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„Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ - Zum Tag des Offenen Denkmals am 8. September 2019

„Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ - Zum Tag des Offenen Denkmals am 8. September 2019

vom 27.08.2019

Der diesjährige Tag des offenen Denkmals steht ganz im Zeichen des 100-jährigen Bauhausjubiläums. Auch wenn in Görlitz keine Bauten der klassischen Moderne, deren bedeutende Strömung die Bauhausarchitektur ist, zu finden sind, bietet das diesjährige Motto „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“ Anlass den Blick weiter zu fassen und die bekannten und liebgewonnen Kulturdenkmale unter diesem Gesichtspunkt neu zu entdecken.

So war und ist auch die Görlitzer Architekturlandschaft von Brüchen und Umbrüchen, vom Aufeinandertreffen unterschiedlicher Stile und Gebäuden verschiedener Epochen geprägt. Straßenzüge, deren Bebauung uns heute als harmonisches Nebeneinander erscheint, riefen auch in der Vergangenheit Verwunderung oder gar Empörung hervor.

Das Kaufhaus zum Strauß (1913) steht seit mehr als 100 Jahren selbstbewusst neben seiner gut 430 Jahre älteren Nachbarin – der Frauenkirche. Aber auch einzelne Gebäude, geprägt durch ihre wechselhafte Baugeschichte, legen Zeugnis von Umbrüchen und Aufbrüchen ab, barocker Stuck umfängt Renaissancefenster, Blümchentapete aus den 1970ern kleidet Gründerzeitwohnungen aus. Wenn jedes Jahr am zweiten Sonntag im September das gebaute Erbe unserer schönen Stadt zu besichtigen ist, sind Görlitzerinnen und Görlitzer sowie Gäste herzlich eingeladen diese Brüche zu suchen, zu finden und die Geschichte(n) dahinter zu erforschen. Den Denkmalpflegern, aber auch Eigentümern und Architekten kommt dabei die Aufgabe zu, besonders achtsam mit diesen Brüchen umzugehen.

Welche Spur ist erhaltenswert, welche überhaupt erhaltungsfähig? Was kann und soll gezeigt werden? Welcher Bruch entsteht, wenn man Neues gegen Altes setzt? All diese Fragen gilt es bei der Erforschung, Nutzung und Instandsetzung der Denkmale zu erörtern und zu bewerten.

Ob jeder Auf- auch immer ein Umbruch war, kann an diesem Tag ergründet werden.

So werden am 8. September neben vielen anderen Bauten das Oktagon in der Lunitz 9, die Feuerwehr auf der Krölstraße 26 und eine Waschküchenausstellung Im Bogen 5 zu besichtigen sein.  Freuen Sie sich auf eine spannungsreiche und faszinierende Entdeckungsreise durch die vielfältige Görlitzer Denkmallandschaft.

Die Eröffnung des Denkmaltages nimmt Oberbürgermeister Octavian Ursu um 10 Uhr auf dem Untermarkt vor.

Ein besonderer Höhepunkt des Tages ist die Stadthalle. Geöffnet ist von 10:00 bis 18:00 Uhr.

Um 18:00 Uhr beginnt dort das Konzert Rund um den Globus - Volkslieder aus aller Welt, es singt der „Europa Chor" aus der Akademie Görlitz unter der Leitung von Joshard Daus.

Auch die Ausstellung „Kaufmannspaläste in der ViaRegia“ in der Brüderstraße 9 ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Wer an diesem Tag auch die Emil von Schenckendorff Halle besuchen möchte, kann dies von 10:00 bis 14:00 Uhr tun.

 

Das Programmheft kann für 2 Euro an den bekannten Vorverkaufsstellen erworben werden:

Tourismusbüro i-vent, Obermarkt 33
Stadtverwaltung Görlitz, Bürgerbüro
Kulturservicegesellschaft mbH, Brüderstraße 9
Görlitz-Information, Obermarkt 32
Mohrenapotheke, Lutherplatz 12
Marktkauf Görlitz, Nieskyer Straße 100
Paracelsus-Apotheke, Bismarckstraße 2
WMF AG, Berliner Straße 57
Verkehrsgesellschaft Görlitz GmbH, Kundenbüro, Demianiplatz 23
Robert-Koch-Apotheke, Zittauer Straße 144
Linden-Apotheke, Reichenbacher Straße 106
Comenius Buchhandlung, Steinstraße 15
Dreifaltigkeitskirche
Peterskirche
Frauenkirche
Art Glas Else, Untermarkt 22
Presse & Buch Zentrum, Postplatz 14
Kühlhaus Görlitz, Am Bahnhof Weinhübel 2
Schlesisches Museum zu Görlitz, Brüderstraße 8
Hotel Dreibeiniger Hund, Büttnerstraße 13
Der Versand des Heftes (Schutzgebühr zuzügl. Porto) erfolgt über die Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH (Tel.: +49 3581 4757-0; E-Mail: willkommen@europastadt-goerlitz.de)

 

Handwerkermarkt

Im Rahmen des Tages des offenen Denkmals präsentieren traditionell von 10:00 bis 18:00 Uhr auf dem Untermarkt über 30 Handwerke ihre Kunstfertigkeiten, alte Handwerkstechniken und Erfahrungen, die unter anderem zum Aufbau und der Einrichtung von Gebäuden notwendig waren. Die Palette reicht dabei vom Töpfer, Schmuckhersteller, Korbflechter, Glasschleifer, Weber, Gerber, Bleiverglaser, Schuhmacher, Drechsler, Schmied bis hin zu Tischlern und Restaurierungshandwerkern. Auch die Vorstellung des musikalischen Handwerkes kommt an diesem Tag nicht zu kurz. Dafür sorgt der Posaunenchor Frauenkirche aus Görlitz, die Görlitzer Bläserformation, die Musikschule Fröhlich, Lausi Saxer und weitere regionale Musikerinnen und Musiker, deren wichtigstes Werkzeug die Stimme ist. Seien Sie herzlich eingeladen, auf Ihrem Rundgang durch die Stadt hier zu verweilen und ein Quäntchen Inspiration zu sammeln, bevor Sie den Weg zu den nächsten ehrwürdigen Denkmälern einschlagen.

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