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Start in den Frühling am Oder-Neiße-Radweg

Start in den Frühling am Oder-Neiße-Radweg

vom 26.04.2017

Das haben sich viele Radfahrer lange gewünscht: einen durchgängigen Radweg zwischen Ludwigsdorf und Zodel. Zum Start in den Frühling mit Rad und neuem Radweg sind am Samstag, den 29. April 2017, um 13:00 Uhr an der Kirche in Ludwigsdorf alle herzlich eingeladen. Im Anschluss erfolgt eine gemeinsame Radtour mit Ortsvorsteher Karsten Günther-Töpert zum neuen Radweg.

Rund acht Monate zuvor, am 18.08.2016, wurde der symbolische Baustart für den Lückenschluss des Oder-Neiße-Radweges im Norden des Görlitzer Stadtgebietes vorgenommen. So konnte der Radweg an den von Zodel kommenden Fernradweg über knapp drei Kilometer angeschlossen werden und die Attraktivität für Radfahrer im Ortsteil Ludwigsdorf erhöht werden.

Auf drei Meter Breite können nach Fertigstellung Einheimische und Radtouristen die Verbindungsstrecke nutzen. Auf diesem Abschnitt wurde auch eine Raststation (Picknickplatz) angelegt. Von dort aus ist Ober-Neundorf gut zu erreichen – und profitiert somit auch vom Radwegbau.

Oberbürgermeister Siegfried Deinege betonte beim damaligen Spatenstich: „Der Oder-Neiße-Radweg, als östlichster Radweg der Bundesrepublik Deutschland, ist für mich ein weiterer wichtiger Baustein für das Zusammenwachsen von Deutschland, Polen sowie der Tschechischen Republik unter touristischen Aspekten.“ Der Radweg verbinde die „Premiumprodukte“ des Landkreises Görlitz, wie das Zittauer Gebirge, die Stadt Görlitz und den Fürst Pückler Park in Bad Muskau.

Dieser Bauabschnitt des Oder–Neiße-Radwegs kostete 530.000 Euro und wird zu 90 Prozent durch Land und Bund gefördert. Zehn Prozent finanzierte die Stadt Görlitz aus Eigenmitteln. Mit dem Radwegebau war die Firma „Straßen- und Tiefbau GmbH See“ mit Sitz im Nieskyer Ortsteil See beauftragt. Die Planung und Bauüberwachung der Maßnahme wurde durch das Ingenieurbüro Richter & Kaup aus Görlitz realisiert, welche schon Erfahrungen in den nördlichen Bauabschnitten des Oder-Neiße-Radweges sammeln konnte.

Der Radwegbau ist so konzipiert, dass bei Hochwasser auch eine Überflutung möglich ist, ohne den Radweg zu beschädigen. In Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Görlitz, dem Planungsbüro und der Stadt Görlitz konnte der unter strengem Schutz stehende Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Maculinea nausithous) artgerecht umgesetzt werden. Deshalb wurde an diesen Stellen mit dem Radwegausbau erst Mitte September 2016 begonnen. Bereits seit Dezember vergangenen Jahres kann der Abschnitt des Oder-Neiße-Radweges schon genutzt werden.

Dass Radfahrer nun nicht mehr die Straße durch Ludwigsdorf und Ober-Neundorf befahren brauchen, freut sicher alle Beteiligten.

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