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Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

vom 05.01.2026

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz von der Roten Armee befreit.

Dieser Tag erinnert an das unfassbare Leid und die unermessliche Zahl der Opfer des Nationalsozialismus, die unter der Gewaltherrschaft des NS-Regimes entrechtet, verfolgt und ermordet wurden. In Gedenken an diese Opfer lädt die Stadt Görlitz auch in diesem Jahr zu einer Gedenkveranstaltung ein.

Wann: Dienstag, 27. Januar 2026, 15:30 Uhr

Wo:     Mahnmal auf dem Wilhelmsplatz, Görlitz

Im Rahmen der Gedenkveranstaltung werden Oberbürgermeister Octavian Ursu und Dr. Markus Bauer Gedenkansprachen halten.

 

Kulturgeschichtlicher Spaziergang „Spurensuche: Das KZ-Außenlager Görlitz“

Zuvor laden die Görlitzer Sammlungen für Geschichte und Kultur zum Kulturgeschichtlichen Spaziergang „Spurensuche: Das KZ-Außenlager Görlitz“ ein.

„Vernichtung durch Arbeit“ war ein Teil der Shoah, der auch in Görlitz stattfand. Ab Sommer 1944 existierte am westlichen Stadtrand, im sogenannten Biesnitzer Grund, ein Außenlager des Konzentrationslagers Groß Rosen. In ihm hielt die SS unter unmenschlichen Bedingungen mehr als 1500 Frauen und Männer fest. Sie mussten Zwangsarbeit in der Görlitzer Maschinenbauindustrie leisten. Überwiegend handelte es sich um Jüdinnen und Juden aus Polen, Ungarn und der Tschechoslowakei.

Historikerin Ines Haaser und Kunsthistoriker Kai Wenzel erinnern während ihres Kulturgeschichtlichen Spaziergangs an die Opfer des KZ-Außenlagers Görlitz und führen zum ehemaligen Standort des Lagers sowie zur Gedenkstätte auf dem Jüdischen Friedhof.

Hinweis: Männer werden gebeten, auf dem Jüdischen Friedhof eine Kopfbedeckung zu tragen.

Der Kulturgeschichtliche Spaziergang „Spurensuche: Das KZ-Außenlager Görlitz“ findet am Dienstag,  27. Januar 2026, um 14:00 Uhr statt. Treffpunkt ist die Straßenbahnhaltestelle Büchtemannstraße (gegenüber des Eingangs zum Jüdischen Friedhof. Die Teilnahme ist kostenfrei.

 

Konzert im Kulturforum Görlitzer Synagoge

Die Erinnerung an die verfolgten und ermordeten Juden wird am Abend abgerundet mit einem Konzert im Kulturforum Görlitzer Synagoge. Unter dem Titel „Eisnacht“ präsentieren Pia Viola Buchert (Mezzosopran) und Tatjana Dravenau (Piano) unter anderem Werke von Viktor Ullmann, Ruth Schonthal und Hans Gál.

Die ausgewählten Werke umspannen das gesamte 20. Jahrhundert und bilden in ihrer Vielfalt ein eindrucksvolles Panorama jüdischer Schicksale und musikalischer Ausdrucksformen.

Ullmanns Worte aus Theresienstadt stehen als Motto über dem Programm: „Zu betonen ist, dass wir keineswegs bloß klagend an Babylons Flüssen saßen und dass unser Kulturwille unserem Lebenswillen adäquat war.“

Das Konzert will diesen „Kulturwillen“ hörbar machen – als Akt lebendiger Erinnerung und künstlerischer Selbstbehauptung.

Die Künstlerinnen:

Pia Viola Buchert (Mezzosopran) ist Preisträgerin des Deutschen Musikrats und Stipendiatin von „Yehudi Menuhin Live Music Now“. Schwerpunkt  ihrer Arbeit ist der Liedgesang, mit Auftritten in Häusern wie der Philharmonie Essen, dem Robert -Schumann-Haus Zwickau oder der Münchner Biennale.

Tatjana Dravenau (Klavier) ist Professorin an der Folkwang Universität der Künste, vielfach ausgezeichnete Liedpianistin und Forscherin. Sie ist bekannt für die Wiederentdeckung vergessener Komponistinnen und wurde 2023 mit dem Landeslehrpreis Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet.

Das Konzert am 27. Januar beginnt um 19:30 Uhr im Kulturforum Görlitzer Synagoge, Otto-Müller-Straße 3. Karten gibt es bei den bekannten Vorverkaufsstellen und über die Internetseite www.kulturforum-goerlitzer-synagoge.de