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Ausgebauter Oder-Neiße-Radweg wird bis Herbst drei Kilometer länger

Ausgebauter Oder-Neiße-Radweg wird bis Herbst drei Kilometer länger

vom 18.08.2016

Am 18.08.2016 wurde der symbolische Baustart für den Lückenschluss des Oder-Neiße-Radweges im Norden des Görlitzer Stadtgebietes vorgenommen. Im Beisein von Amtsleitern der Stadtverwaltung Görlitz, Vertretern der Baufirma, des Planungsbüros und vielen Gästen, haben Bundestagsabgeordneter Michael Kretschmer (CDU), der Görlitzer Oberbürgermeister Siegfried Deinege, der Ludwigsdorfer Ortsvorsteher Karsten Günther-Töpert und Robby Riedel von der Straßen- und Tiefbau GmbH See den Spatenstich vollzogen.

Somit kann jetzt der Radweg an den von Zodel kommenden Fernradweg über knapp drei Kilometer angeschlossen werden - und die Attraktivität für Radfahrer im Ludwigsdorfer Ortsteil erhöht werden.

Auf knapp drei Meter Breite können nach Fertigstellung Einheimische und Radtouristen die Verbindungsstrecke nutzen. Auf diesem Abschnitt wird auch eine Raststation (Picknickplatz) angelegt. Von dort aus ist die Gemeinde Ober-Neundorf gut zu erreichen – und profitiert somit auch vom Radwegbau. Oberbürgermeister Siegfried Deinege betonte am Donnerstag: „Der Oder-Neiße-Radweg, als östlichster Radweg der Bundesrepublik Deutschland, ist für mich ein weiterer wichtiger Baustein für das Zusammenwachsen von Deutschland, Polen sowie der Tschechischen Republik unter touristischen Aspekten.“ Der Radweg verbinde die „Premiumprodukte“ des Landkreises Görlitz, wie das Zittauer Gebirge, die Stadt Görlitz und den Fürst Pückler Park in Bad Muskau.

Der Bauabschnitt des Oder–Neiße-Radweg kostet 530.000 Euro und wird zu 90 Prozent durch Land und Bund gefördert. Zehn Prozent finanziert die Stadt Görlitz aus Eigenmitteln. Mit dem Radwegebau ist die Firma „Straßen- und Tiefbau GmbH See“ mit Sitz im Nieskyer Ortsteil See beauftragt. Die Planung und Bauüberwachung der Maßnahme wird realisiert durch das Ingenieurbüro Richter & Kaup aus Görlitz, welche schon Erfahrungen in den nördlichen Bauabschnitten des Oder-Neiße-Radweges sammeln konnte. Besonders hervorzuheben ist die gute Zusammenarbeit und Kooperationsbereitschaft mit der örtlichen Landwirtschaft und den Anwohnern. Der Radwegbau ist so konzipiert, dass auch eine Überflutung möglich ist, ohne den Radweg zu beschädigen. In Zusammenarbeit mit der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Görlitz, dem Planungsbüro und der Stadt Görlitz konnte der unter strengem Schutz stehende Wiesenknopf-Ameisenbläuling (Maculinea nausithous) artgerecht umgesetzt werden, weshalb an diesen Stellen der Radwegausbau allerdings erst Mitte September 2016 beginnt. Im Oktober soll dann der drei Kilometer lange Radwegabschnitt fertig sein, sofern es das Wetter bautechnisch zulässt. Radtouristen müssen nach Fertigstellung nicht mehr die Straße durch Ludwigsdorf und Ober-Neundorf benutzen.

 

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