zurück zur Übersicht

Alte Mauern und junges Leben: Frische Ideen beleben die Altstadt

Alte Mauern und junges Leben: Frische Ideen beleben die Altstadt

vom 16.05.2018

Bild: Uwe Schwarz

17. Juni 2018: So einen Tag der offenen Sanierungstür gab es noch nie! Kinder „beherrschen“ den künftigen Stadtteilpark. Denn dieses Mal zeigen uns unsere Jüngsten, was sie wollen. Jedenfalls im ebenso jungen EFRE-Fördergebiet Brautwiesenbogen.

Marie und Lisa haben zusammen mit ihren Freunden aufgemalt, wie bunt sie sich ihren neuen Stadtteilpark rund um den einstigen Güterbahnhof vorstellen. Am Sanierungssonntag, dem 17. Juni, soll das Kunstwerk fortgesetzt werden, und die Mädchen und Jungen feiern hier schon mal ihr erstes Kinderfest. Vereine, Planungsbüro, Stadtvertreter und Bürgerrat wollen mit den Menschen ins Gespräch kommen, um Ideen zu sammeln und Sorgen zu erfahren. „Der Brautwiesenbogen soll eine gemeinsame Sache werden.“, sind sich alle einig. Und da kommt die finanzielle Unterstützung aus den Europäischen Fonds natürlich gerade recht.

Aber der Brautwiesenbogen ist nicht die einzige Herausforderung, der sich die Stadtsanierer im Amt für Stadtentwicklung derzeit stellen. Viele Gründerzeithäuser warten noch darauf, aus dem (viel zu langen) Dornröschenschlaf geweckt zu werden. Einige werden an diesem schon traditionellen dritten Sonntag im Juni zum letzten Mal so baufällig zu sehen sein, denn vielerorts stehen die Handwerker schon in den Startlöchern.

Ihre Arbeiten verrichtet haben sie inzwischen bereits in den vier neuen Kinosälen, die am Tag der offenen Sanierungstür ausnahmsweise einmal außerhalb der Spielzeit besichtigt werden können, eine filmische „Zugabe“ inklusive. Denn noch einmal wird Filmmaterial aus dem Görlitz der Vorwendezeit auf großer Leinwand zu erleben sein, ebenso ein exklusiver Trailer von der Kinosanierung.

In einen ganzen Häuserkomplex vom Obermarkt 5 bis zur Steinstraße 5 könnte auch schon bald neues Leben einziehen. Drei Investoren ziehen hier an einem Strang, um den altehrwürdigen Straßenzug rund um das einstige Totschek-Kaufhaus zu sanieren und anschließend zu beleben. Das „Vorher“ dürfte am 17. Juni letztmalig öffentlich zu besichtigen sein.

Der junggebliebene Investor Dr. Gerhard Leistner freut sich auf viele Besucher seines „Casa in Casa Riversa“, auf Deutsch „Haus im Haus“, der Weberstraße 4. Um den barocken Dachstuhl sichtbar zu lassen, hat Leistner sein Haus einfach „auf den Kopf gestellt“. Wie das geht, muss man einfach gesehen haben.

Mehr als 20 Objekte sind am 2018er Tag der offenen Sanierungstür zugängig. Wie in jedem Jahr wollen die Stadtsanierer zusammen mit den Bürgern Bilanz ziehen und es diesmal obendrein sogar schaffen, die ganze Stadt für alle Interessierten sieben Stunden lang zu einem Erlebnis ohne (Alters-)grenzen werden zu lassen.

Eröffnung ist um 10 Uhr auf dem Gelände vom ehemaligen Güterbahnhof, mit wegweisenden Worten von Bürgermeister Dr. Michael Wieler und SaRa zur musikalischen Umrahmung.

Impressum Datenschutz Button - Nach oben scrollen Button - Nach oben scrollen