Wirtschaft Görlitz

Investieren am Berzdorfer See

Entdecken Sie ein spannendes Investitionsumfeld an einem Ort mitten im strukturellen Wandel. Von der Tagebauindustrie hin zu einer Freizeit-, Erholungs- und Sportoase in einer traumhaften Kulisse. Werden Sie Teil eines Tourismusgebietes mit großem Wachstumspotential.

Berzdorfer See

Informationen zur aktuellen Nutzung des Sees finden Sie im Bereich Erlebnis. Einheimische und Urlauber mit ganz unterschiedlichen Interessen können direkt vor den Toren von Görlitz hier in der Natur aktiv sein und entspannen.

Bildquelle: Europastadt GmbH

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Ausgewählte Projekte

Wo heute der Berzdorfer See als Natur- und Freizeitparadies mit zahlreichen Badegästen im Sommer liegt, befand sich bis vor wenigen Jahren noch ein Braunkohletagebau. Seit dem Abschluss der Flutung treiben die Stadt Görlitz und die umliegenden Gemeinden die Entwicklung des Sees und dessen Nutzung voran.

Die planerischen Voraussetzungen zur Schaffung eines Tourismus- und Feriengebietes mit tourismusrelevanten Einrichtungen zu schaffen, ist Aufgabe des Planungsverbandes Berzdorfer See. Er zeichnet vor allem für die Bauleitplanung verantwortlich. Darüber hinaus initiiert und koordiniert er in enger Zusammenarbeit mit der Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) sowie weiteren Partnern und Akteuren Maßnahmen, die der Nachnutzungen des Tagebaus als Ferien-, Tourismus- und Erholungsgebiet dienen.

Um vorhandene Entwicklungsmöglichkeiten zu nutzen und eigene Projekte zu verwirklichen, bildet der Berzdorfer See auch für private Investoren ein spannendes Spielfeld. So begleitete die Wirtschaftsförderung der Stadt Görlitz beispielsweise zwei neue Hotelprojekte und stand bzw. steht den privaten Investoren als kompetenter Ansprechpartner zur Seite.

 

Übersicht der Projekte am Berzdorfer See

Um die Karte in voller Größe zu sehen, öffnen Sie bitte das  PDF-Dokument [2,4 MB]

Kontakt:

Ansprechpartner für alle Fragen zu Investitionsprojekten:

Europastadt GörlitzZgorzelec GmbH
für Wirtschaftsentwicklung, Stadtmarketing und Tourismus
Tel.: +49 (0) 3581 4757-40
see@europastadt-goerlitz.de

 

Ansprechpartner für alle Fragen zum Planungsverband "Berzdorfer See":

Kerstin Mühle
Telefon: +49 (0)3581 67-2112
E-Mail: k.muehle@goerlitz.de

zur Webseite vom Planungsverband: www.berzdorfer-see.eu

 

 

Foto: KommWohnen

Infrastruktur-Projekte LMBV und Stadt Görlitz

Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) ist ein Unternehmen der öffentlichen Hand, das im Auftrag des Bundes für die Sanierungsplanung und das Projektmanagement am Berzdorfer See verantwortlich ist. Viele Maßnahmen werden nach § 4 umgesetzt - sie dienen der Erhöhung des Folgenutzungsstandards in den Braunkohlenplangebieten und im Umfeld des stillgelegten Braunkohlenbergbaus. Sie erfassen insbesondere Maßnahmen zur Beseitigung struktureller Nachteile, Maßnahmen zur nachträglichen Wiedernutzbarmachung und Maßnahmen zur Unterstützung der regionalen Entwicklung.

Weitere Finanzierungsquellen sind die ÖPNV-Förderung des Freistaates Sachsen, GRW-Infra oder das Braunkohleausstiegsförderprogramm.

Bereits fertiggestellte Maßnahmen:

  • Äußere Erschließung Nordstrand
  • Bootsanlegestege Nordstrand, Deutsch Ossig, Klein Neundorf und Blaue Lagune
  • Parkplatz am Nordoststrand
  • Anbindung Rundweg / Oder-Neiße-Radweg am Nordoststrand und in Hagenwerder
  • 1. und 2. Bauabschnitt der Äußeren Erschließung von Deutsch Ossig
  • Äußere Erschließung Hafen
  • Hafen einschließlich Hauptstege / Slipanlage und Fingerstege
  • Straßeninstandsetzung Tauchritz
  • Äußere Erschließung der Blauen Lagune / Schönau-Berzdorf mit der äußeren Erschließung des Vereinssegelstützpunktes
    Aussichtsturm Neuberzdorfer Höhe

 

aktuell laufende Maßnahmen:

  • die Anschaffung eines Mehrzweckbootes für die Rettung und den Havariefall, welches in den Dienst der Berufsfeuerwehr Görlitz gestellt wird
  • der Bau der Rettungsstation am Nordstrand (Fertigstellung in 2020)
  • die Baustraße am Nordoststrand / Deutsch Ossig
  • eine Wegeanbindung vom Hafen in Richtung Bahnhof Hagenwerder
  • eine Ver- und Entsorgungsstation im Hafen
  • ein weiterer Segelstützpunkt für Jollensegler am Rande des Hafens am Pließnitzzulauf

 

geplante Maßnahmen:

  • Parkplätze am Nordstrand, Nordoststrand und je ein Parkplatz in Hotelnähe Insel der Sinne und Gut am See
  • Sanitäranlagen am Nordstrand und Nordoststrand
  • Infopunkte am Nordstrand, Nordoststrand und am Hafen
  • Sportanlage südlich von Deutsch Ossig
  • Innere Erschließung Deutsch Ossig
  • Bahnhaltepunkt Deutsch Ossig

Private Investitionsprojekte

Segel setzen und Leinen los: der Hafen

Die Belebung des Hafens besitzt eine Schlüsselfunktion für die Entwicklung des Sees, indem einerseits die angestrebte wassersportliche (touristische) Seenutzung möglich ist und andererseits das Wassersportzentrum als Motor für die Ansiedlung weiterer touristische Angebote (Gastronomie, Camping, Unterkünfte) im Umfeld fungiert. Darüber hinaus hat das Projekt auch eine Signalwirkung für die Region als Leuchtturmprojekt für die Entwicklung am Berzdorfer See. Betreiber des Hafens ist seit April 2018 die städtische KommWohnen GmbH.

Der Hafen verfügt über mehr als 100 Wasser- und Landliegeplätze für Boote. Bei Bedarf können weitere Plätze geschaffen werden. Es gibt eine Slipanlage mit zwei Bahnen und die Möglichkeit, einen mobilen Kran einzusetzen. Segel-, Ruder- und Tretboote aller Größen können daher im Hafen Görlitz liegen. Das Fahren mit Motorbooten ist auf dem Berzdorfer See bis auf weiteres untersagt.

Das moderne Hafengebäude bietet mit Café und Kiosk nicht nur ein schönes Ziel für Ausflüge, sondern verfügt für Segler auch über Sanitäranlagen mit Duschen sowie über rund 50 Parkplätze. Das Hafencafé hat in der Sommersaison von April bis Oktober täglich geöffnet. Seit 2019 kann dort standesamtlich geheiratet werden. Das Gebäude bietet zudem Platz für zwei kleine Shops.

Für Caravans und Wohnmobile gibt es eine eigens zugewiesene Fläche auf dem unbefestigten Parkplatz oberhalb des Hafengeländes. Nach Anmeldung im Hafencafé darf diese genutzt werden, ebenso die Sanitärräume im Hafengebäude.

Für ein breites touristisches Angebot laufen derzeit Vorbereitungen und Gespräche für den Bau von Ferienhäusern auf der Halbinsel sowie am Südrand des Hafenbeckens.

Webseite: http://hafen-goerlitz.eu

Foto: KommWohnen

Ina Lachmann und Henry Hedrich vor ihrer "Insel der Sinne", Foto: Paul Glaser

Erstes Hotel am See: die Insel der Sinne

Mit der „Insel der Sinne“ verwirklichte das Investorenehepaar Ina Lachmann und Henry Hedrich auf der Halbinsel des Sees ihr persönliches Herzensprojekt: Ein 4-Sterne-Wellnesshotel mit 46 Zimmern und Suiten samt eines Restaurants auf einer weitläufigen Seeterrasse mit Panoramablick. Nach mehrjähriger Planungs- und Bauphase wurden das Restaurant im Mai 2018 und das Hotel im Juli 2018 eröffnet – das Angebot wird seitdem sehr gut angenommen.

„Unseren Traum, selbst einmal einen schönen Ort am Wasser zum Seele baumeln lassen zu kreieren, haben wir uns mit der Eröffnung des ersten Hotels am Berzdorfer See erfüllt“, sagt Ina Lachmann.

Alle Zimmer und Suiten des Hotels fangen über breite Glasfronten die Natur ein. Die Zimmer im Erdgeschoss haben über eine Treppe sogar direkten Zugang zum See. „Im ersten Bauabschnitt entstanden zudem ein Seminarraum für bis zu 60 Tagungsteilnehmer, ein Yoga- und Anwendungsraum sowie ein Bibliotheks- und Kaminzimmer. Aktuell werden noch der Parkplatz sowie kleine Details im Außengelände fertig gestellt und ‚hübsch’ gemacht“, erläutert Henry Hedrich. Zu einem späteren Zeitpunkt kommen im zweiten Bauabschnitt noch ein 1.000 Quadratmeter großer öffentlicher Wellnessbereich sowie 16 Ferienhäuser hinzu.

Die meisten Räume und der hoteleigene Spa-Bereich mit Seeblick-Sauna, Panorama-Ruheraum und Dampfbad sind den Hotelgästen vorbehalten. Das hoteleigene Restaurant mit großzügiger Seeterrasse direkt über dem Wasser steht dagegen allen Gästen offen. Sie erwartet hier eine kreative, saisonale Küche mit regionalen Produkten und erlesenen Weinen.

Webseite: www.inseldersinne.de

Romantik und Genuss: das Gut am See

Das Gut am See befindet sich auf der über 800 Jahre alten Schlossanlage des ehemaligen Rittergutes Tauchritz.

Seit 2013 ist der Hof mit den Wirtschaftsgebäuden im Privatbesitz. Nach der Umbauphase des denkmalgerecht restaurierten Ensembles befinden sich nun 2 Restaurants, ein 4-Sterne-Hotel mit 48 Zimmern, 5 Tagungsräume, eine Bar/Pub „Schwarzes Schaf“ und Außengastronomie mit insgesamt 250 Plätzen im Innenhof des Gutes. Die Speisekarte bietet eine Auswahl an mediterranen Speisen, als auch traditionelle Gerichte neu interpretiert – perfekt für Familienfeiern, Firmen-Events und Hochzeitsgesellschaften am schönsten Tag im Leben. Besucher können sich auf hausgebackenen Kuchen und einen liebevollen Service freuen.

Das Gut am See hat sich im Laufe der Jahre zu einem der beliebtesten Ausflugsziele am See entwickelt. 

Webseite: http://gut-am-see.de

Foto: Gut am See

Bewegte Geschichte

Um 1835 begann südlich von Görlitz am Standort der ehemaligen Ortslage Berzdorf der Abbau von Braunkohle. 2005 segelten zum ersten Mal im Rahmen des Erlebnistages am Berzdorfer See die ersten Boote. Dazwischen liegen 170 Jahre spannender regionaler Geschichte, geprägt durch eine lange Bergbautradition, den ökonomisch bedingten Strukturwandel und den derzeitigen Ausbau als Tourismusstandort. 

Nachdem die Kohlegewinnung zuerst in bescheidener Form erfolgte, gewann der Kohleabbau ab dem Jahr 1946 eine neue Dimension. Der Ausbau der Energiewirtschaft als Voraussetzung für einen Neuanfang nach dem zweiten Weltkrieg rückte den Standort des zwischendurch stillgelegten und gefluteten Tagebaus wieder in den Vordergrund. Nach Beendigung der Auspumparbeiten startete die Kohlegewinnung neu. Der eingeführte 3-Schichtbetrieb ließ dabei die Förderleistungen schnell wachsen. Der stetige Ausbau brachte in den darauf folgenden Jahren gewaltige Erdbewegungen mit sich.

Der erste dramatische Einschnitt stellte zwischen 1962 und 1965 jedoch die Ortsverlegung von Berzdorf und die damit verbundene Umsiedlung der Menschen, vornehmlich nach Schönau-Berzdorf, dar. Das Inkraftnehmen der Kraftwerke I und II in den Jahren 1958 bzw. 1962/63 (1970 kam dazu das Werk III) verlangte eine weitere Steigerung der Förderung auf bis zu 7 Mio. Tonnen Braunkohle pro Jahr. Enorme Investitionen wurden getätigt, um moderne Förderungstechnologien einzuführen. Der Zugbetrieb wurde dabei auf Bandbetrieb umgestellt, leistungsfähige Kohlebagger ließen die Fördermenge bis auf 50.000 Tonnen Kohle täglich steigern. Bis über 7000 Menschen fanden zu DDR-Zeiten Arbeit in diesem Industriekomplex.

1988 mussten erneut Bewohner einen hohen Preis für die industriellen Zwänge zahlen. Der Ort Deutsch-Ossig musste dem Kohleabbau weichen und wurde fast komplett verlegt.

1997 kam die große Zäsur und die schmerzhafte Außerbetriebnahme der Kohleförderung. Nach über 150 Jahren Braunkohle-Abbau wurde nach der Wende eine neue Ära für die Grube eingeleitet: Aus dem ehemaligen Tagebau entsteht nun das Tourismus- und Feriengebiet Berzdorfer See. Die Sanierung führt die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH (LMBV) durch.

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