie »Sicherheit und Kriminalität in Deutschland« (SKiD) wurde vom Bundesinnenministerium beauftragt. Grundlage dafür ist ein Beschluss der Innenministerkonferenz aus dem Jahr 2017, die regelmäßige bundesweite Befragungen im Abstand von etwa zwei Jahren empfohlen hat. Das BKA setzt die Studie um und arbeitet dabei mit Forschungsstellen der Bundesländer zusammen. In Sachsen ist das Sächsische Institut für Polizei- und Sicherheitsforschung (SIPS) beteiligt. Die eigentliche Befragung führt das Sozialforschungsinstitut Verian durch.

Regelmäßig wiederholte Befragungen wie SKiD ergänzen die Polizeiliche Kriminalstatistik, die nur die der Polizei bekannten Straftaten erfasst. Das Zusammenspiel von Hell- und Dunkelfeld liefert ein vollständigeres Bild der Sicherheitslage und unterstützt eine sachliche Kriminalpolitik. SKiD ist die erste langfristig angelegte, bundesweit repräsentative Dunkelfeldbefragung in Deutschland. Ihre Ergebnisse fließen fortlaufend in die Periodischen Sicherheitsberichte des Freistaats Sachsen ein. Nach den Befragungen 2020 und 2024 steht nun die dritte Erhebungsrunde an.

 

Die Ergebnisse der SKiD-Studie aus dem Jahr 2020 finden Sie hier.

Die bisher erschienenen Periodischen Sicherheitsberichte des Freistaats Sachsen finden Sie hier.

Weitere Informationen zur Studie finden Sie hier.