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Kran hebt Stahlträger fürs Orgeldach in die Stadthalle

Kran hebt Stahlträger fürs Orgeldach in die Stadthalle

vom 16.03.2026

© Stadt Görlitz

Die Görlitzer Stadthalle wird aktuell saniert. Ab 2029 wird der Stadt ein multifunktionales Veranstaltungsgebäude nebst modernem Anbau zur Verfügung stehen. Ein Juwel der Stadthalle ist die vom deutschen Orgelbauer Wilhelm Sauer gebaute Konzertorgel. Das auch als Sauer-Orgel bekannte Instrument wurde im vergangenen Jahr zu großen Teilen ausgebaut, so dass ein neues Orgeldach errichtet werden kann.

Am heutigen 16. März 2026 lieferte die Firma Profil Stahl- und Metallbau aus Jessen (Sachsen-Anhalt) drei große Stahlträger für das neue Orgeldach, die per Kran in die Stadthalle gehoben wurden. Mit dem Einbau der rund 20 Meter langen Stahlträger schreitet die Konstruktion des Orgeldaches voran. Folgen werden in den kommenden Tagen und Wochen das Auflegen und Bewehren der Halbfertigteildecken und deren Betonage. „Nach ausreichender Trocknung kann der Dachdecker die erste Abdichtungslage vorsehen, damit rechnen wir im Mai 2026“, erklärt Bauamtsleiter Markus Zipa.

Mit den Arbeiten am neuen Orgeldach ist die Firma SLB Stadt- und Landbau Bautzen beauftragt. Sie ersetzt die alte Holzbalken-Konstruktion durch eine neue aus Stahlbeton. Dieser Wechsel war nötig, weil das neue Orgeldach mehr Last tragen muss. Auf ihm wird zukünftig ein Lüftungsaggregat mit mehreren Tonnen Gewicht stehen. Auch zahlreiche Abhängungen an der Dachunterseite, bspw. Traversen mit Veranstaltungstechnik und akustischen Elementen, sorgen für mehr Last.

Die Kosten für das neue Orgeldach belaufen sich auf rund 350.000 Euro. Ausbau, Reinigung, Lagerung und Wiedereinbau der Sauer-Orgel sind mit 380.000 Euro veranschlagt. Diese Arbeiten übernimmt die Orgelwerkstatt Christian Scheffler aus Sieversdorf. Die Firma prüft auch die in der Stadthalle verbliebenen Teile der Orgel regelmäßig. Zur Erklärung: Einige Teile des Instruments, so etwa Blasebälge, Leitungen und der Spieltisch, wurden nicht ausgebaut, da sie zu empfindlich sind. Die Gefahr, beim Ausbau Schäden zu verursachen, war zu groß. Die Teile wurden stattdessen eingehaust, um sie während der Bauzeit zu schützen. Der Wiedereinbau der Orgel ist für das 2. Halbjahr 2028 vorgesehen.

 

Mauerwerks-, Putz-, Abdichtungs- und Estricharbeiten geplant

Gearbeitet wird natürlich nicht nur am neuen Orgeldach. Fertiggestellt ist inzwischen der mannshohe Lüftungskanal, der den Altbau mit dem Anbau unterirdisch verbindet. Außerdem gab es für die neuen Raumaufteilungen und die spätere Installation weitere Abbrucharbeiten im Inneren der Stadthalle. Derzeit werden im Erdgeschoss Grundleitungen verlegt und später die Bodenplatte hergestellt. Diese bildet die Grundlage für den Ausbau des Erdgeschosses. Hier sind in den nächsten Monaten Mauerwerks-, Putz-, Abdichtungs- und Estricharbeiten geplant. Im Anbau wird in den kommenden Monaten die Stahlbaukonstruktion für den Umgang und die Südterrasse errichtet. Außerdem sind Dacharbeiten geplant.