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Schutzstreifen für Radfahrer in Görlitz

Schutzstreifen für Radfahrer in Görlitz

vom 30.03.2017

Schutzstreifen für Radfahrer auf der Fahrbahn werden in der Stadt Görlitz seit vielen Jahren verwendet und nach Möglichkeit bei Straßenbauvorhaben oder Decklagenerneuerungen auch eingesetzt.

Mit der StVO-Novelle vom 01.09.2009 wurden die Beschränkungen hinsichtlich der Einsatzmöglichkeiten des Schutzstreifens deutlich gelockert. Bundesweit werden deshalb vielfach Schutzstreifen für Radfahrer in den Städten und Gemeinden markiert.

Was gilt es bei Schutzstreifen zu beachten:

Der Schutzstreifen ist Bestandteil der Fahrbahn und bekommt deshalb keine Radfahrer-Beschilderung, sondern nur das Sinnbild „Radfahrer“ (in weiß auf die Fahrbahn gemalt). Die seitliche Begrenzung zur Restfahrbahn wird durch eine 1 m Strich und 1 m Lückenmarkierung als Leitlinie in Schmalstrich dargestellt.

Weil der Schutzstreifen ein Teil der Fahrbahn ist, gelten im Übrigen die üblichen Regeln für Fahrbahnen. Für auf der Fahrbahn fahrende Fahrzeuge gilt das Rechtsfahrgebot. Da der Schutzstreifen rechts auf der Fahrbahn markiert ist, besteht somit eine indirekte Benutzungspflicht für Radfahrer. Dies ist in der Praxis kein Problem, da Radfahrer ohnehin rechts fahren und den Schutzstreifen nutzen.

Da sich dieses Gebot einzig und allein aus dem Rechtsfahrgebot ableitet, gelten auch weitere Einschränkungen des Rechtsfahrgebotes:

  • Zum Überholen und Linksabbiegen darf man den Schutzstreifen selbstverständlich verlassen.
  • Abstands-Gebot: Sowohl zu parkenden Autos (aufklappende Türen) als auch zum Fahrbahnrand (Sturzgefahr) muss man einen hinreichenden Seitenabstand halten. Die Breite der Schutzstreifen beträgt zwischen 1,25 m und 1,50 m.
  • Der Schutzstreifen ist in Fahrtrichtung zu benutzen. Oft wird deshalb auch zur Verdeutlichung für Radfahrer ein kleiner weißer Pfeil für die Fahrtrichtung mit markiert.

WICHTIG:
Autos sollen den Schutzstreifen üblicherweise nicht befahren, aber sie dürfen ihn ausnahmsweise z.B. zum Ausweichen bei breiterem Gegenverkehr befahren.


Dies ist in der StVO in der Anlage 3 zum Thema Zeichen 340 Leitlinie formuliert:

1.       Fahrzeugführer dürfen Leitlinien nicht überfahren, wenn dadurch der Verkehr (Radverkehr) gefährdet wird.

2.       Fahrzeugführer dürfen auf der Fahrbahn durch Leitlinien markierte Schutzstreifen für den Radverkehr nur bei Bedarf überfahren. Dabei dürfen Radfahrer nicht gefährdet werden.

3.       Fahrzeugführer dürfen auf durch Leitlinien markierte Schutzstreifen für den Radverkehr nicht parken.

 

Leider muss aber in der Stadt Görlitz immer wieder beobachtet werden, dass durch Pkw-Nutzer der Schutzstreifen ohne Grund oder wie es in der StVO formuliert ist, ohne Bedarf befahren wird. Der Zwischenraum zwischen Schutzstreifenmarkierung der einen Seite und der anderen Fahrbahnseite bzw. bis zum Bordstein ist immer mindestens 4,5 m breit. Oft ist die Restfahrbahn sogar deutlich breiter. Somit kann der Begegnungsverkehr Pkw-Pkw völlig problemlos außerhalb der Schutzstreifenmarkierung auf der Restfahrbahn erfolgen.

BITTE: Lassen Sie bitte als Pkw-Fahrer den Schutzstreifen frei und fahren Sie auf der übrigen Fahrbahn.

Diese Bitte wird demnächst durch die Aufstellung eines Hinweisschildes auf der Reichenbacher Straße in Richtung Kreisverkehr optisch verdeutlicht.

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