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Statistische Geschwindigkeitsmessungen auf der Joliot-Curie-Straße bestätigen Rennpiste nicht

Statistische Geschwindigkeitsmessungen auf der Joliot-Curie-Straße bestätigen Rennpiste nicht

vom 28.02.2018

Nach Hinweisen der Anwohner der Joliot-Curie-Straße, dass dort regelmäßig Geschwindigkeitsverstöße in beiden Fahrtrichtungen mit Überschreitung der zulässigen innerörtlichen Geschwindigkeit von 20 bis 30 km/h zu verzeichnen sind, wurde vom Amt für öffentliche Ordnung ein Geschwindigkeitsmessgerät zur statistischen Erfassung der Verkehrsströme angebracht. Das Gerät befand sich an einem Lichtmast in Höhe des Lindenweges (Fußgängerüberweg) und hat zwischen dem 20.02.2018 bis 27.02.2018 alle vorbeifahrenden Fahrzeuge in beide Richtungen gemessen.

Dabei konnten 40.882 Fahrzeugdurchfahrten in sieben Tagen, die sich in beide Fahrtrichtungen circa zu gleichen Teilen aufteilen, registriert werden. Die durchschnittlich gefahrene Geschwindigkeit stadteinwärts betrug 42 km/h, stadtauswärts waren es 41 km/h.

Nach Auswertung zeigt sich, dass die Verstoßrate bei einem Prozent aller gemessenen Fahrzeuge liegt, d. h. 411 Fahrzeuge sind in sieben Tagen mit einer höheren als die zulässige Geschwindigkeit am Messgerät vorbei gefahren. Rechnerisch ergibt sich somit im Durchschnitt, dass 2,45 von 243 Fahrzeugen in der Stunde auf der J.-Curie-Straße zu schnell fahren. Die höchste gemessene Geschwindigkeit betrug stadteinwärts 105 km/h, stadtauswärts 87 km/h. Beide Verstöße ereigneten sich am Sonntag, gegen 13:00 Uhr in kurz aufeinander folgenden Abständen. Diese zwei Feststellungen sind bei den gemessenen Überschreitungen jedoch die absolute Ausnahme, dennoch von den Fahrzeugführern unverantwortlich und in keiner Weise zu entschuldigen! Der Geschwindigkeitsdurchschnitt der anderen Übertretungen befand sich im Übrigen im Bereich um die 60 - 65 km/h.

Dass die Geschwindigkeit bei vorbeifahrenden Fahrzeugen oftmals subjektiv anders wahrgenommen wird, als die dann tatsächlich gemessene, hängt von verschiedenen Faktoren ab. So hat z.B. die äußere Umgebung großen Einfluss darauf, ob eine Fahrt als langsam, angemessen oder schnell empfunden wird. Gut ausgebaute, breite Straßen, zumal ohne Seitenbepflanzung, lassen auch eine rasante Tour noch relativ langsam erscheinen. Die gleiche Geschwindigkeit würde in einer engen Straße, welche auch noch von vielen verschiedenen Verkehrsteilnehmern genutzt wird, als unakzeptabel empfunden werden. Da spielen dann auch schadhafte Fahrbahn, Lautstärke und Größe des Wagens eine große Rolle bei der Einschätzung der Geschwindigkeit. Faktoren wie Regen oder Schnee beeinflussen unsere Empfindungen zusätzlich.

Das städtische Ordnungsamt wird die Entwicklungen in der J.-Curie-Straße weiter beobachten. Gleichzeitig sind alle Verkehrsteilnehmer aufgerufen, bei der Verkehrssicherheit durch Einhaltung der Regeln und Geschwindigkeiten mitzuwirken. Jeder einzelne kann durch Rücksichtnahme und Achtsamkeit einen Beitrag zu mehr Sicherheit auf unseren Straßen leisten. Zum Beispiel zieht eine Geschwindigkeitsüberschreitung von „nur“ neun km/h eine Verlängerung des Bremsweges auf trockener Straße bei einer normalen Bremsung um knapp zehn Meter, bei einer Gefahrenbremsung um knapp fünf Meter nach sich.

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