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Klinikum Görlitz sichert „Haus H“

Klinikum Görlitz sichert „Haus H“

vom 29.04.2014

Mit Sicherungsmaßnahmen kann der gesamte Gebäudekomplex bis zum 1.9.2014 weiter genutzt werden. Alle Kliniken und Bereiche des H-Hauses werden in den kommenden Wochen in andere Gebäude auf dem Gelände ziehen.

Görlitz, 29.04.2014. Die Ergebnisse der Bauprüfungen des gesamten Gebäudekomplexes „Haus H“ im Städtischen Klinikum Görlitz liegen vor. Die Statikwerte im Hochbau und im zweiten Flachbau weichen ebenso wie beim Flachbau der Kinderklinik von der geforderten Norm ab. Planer und Statiker weisen darauf hin, dass keine akute Gefahr besteht. Mit der Ausführung sofortiger Sicherungsmaßnahmen kann der Komplex bis zum 1. September 2014 weiter genutzt werden. Das Klinikum hat diese Stütz- und Entlastungsmaßnahmen eingeleitet bzw. teilweise bereits  durchgeführt.  Um die Verkehrslast des Gebäudes zu senken, werden die zwei oberen Etagen zügig freigezogen. Das betrifft den eingemieteten Partner ASB sowie Dienstzimmer und Büros des Klinikums.

In den kommenden Wochen werden zudem die Frauenklinik und die Klinik für Plastische Chirurgie in anderen Gebäuden auf dem Gelände untergebracht. Die Kinderklinik zieht wie geplant in den Modulbau. Es wird insgesamt eine große logistische und organisatorische Herausforderung für das kommunale Krankenhaus. Von den Umzügen sind etwa 60 Patienten, 40 Mitarbeiter sowie die Betten und Mitarbeiter des eingemieteten Partners ASB betroffen. „Unser Ziel ist, den Patienten in der Region die gleichbleibende qualitativ hochwertige medizinische Versorgung auch unter diesen veränderten Bedingungen anbieten zu können“, sagt Ulrike Holtzsch.

Auf die Sanierung der Kinderklinik haben diese Ergebnisse erhebliche Auswirkungen. Ein Umbau des Gebäudekomplexes „H“ ist auf Basis des jetzigen Kenntnisstandes wie geplant nicht umsetzbar. „Wir suchen deshalb gemeinsam mit dem Gesellschafter, dem Aufsichtsrat, dem Ministerium und den Planern kurzfristig nach einer neuen, nachhaltigen Lösung“, so Frau Holtzsch weiter.

Das Klinikum hatte im Zuge von bauvorbereitenden Maßnahmen zur Sanierung der Kinderklinik im März spezielle Druckfestigkeitsprüfungen des Betons durchführen lassen. Diese brachten zutage, dass die Statikwerte nicht den Anforderungen entsprechen. Daraufhin wurden der betroffene Flachbau gesichert und weitere Untersuchungen des gesamten Gebäudes, das noch aus einem vierstöckigen Hochbau und einem weiteren Flachbau besteht, veranlasst.


Hintergrund:
Das Städtisches Klinikum Görlitz wollte im Juni mit der Modernisierung der Kinderklinik (ein Flachbau des H-Hauses) beginnen. Der Freistaat Sachsen sagte zu, den 5,3 Millionen Euro teuren Bau mit 4,2 Millionen Euro zu fördern.

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