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"Görlitz und sein Bier"
Die Herstellung und der Konsum von Bier, auch als "flüssiges Brot" des Mittelalters und der Frühen Neuzeit bekannt, hat eine lange Tradition in Görlitz. Über einhundert Grundstücke in der Stadt besaßen die Berechtigung zum Brauen, und damit verbunden, auch die Erlaubnis zum Ausschank des Getränks. Die wichtigen Görlitzer Familien wie die Frenzel, die Emmerich oder die Schneider waren nicht nur als Tuchhändler, sondern gleichzeitig auch als Braubürger aktiv.
Der Rundgang mit Geschichte und Geschichten zum Bier führt vom Rathaus durch die Görlitzer Altstadt, zu den Häusern der wichtigen Görlitzer Familien und zu den ehemaligen Brauhöfen. Neben der wirtschaftlichen und sozialen Bedeutung des Bierbrauens für die Stadt erfahren Teilnehmer Wissenswertes über die Konflikte ums Bier, wie etwa den Bierkrieg mit Zittau, die Auseinandersetzungen mit den Görlitzer Pfarrern, aber auch über die kleinen Rangeleien der Brauhofgäste, die beim Biertrinken und Kartenspielen ausbrachen. Ihren zünftigen Abschluss findet die Bier-Führung in einem der ehemaligen Brauhöfe, natürlich bei einem kühlen Bier.
Termine 2012:
05.05. und 01.09. jeweils um 19.00 Uhr
Dauer: 90 Minuten
Preis: 8,50 Euro p.P.
Treffpunkt: Heroldbrunnen am Obermarkt
Kartenverkauf: Görlitz-Information
Veranstalter: Görlitzer Stadtgeschichten