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Der Erfolg einer gemeinsamen Vision – 20 Jahre Mitteldeutsche Medienförderung

Der Erfolg einer gemeinsamen Vision – 20 Jahre Mitteldeutsche Medienförderung

vom 30.11.2018

Mit zahlreichen Vertretern der mitteldeutschen und überregionalen Medienwirtschaft feierte die Mitteldeutsche Medienförderung GmbH (MDM) gestern in Leipzig das 20-jährige Firmenjubiläum. Als Ehrengäste nahmen Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Bodo Ramelow, Ministerpräsident des Freistaates Thüringen und Prof. Dr. Karola Wille, Intendantin des MDR, an der Veranstaltung teil und erörterten zusammen mit dem MDM-Geschäftsführer Claas Danielsen im Rahmen einer Diskussionsrunde die erfolgreiche Entwicklung des Medienstandorts.

MDM-Geschäftsführer Claas Danielsen: „Dank des großen Engagements unserer Gesellschafter, der Branche und der MDM-Mitarbeiter ist es gelungen, in Mitteldeutschland die Vision eines leistungsfähigen Medienstandorts umzusetzen, Geschichten aus der Region in die Welt zu tragen und die hiesige Medienlandschaft zum Schauplatz herausragender internationaler Produktionen zu machen. Weit über die deutschen Grenzen hinweg wird die MDM für die hohe inhaltliche und künstlerische Qualität der von ihr geförderten Filme, die zugleich große Standorteffekte erbringen, sehr geschätzt. Auf die zahllosen Erfolge der hier entstandenen Projekte können alle Beteiligten zu Recht stolz sein.“

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff hob die Bedeutung der MDM als Dreiländereinrichtung hervor: „Vor 20 Jahren haben die drei mitteldeutschen Länder gemeinsam die Chancen des Medienstandortes erkannt und mit Weitsicht die MDM gegründet. So konnte sich Mitteldeutschland als Medienstandort profilieren und etablieren.“

Michael Kretschmer, Ministerpräsident des Freistaats Sachsen, betonte in diesem Zusammenhang die inhaltliche Relevanz der geförderten Projekte: „20 Jahre MDM – das sind 20 Jahre künstlerisch erfolgreiche Produktionen und wichtige Beiträge für Gesellschaft und Politik, die Diskussionen anregen sowie Bildung und Kultur vermitteln.“

Auf die Rolle der MDM als erfolgreiches Modell einer gelungenen Zusammenarbeit der drei Länder verwies Bodo Ramelow, Ministerpräsident des Freistaats Thüringen: „Die Kräfte zum Aufbau einer konkurrenzfähigen Medienlandschaft zu bündeln, war eine mutige und kluge Entscheidung. Das Gemeinsame und auch die Unterschiede an den drei Standorten machen den mitteldeutschen Raum so stark.“

Prof. Dr. Karola Wille, Intendantin des MDR: „Die Gründung der MDM war ein ganz wesentlicher Katalysator für die mitteldeutsche Produktionslandschaft, die in unserer Region eine große kreative Dynamik entfaltet hat. Wenn wir auch in Zukunft die Potenziale und die Chancen nutzen, können wir den Standort noch viel weiter entwickeln.“

Die Mitteldeutsche Medienförderung wurde 1998 als gemeinsame Fördereinrichtung der Freistaaten Sachsen und Thüringen, des Landes Sachsen-Anhalt, des Mitteldeutschen Rundfunks und des Zweiten Deutschen Fernsehens gegründet. Insgesamt hat der Vergabeausschuss der MDM bis zum heutigen Tag 2.515 Anträge mit einer Fördersumme von 265 Mio. Euro bewilligt. Damit konnten 484 Mio. Euro Regionaleffekte bzw. medienspezifische Ausgaben in der Region erzielt werden. Das aktuelle Fördervolumen der MDM beträgt 15,47 Mio. Euro pro Jahr.  

Seit Gründung der MDM hat sich in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen eine facettenreiche, lebendige und erfolgreiche Medienlandschaft mit einer professionellen Infrastruktur zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zahlreiche Produktionsfirmen, Dienstleister sowie Filmemacherinnen und Filmemacher tragen mit ihren Projekten zur Vitalität des Standortes bei und genießen international hohes Ansehen.

n den drei Ländern sind in den vergangenen zwanzig Jahren Medienzentren mit starken Profilen entstanden: Sachsen ist mit einer Reihe renommierter Produktionshäuser für Dokumentarfilme und -serien sowie einer Vielzahl von Firmen im Umfeld des MDR ein bedeutender TV- und Filmstandort, Thüringen steht mit dem Studiopark Kindermedienzentrum und dem Kinderkanal in Erfurt für vielfältige Kindermedien, und Sachsen-Anhalt bietet mit dem Mitteldeutschen Multimediazentrum (MMZ) und anderen Playern in Halle (Saale) exzellente Bedingungen für Postproduktionsarbeiten.   

Mitteldeutschland hat sich zudem einen Namen als Drehort mit internationaler Strahlkraft gemacht. Filmemacher und Produzenten finden in der Region eine Fülle außergewöhnlicher Motive von historischen Bauten aus allen Architekturepochen bis hin zu spektakulären Landschaften. Der Harz, die Sächsische Schweiz, der Thüringer Wald, aber auch Städte wie Altenburg, Dresden, Halle (Saale), Leipzig, Erfurt oder Görlitz, das 2017 zu Europas Filmlocation des Jahrzehnts gekürt wurde, stehen bei deutschen und internationalen Filmteams hoch im Kurs.

Sie waren Schauplatz großer Kino- und TV-Hits wie „Der Vorleser“ von Stephen Daldry, „Inglourious Basterds“ von Quentin Tarantino, „Der Medicus“ von Philipp Stölzl, Dominik Grafs „Die geliebten Schwestern“, „Cloud Atlas“ von Tom Tykwer und Lilly und Lana Wachowski, „Monuments Men“ von George Clooney, Detlev Bucks „Bibi und Tina“, „Die kleine Hexe“ von Michael Schaerer, „Luther“ von Eric Till oder Christian Schwochows „Der Turm“. Darüber hinaus sind mit Unterstützung der MDM viele erfolgreiche Dokumentar-, Animationsfilme und -serien in der Region entstanden, darunter „Der kleine Eisbär“ von Piet De Rycker und Thilo Rothkirch, Mario Schneiders „Mansfeld“-Trilogie, „Krieg der Träume“ von Jan Peter und Frédéric Goupil oder „Die Sandmanzen“ von Ralf Kukula.

Von der MDM geförderte Werke sind regelmäßig bei den renommiertesten Filmfestivals auf der ganzen Welt vertreten und konnten bislang weit über 800 Preise erringen, darunter sechs Oscars, fünf Golden Globes, die Goldene Palme sowie 13 weitere Preise in Cannes, ein Goldener und sechs Silberne Berlinale-Bären, neun Preise bei den Filmfestspielen in Venedig sowie zahlreiche Europäische und Deutsche Filmpreise. Zu den größten Erfolgen gehören Wes Andersons „Grand Budapest Hotel“, „Inglourious Basterds“ von Quentin Tarantino, „Die Maisinsel“ von George Ovashvili, „24 Wochen“ von Anne Zohra Berrached, Michael Hanekes „Das weiße Band“, „Wild“ von Nicolette Krebitz, „Herbert“ von Thomas Stuber, „Kriegerin“ von David Wnendt, „Muhi – Generally Temporary“ von Rina Castelnuovo-Hollander und Tamir Elterman sowie „Unsere Mütter, unsere Väter“ von Philipp Kadelbach.

Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung im Kupfersaal Leipzig konnten sich die Gäste bei einer brancheninternen Vorführung einen ersten Eindruck von den jüngsten Film- und Medienprojekten verschaffen, die in den vergangenen Monaten mit Unterstützung der MDM in Mitteldeutschland entstanden sind. So waren unter anderem Szenen der mit Spannung erwarteten Produktionen „Geliebt“ (AT) von Anne Zohra Berrached, „Narziss & Goldmund“ von Stefan Ruzowitzky, „Endzeit“ von Carolina Hellsgård, „Alfons Zitterbacke“ von Mark Schlichter, „The Operative“ von Yuval Adler, „Invisible Sue“ von Markus Dietrich, „Lotte am Bauhaus“ von Gregor Schnitzler, „Grenzland“ von Andreas Voigt, „Und der Zukunft zugewandt“ von Bernd Böhlich und „Immenhof – Das Abenteuer eines Sommers“ von Sharon von Wietersheim zu sehen.

 

Fotos von der Veranstaltung sind unter http://www.facebook.com/MDMedienfoerderung  zu finden.

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