zurück zur Übersicht

Neuer Silber-Ahorn für den Stadtpark

Neuer Silber-Ahorn für den Stadtpark

vom 04.12.2019

Bild: Sachgebiet Straßenbau / Stadtgrün

Der bei einem Brand zum Jahresbeginn 2018 zerstörte alte Silber-Ahorn im Zentrum des Görlitzer Stadtparks ist durch eine Neupflanzung durch die Mitarbeiter des städtischen Betriebshof und dem Sachgebiet Straßenbau/Stadtgrün ersetzt worden.

n Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege Sachsen und auf Grundlage der erteilten denkmalschutzrechtlichen Genehmigung durch die untere Denkmalschutzbehörde wird der verbliebene ausgehöhlte und etwa 2,50m hohe Torso des alten Silber-Ahorns erhalten und in dessen Mitte nach Anlegen einer entsprechenden Pflanzgrube einer neuer, etwa 4 m hoher Silber-Ahorn gesetzt.
Alt und Jung, Werden und Vergehen sind auf diese Weise nicht nur symbolisch unmittelbar miteinander verbunden und erkundbar.

 

Zur Historie:

Der um 1830 gepflanzte und in der Waegeschen Karte des Stadtparks von 1854 dargestellte Silber-Ahorn, welcher mit seinem Standort zwischen den beiden großen Wiesen das Zentrum des Parks markierte, fand durch seinen zweiten Brand Neujahr 2018 und dem dadurch verursachten Baumbruch ein bitteres Ende. Trotz der fortgeschrittenen Morschungen und Höhlungen im Stamm- und Stämmlingsbereich, aus welchen der erste Kronensicherungsschnitt 1993 resultierte, besaß der Baum eine uneingeschränkte Vitalität sowie aufgrund der in zwei Ebenen eingebauten Kronensicherungen und großen Stammquerschnitte eine stabile Stand- und Bruchsicherheit. Selbst nach dem ersten Brand Neujahr 2013 und dem dadurch erneut erforderlichen Rückschnitt, bei welchem auch die rückmorschenden Kappstellen eingekürzt und die Kronensicherungen erneuert wurden, blieb das sekundäre Kronengerüst weitgehend erhalten und entwickelte bald wieder eine kompakte, vitale und  bruchsichere Krone.

Bei dem Brand Neujahr 2018 wurde jedoch so viel statisch relevantes Holz im Bereich der Stämmlinge und des Stammkopfs sowie auch die stabilisierende Kronensicherung vernichtet,  dass der Baum bereits am Folgetag, ohne Wind- , Schnee- oder sonstige Last, im Stammkopfbereich vollständig abbrach.

Als wahrscheinlichste Ursache für beide Brände muss das Zünden von Feuerwerkskörpern im Baum vermutet werden.

Der überbliebene, etwa 2,50m hohe Stammtorso wurde mittels Bauzaun gegen Betreten/Beklettern gesichert, um eine Gefährdung durch abbruchgefährdete Stammteile sowie die Beschädigung der zahlreichen Stammaustriebe zu verhindern. In Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege sowie der unteren Denkmalschutzbehörde wurde zunächst festgelegt, den Torso nicht zu entfernen, sondern anhand am Stammfuß entstehender Austriebe die Entwicklung sekundärer Stämme zu ermöglichen. Da entsprechende Austriebe bei einer gemeinsamen Begehung im Januar 2019 nicht festgestellt werden konnten, wurde festgelegt, den Stammtorso zu sichern, die Austriebe zukünftig regelmäßig zu entfernen und im Zentrum des Stammfußes eine Pflanzgrube anzulegen, um darin eine artgleiche Neupflanzung mit geeigneter Pflanzqualität (Hochstamm, Stammumfang 16-18cm, 3 x verpflanzt, mit Drahtballierung) vornehmen zu können.

Impressum Datenschutz Button - Nach oben scrollen Button - Nach oben scrollen