Der Streit um den Serganten Grischa
Der Schriftsteller Arnold Zweig verarbeitete seine Teilnahme als einfacher Soldat im Ersten Weltkrieg in seinem literarischen Schaffen. Sein Roman „Der Streit um den Sergeanten Grischa“ ist 1927 erschienen und Teil des unvollendeten Romanzyklus „Der große Krieg der weißen Männer". Die Defa verfilmte das Werk 1967/68 im Auftrag des DDR-Fernsehens als TV-Zweiteíler.
Eine Szene des Films wurde im Görlitzer Tierpark gedreht. Der damalige Leiter Arno Müller doubelte die Hauptfigur des Sergeanten Grischa. Neben ihm „spielte" ein Luchs aus dem Tierpark eine Rolle.
Story
Der russische Sergeant Grigorij Iljitsch Paprotkin, genannt Grischa, flieht im Frühjahr 1917 aus deutscher Kriegsgefangenschaft, um in Richtung Heimat zu seiner Familie zurückzukehren. Unterwegs lernt er Babka kennen, die sich in ihn verliebt. Da sie Grischa nicht von der Flucht abhalten kann, gibt sie ihm die Erkennungsmarke eines anderen Soldaten. Er soll sich als Überläufer Bjuschew ausgeben.
Als er verneut aufgegriffen wird, halten ihn die deutschen Militärbehörden für einen russischen Spion und verurteilen Grischa zum Tod durch Erschießen.
Als Beerenfrau getarnt, kommt Babka ins Gefängnis und will den Geliebten befreien. Grischa lehnt ab, weil er seine wahre Identität durch Zeugen beweisen konnte.
Der Oberbefehlshaber des Heeres ignoriert die juristische Zuständigkeit und lässt Grischa trotz des Beweises und der Revision des Todesurteils durch das zuständige Kriegsgericht hinrichten. Er will die soldatische Disziplin in den eigenen Reihen nicht gefährden und den revolutionären Ereignissen in Russland entgegenwirken.
Schauspieler
Josef Karlík, Jutta Wachowiak, Chewel Buzgan, Günter Naumann, Adolf Peter Hoffmann, Dieter Mann, Horst Schulze, Klaus Piontek, Dieter Franke, Alfred Struwe
Regisseur
Helmut Schiemann
Produzent
DEFA-Studio für Spielfilme (Potsdam-Babelsberg)
Produktions-Art
tv - Produktion
Genre
Drama
Veröffentlichung
1968
Drehzeitraum
07.01.1968
