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Meridiane des Ehrenamtes verliehen und Ehrenamtliche im Sport ausgezeichnet

Meridiane des Ehrenamtes verliehen und Ehrenamtliche im Sport ausgezeichnet

vom 06.12.2016

Zum 18. Mal hat die Stadt Görlitz am Abend des 6. Dezember 2016 den „Meridian des Ehrenamtes“ verliehen. Zu dieser Ehrung hatte Oberbürgermeister Siegfried Deinege für den 6. Dezember zu einer Feierstunde ins Görlitzer Rathaus eingeladen.

Ab Mitte Mai 2016 waren Vereine, Verbände, Kirchgemeinden, Bürgerinitiativen und Selbsthilfegruppen aufgerufen, aus ihren Reihen ehrenamtlich Tätige für die Auszeichnung mit dem Meridian zu benennen. Aus 14 eingereichten Vorschlägen, die bis Ende August im Büro des Oberbürgermeisters eingingen, wählte der Stadtrat in seiner Sitzung am 27. Oktober dieses Jahres fünf ehrenamtliche Tätige aus, die den Meridian des Ehrenamtes 2016 erhalten. Es sind Markus Kremser, Erika Anders, Erich Wilke, Susanne Schneider und Markus Hartung.

In seinem Grußwort hob Oberbürgermeister Siegfried Deinege den hohen Stellenwert der ehrenamtlich Tätigen hervor. „Sich für das Wohl unseres Gemeinwesens zu engagieren und sich damit für das Wohl von uns allen einzusetzen – dieses wunderbare Miteinander prägt die Atmosphäre in unserer Stadt und dafür sind wir Ihnen dankbar“, so das Stadtoberhaupt.

Oberbürgermeister Siegfried Deinege betonte, dass die fünf Preisträger für Großes und Bedeutungsvolles ausgezeichnet werden: „IHR Engagement ist von besonderer Bedeutung und tut uns allen im wahrsten Sinne des Wortes ganz besonders gut!“. Er würdigte die Arbeit der ehrenamtlich Tätigen mit den Worten: „Mit Ihrer Arbeit zeigen Sie deutlich, dass hier Menschen wohnen und wirken, die sich ihrer Verantwortung für das Ganze – für unsere Stadtgesellschaft - bewusst sind“.

Fünf Laudatoren - André Maywald, Vorstandsvorsitzender des DRK Kreisverbandes Görlitz Stadt und Land e. V. auf Markus Kremser; Ulrike Holtzsch, Geschäftsführerin des Städtischen Klinikums auf Erika Anders; Sebastian Beutler, Chefredakteur der Lokalredaktion der Sächsischen Zeitung und Mitglied des Kirchenchores der Luthergemeinde auf Erich Wilke; Axel Krüger, Vereinsmitglied des Fördervereins ViaThea auf Susanne Schneider und Hans-Albrecht Bittner, stellvertretender Ortswehrleiter und selbst schon Meridianpreisträger auf Markus Hartung - brachten mit ihren ehrenden Worten den Dank und die besondere Wertschätzung zum Ausdruck.

Im weiteren Teil der Veranstaltung würdigten Oberbürgermeister Siegfried Deinege, der Vizepräsident des Oberlausitzer Kreissportbundes Christian Wiesner und Ulrich Neumann von der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien die zehn Ehrenamtlichen im Sport. Die Laudatio hielt der Geschäftsführer des Oberlausitzer Kreissportbundes Marko Weber-Schönherr.

Oberbürgermeister Siegfried Deinege bedankte sich im Namen aller bei der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien, die seit vielen Jahren diese Festveranstaltung finanziell und mit Präsenten für die Ehrenamtlichen im Sport unterstützt.

Die musikalische Umrahmung des Abends übernahm das Cello-Quartett der Musikschule „Johann-Adam-Hiller“.

Der Chor der Lutherkirchengemeinde unter der Leitung von Erich Wilke überraschte die Anwesenden mit dem Görlitz-Lied.


Meridianpreisträger:

 

Markus Kremser

eingereicht von André Maywald, Vorsitzender des Vorstandes DRK

Aus der Begründung des Vorschlages vom August 2016:

Markus Kremser ist seit seinem 14. Lebensjahr für den Bevölkerungsschutz und seit dem 1. Mai 2013 im DRK Kreisverband ehrenamtlich tätig. Als Zugführer des Betreuungs- und Versorgungszuges beim Malteser Hilfsdienst Görlitz e. V. sorgte er beim Hochwasser 2010 in Görlitz für einen sicheren Betrieb in der Notunterkunft im Berufsschulzentrum Christoph Lüders.

All seine Fähigkeiten und Erfahrungen im ehrenamtlichen Engagement wurden im Februar 2016 abgerufen. Vor ihm stand die Aufgabe, binnen drei Tagen eine Erstaufnahmeeinrichtung für Asylsuchende in Görlitz aufzubauen. Unter seiner ehrenamtlichen Führung mit vielen anderen Kräften wurde diese Einrichtung betrieben und sicher in die hauptamtliche Arbeit überführt. Herr Kremser wurde für die Auszeichnung vorgeschlagen, weil er wie kein anderer ehrenamtlich Tätiger im Bereich Bevölkerungsschutz für unseren Verband mit messbarer und sichtbarer Arbeit zur Massenwirksamkeit und zur Imagepflege unseres Verbandes bei. Er lebt die Grundsätze und Prinzipien des Roten Kreuzes und wirkt damit weit und beispielhaft in das Gemeinwesen der Stadt Görlitz hinein.

 

Erika Anders

eingereicht von Ulrike Holtzsch (Geschäftsführerin), Thomas Lieberwirth (Kaufmännischer Direktor), Dr. med. Eric Hempel (Medizinischer Direktor), Birgit Bieder (Pflegedirektorin) der Städtisches Klinikum Görlitz gGmbH

Aus der Begründung des Vorschlages vom Juni 2016:

Frau Erika Anders ist die Vermittlerin zwischen Patienten, Angehörigen und Mitarbeitern des Krankenhauses. Im Jahr 2006 hat sie die ehrenamtliche Arbeit als Patientenfürsprecherin am Städtischen Klinikum in Görlitz übernommen und führt diese seither ohne Unterbrechung aus. Jeden Montag ist sie im Krankenhaus im Dienst und für Patienten und Angehörige Ansprechpartnerin bei Problemen und Ängsten. Sie besitzt ein hohes medizinisches und pflegerisches Fach- und Erfahrungswissen. Vertrauenswürdig und einfühlsam hilft sie bei der Lösung der Probleme und Ängste aller Beteiligten. Frau Anders arbeitet dabei mit der Stabstelle Qualitätsmanagement und der Pflegedirektion eng zusammen. Sie ist stets interessiert, sich auf dem Gebiet der Umsetzung der Patientenrechte weiterzubilden und nimmt regelmäßig am Erfahrungsaustausch mit Patientenfürsprechern anderer Kliniken und Krankenhäusern teil.

 

Erich Wilke

eingereicht von Michael Kretschmer, Mitglied des Deutschen Bundestages

Aus der Begründung des Vorschlages vom August 2016:

Erich Wilke, Kirchenmusikdirektor i. R. der Evangelischen Innenstadtgemeinde Görlitz begann sein musikalisches Wirken in Görlitz vor über einem halben Jahrhundert. Bereits im September 1960 nahm er die Chorarbeit auf. Er baute eine Kammermusikreihe in der Barbarakapelle auf. Im Jahr 1968 wurde er als Dozent an der Hochschule für Kirchenmusik der Evangelischen Kirche der schlesischen Oberlausitz (EKsOL) tätig und 1971/72 von der Dreifaltigkeits- und Lutherkirchengemeinde zum Kantor berufen. Im Jahr 1983 folgte die Ernennung zum Kirchenmusikdirektor der Lutherkirche und von 1995 bis 1999 wirkte Erich Wilke als Landeskirchenmusikdirektor der EKsOL. Nach seinem Eintritt in den Ruhestand seit nunmehr 17 Jahren engagiert sich Herr Wilke in der Luthergemeinde und übt mit großem Engagement die Leitung des Kirchenchores aus. Über Jahrzehnte hat Erich Wilke das Görlitzer Kulturleben geprägt und mit seiner Hingabe zur Musik eine Vielzahl von Menschen zusammengebracht und zum Musizieren angeregt. Durch Zusammenarbeit mit polnischen Chören hat er sich für die europäische Verständigung verdient gemacht.

 

Susanne Schneider

eingereicht von Roland Schied, Vereinsmitglied des ViaThea Fördervereins

Aus der Begründung des Vorschlages vom August 2016:

Als 2008 in der Gründungsphase des Förderverein ViaThea e. V. nach einer engagierten Vorstandsspitze gesucht wurde, war Susanne Schneider bereits als kulturbegeisterte und Management erprobte Görlitzerin bekannt. Seither lenkt sie unermüdlich die Geschicke des Vereins. Sie wirbt um Sponsoren, Förderer und neue Vereinsmitglieder. Sie hält den Kontakt zu jenen, die das Görlitzer Kulturereignis ViaThea Internationales Straßentheaterfestival am „Leben“ erhalten und zum Erfolg führen möchten.

Frau Schneider veranstaltet viele Vereinsaktionen, wie u. a. die Frühjahrsauktion, den Künstlerbrunch und anderes. Im gesamten Jahr leistet sie einen enormen organisatorischen Aufwand.

 

Markus Hartung

eingereicht von Brandmeister Hans-Albrecht Bittner, stellvertretender Ortswehrleiter Hans-Albrecht Bittner

Aus der Begründung des Vorschlages vom August 2016:

Markus Hartung ist seit 2004 aktives Mitglied der Freiweilligen Feuerwehr Görlitz. Seit mehr als zehn Jahren führt er die Ortsfeuerwehr Stadtmitte. Unter seiner Leitung hat sich diese Einheit zu einer gut ausgebildeten, engagierten und leistungsfähigen Feuerwehr entwickelt. Sein persönliches Wirken für dieses Ehrenamt ist gekennzeichnet durch Entscheidungsfreudigkeit, Durchsetzungsvermögen, Verlässlichkeit und Motivation. Er organisiert interessante und inhaltsreiche Ausbildungen, um praxisnah Wissen zu vermitteln. Selbst ist er stets interessiert sich weiter zu bilden, Führungs- und zusätzliche Aufgaben zu übernehmen und sich im Bereich Feuerwehr auch auf Landeskreisebene zu beteiligen. Auch wurde er als sachkundiger Bürger in den Ausschuss für Umwelt und Ordnung berufen und wirkt dort aktiv mit. Er ist ein Vorbild für einen ehrenamtlichen Feuerwehrmann.

 

Ehrenamt im Sport 2016:

 

Sabine Meusel, 1. SV Königshufen

Seit 2005 arbeitet sie vorbildlich und stets korrekt in der Revisionskommission des Vereins. Als der Vorstand dann aus Altersgründen ausschied, wurde Sabine Meusel als Vorstandsvorsitzende gewählt. Seitdem setzt sie sich sehr engagiert für die Belange des Vereins und deren über 100 weiblichen Mitglieder ein.

 

Jürgen Springer, Tennisverein Gelb Weiß Görlitz

Herr Springer ist der stellvertretende Vorsitzende des Vereins. In seiner Vorstandstätigkeit verfolgt er einen klaren und sachlichen Diskussionsstil auf der Basis umfangreicher Sachkenntnisse. Seine Meinung ist allseits anerkannt. Als Mannschaftsleiter ist er maßgeblich an den Erfolgen der Mannschaften beteiligt. Diese Tätigkeit erfordert zum einen viel Zeit zur Organisation der Spieltermine und des Trainings, zum anderen gehört auch viel zwischenmenschliches Geschick dazu. Beides setzt er in hohem Maße ein. Herr Springer stellt außerdem großzügig seine juristischen Kenntnisse und seine Kontakte in den Dienst des Vereins und ist stets bereit, an der Lösung von Problemen unkompliziert mitzuwirken.

 

Klaus Adler, Görlitzer Schützengilde

Als Gründungsmitglied ist Klaus Adler seit 1990 im Vorstand der Schützengilde tätig. Er fungiert als Sportleiter und hält somit die Fäden im Veranstaltungsbereich zusammen. Seine Sach– und Fachkompetenzen im waffenrechtlichen und technischen Bereich befähigen ihn zur regelmäßigen Durchführung von Sachkundelehrgängen, welche Voraussetzungen für den Erwerb von Sportwaffen sind. Wenn es um das soziale Engagement für Kinder und benachteiligte Menschen geht, rührt er sehr leidenschaftlich die Werbetrommel bei Vereinsmitgliedern und Sponsoren.

 

Klaus Wilmes, SV Lok Görlitz

Seine pädagogischen Kenntnisse und seine stetige Bereitschaft zur Betreuung der Wettkampfmannschaften und Breitensportgruppen im Kinder- und Jugendbereich des Vereins machten ihn schnell zum unverzichtbaren Mitglied des Übungsleiterteams. Mit Geduld und Fachverstand versteht er es, auf seine Sportler einzugehen und sie zur Verbesserung ihrer sportlichen Leistungen zu motivieren. Auch größere Herausforderungen, wie die Integration von schwächeren oder fremdsprachigen Kindern scheut er nicht.

 

Astrid Kühnel, NSV Gelb-Weiß Görlitz

Im Jahr 2004 kam Astrid Kühnel zur Abteilung Behindertensport des NSV zum Praktikum. Nach ihrem Studium absolvierte sie erfolgreich die Ausbildung zur Übungsleiterin und ist im Besitz der Übungsleiterlizenz für Rehasport - Geistige Behinderung. Die ausgebildete Rettungsschwimmerin engagiert sich bei den Vorbereitungen der regionalen Schwimmwettkämpfe und Sportfeste sowie dem wöchentlichen Training im NEISSE-Bad. Obwohl es nicht immer leicht ist, den Beruf, ihre Familie mit drei Kindern und den Behindertensport in Einklang zu bringen, übernimmt sie seit zwölf Jahren diese Verantwortung für Menschen mit einer Behinderung.

 

Jürgen Hilbert, Postsportverein Görlitz

Sportfreund Jürgen Hilbert ist seit 1961 Mitglied im Verein und auch noch aktiver Spieler. Vor vielen Jahren übernahm er die Abteilung Tischtennis. Jürgen Hilbert leitet diese Abteilung mit großer Umsicht und gibt an andere Sportler seine Erfahrungen weiter. Aber nicht nur Tischtennis spielt er, sondern hat auch noch eine Gruppe der Tischtennisfrauen zu betreuen, welche die Gymnastikgruppe bilden. Auch zu anderen Abteilungen des Postsportvereins hat Jürgen Hilbert ein gutes Verhältnis und sorgt für die Kommunikation untereinander.

 

Peter Vogt, GFC Rauschwalde

Er gilt unter seinen Mitstreitern als ein zuverlässiger Zeitgenosse mit viel Einsatzwillen. Seit seiner Jugend ist Peter Vogt im GFC Rauschwalde aktiv. Die Betreuung der 2. Mannschaft und der alten Herren sind sein Hauptaugenmerk. Zusätzlich findet man ihn immer bei den Arbeitseinsätzen und wenn dann noch Zeit ist, leitet er auch schon mal eine Übungsstunde im Nachwuchsbereich.

 

Dietmar Galle, SV Koweg Görlitz

Die Abteilung Handball des SV Koweg Görlitz ist die arbeitsintensivste Abteilung des Vereins. Dietmar Galle engagiert sich seit Jahren als Nachwuchs- und Co-Trainer. Diese wichtige Aufgabe erfordert seine Anwesenheit in der Turnhalle an Wochentagen und Wochenenden über das Maß hinaus. Wenn Not am Mann ist, ist er immer zur Stelle. Der aktive Kampf und Schiedsrichter hält zudem regelmäßig Kontakt zur Geschäftsstelle, wickelt die Schiedsrichterkosten ab und kümmert sich um das Pass- und Mitgliederwesen für den Spielbetrieb der Nachwuchssportler. Sportfreund Galle wird von den Mitgliedern und seiner Trainerkollegen wegen seines bescheidenen und sehr zuverlässigen Auftretens sehr geschätzt.

 

Roland Starke, CVJM Görlitz

Roland Starke hat schon vor der Neugründung des Vereins (1990) Sportgruppen begleitet. 1994 gründete er im CVJM Görlitz eine Volleyballgruppe, die bis heute besteht und aus der viele Mitarbeiter des CVJM hervorgegangen sind. Weit über Görlitzer Grenzen hinaus war und ist Roland Starke stetiger Ansprechpartner in Sportfragen aller Art. Er initiiert und leitet Sportturniere und Sportveranstaltungen mit stetigem Blick auf die Einbindung junger Menschen. Sein Interesse für Geschichte und seine enorme Leidenschaft trugen dazu bei, dass die Chronik des CVJM, welche bis 1909 zurück reicht, überarbeitet, aufgearbeitet und archiviert werden konnte.

 

Detlef Elfering, SV Koweg Görlitz

Er war viele Jahre selbst sportlich als Spieler der Abteilung Handball aktiv. Mit Verabschiedung vom Wettkampfbetrieb verlagerte er seine sportlichen Ambitionen in den Freizeitsport, sammelte viele ehemalige Spieler um sich und übernahm die Verantwortung für eine allgemeine Sportgruppe, die überwiegend dem Fußball zugewandt ist. Er hält die Verbindung zwischen dem Vereinsvorstand und der Sportgruppe. Auch ein seit Jahren bestehender Kontakt zu Sportfreunden aus Hessen wird maßgeblich durch ihn aufrechterhalten. Wenn auch dort nicht mehr die sportlichen Vergleiche im Vordergrund stehen, sondern der rege Austausch um die gute Sache Sport, müssen die jährlichen Traditionstreffen organisiert und durchgeführt werden.

 

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