Die Stadt Görlitz beabsichtigt auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofes in Görlitz-Schlauroth das European Logistics Center (ELC) mit Terminal für intermodalen Verkehr zu entwickeln. Bereits Anfang der 90er Jahre begann die Stadt Görlitz Möglichkeiten zur Nachnutzung des RAW und Rangierbahnhofs zu untersuchen. Die Infrastruktur- und Projektentwicklungsgesellschaft wurde von der Europastadt Görlitz-Zgorzelec GmbH im Jahr 2008 beauftragt, für den ehemaligen Güterbahnhof und das Reichsbahnausbesserungswerk (RAW) Schlauroth in Görlitz einen Masterplan zu entwickeln, der die aktuellen Rahmenbedingungen, wie Nachfrage von potentiellen Investoren, Altlasten, Lärmeinwirkungen, Verkehrsströme etc. hinreichend berücksichtigt.
Ein Terminal für den kombinierten Verkehr (Schienen-Straßen-Umschlag) in Görlitz soll modular entwickelt werden. In der ersten Stufe sind dafür zwei Gleise mit entsprechender Arbeits- und Abstellfläche zum Aufbau vorgesehen, an denen maximal zwei Reachstacker zum Einsatz kommen. Um eine entsprechend nachhaltige Wirtschaftlichkeit für die erste Ausbaustufe zu erreichen, sind nach Erfahrungswerten 30.000 bis 35.000 Ladeeinheiten pro Jahr notwendig. Im Masterplan von ipg wird die mittig gelegene, ca. 20 ha große Ansiedlungsfläche sowohl durch die Bundesstraße B6 als auch durch das Gleis aus dem Bahnhof Görlitz verkehrlich erschlossen.
Im Ergebnis der Untersuchungen wird festgehalten, dass die Fläche Görlitz-Schlauroth aus verkehrlicher und stadtentwicklungstechnischer Sicht gute Entwicklungspotenziale besitzt als Gewerbegebiet mit Alleinstellungsmerkmal Logistik (Anschlussgleis, Terminal) entwickelt zu werden. Damit ergeben sich nicht nur neue Vermarktungschancen für die Gewerbegebiete der Umgebung, insbesondere für das B-Plan-Gebiet „Hoterberg“, auch die Wettbewerbssituation der Region – mit der Umsetzung anspruchsvoller Umweltstandards und der Stärkung des regionalen Marktes - lässt sich erheblich verbessern.