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Rund um die Historische Altstadt

...gibt es ebenfalls jede Menge zu entdecken. Auch hier finden Sie Denkmäler, historische Brunnen oder Bauten wie die Stadthalle, den Dom Kultury auf polnischer Seite; die Neißeauen und angrenzende Parks laden zum Verweilen und Entdecken ein; die Landeskrone - der Hausberg der Görlitzer ein beliebtes Ausflugsziel...

Machen Sie sich auf Reise und erleben die andere schöne Seite unserer Stadt.

Dom Kultury (Kulturhaus)

Ein Spaziergang auf den schattigen Parkwegen des nahegelegenen Stadtparks entlang zahlreicher Rhododendronsträucher und einer Vielzahl botanischer Besonderheiten hat insbesondere in der wärmeren Jahreszeit einen besonderen Reiz. Der Park entstand in der Mitte des 19. Jahrhunderts u .a. durch Mitarbeiter von Peter Lenné, königlicher Gartenbaumeister von Preußen, unter dessen Verantwortung auch Sanssouci in Potsdam angelegt wurde. Über die Brücke neben der Stadthalle gelangt man in den Ostteil der früher ungeteilten Stadt - nach Zgorzelec. Das bekannteste und bedeutendste Bauwerk im östlich der Neiße gelegenen Teil der Stadt ist die um die Jahrhundertwende erbaute Oberlausitzer Gedenkhalle, die heute durch die Stadt Zgorzelec als Kulturhaus (Dom Kultury) genutzt wird.

Stadthalle

Das Niederschlesische Kultur- und Kongresszentrum Stadthalle Görlitz wurde 1906 bis 1910 eigens als Austragungsort der Schlesischen Musikfeste, deren Tradition in das Jahr 1876 zurückreichen, erbaut. Nach 54jähriger Unterbrechung haben die Musikfeste seit 1996 wieder ihren festen Platz in der Görlitzer Kulturlandschaft.


Meridianstein

Meridianstein 15. Längengrad

Der Meridianstein - eine steinerne Erdkugel - unweit der Stadthalle informiert über eine weitere Besonderheit der Stadt - hier wird die mitteleuropäische Zeit bestimmt, denn der 15. Meridian (östliche Länge) verläuft mitten durch Görlitz.

Görlitz ist nämlich die einzige Stadt Deutschlands, die exakt auf dem 15. Längengrad östlich von Greenwich liegt.  Deshalb ticken die Uhren hier am genauesten!

Aufgestellt wurde dieser Stein im Jahr 1961 anlässlich des ersten bemannten Raumfluges von Juri Gagarin.

Schöpfer und Stifter war der Görlitzer Steinmetzmeister und Bildhauer Carl Däunert.

Zwischen dem kreisförmigen Sockel und der ebenfalls runden Deckplatte sind die Kontinente auf einem Globus dargestellt. Auf der Deckplatte kennzeichnet ein genau eingemessener Bronzebügel die Meridianrichtung.

In der Inschrift wird auf den Verlauf der Zeitzone von Skandinavien bis Afrika verwiesen.

Adresse: Am Stadtpark, 02826 Görlitz

 

 

 

Viadukt

Viakukt
Viadukt

Als einer der ersten großen deutschen Eisenbahnviadukte schwingt sich vom Obermühlenberg weit hinüber der 35 m hohe Neiße Viadukt mit seinen 30 Rundbögen und einer Länge von 475 Metern.

Er ist von Görlitz aus der Schienenverkehrsweg in Richtung Polen.

Den Riesenkörper von rötlichem Granit krönt das Geländer von weißem Sandstein und verleiht dem massenhaften und schweren Bogenbau eine überaus angenehme, anmutige Leichtigkeit. Das Granit wurde aus dem Limasberg (Liebsteiner Berg, Königshainer Berge bei Görlitz) gebrochen, mit Pferdefuhrwerken heran gefahren und nach Schablonen die Blöcke am Ufer behauen.

Die Arbeiten zogen sich über drei Jahre, vom Juli 1844 bis zum August 1847 hin.

In Auftrag gegeben von der Niederschlesisch-Märkischen Eisenbahngesellschaft, errichtet von Maurermeister Gustav Kießler, kostete das Bauwerk am Ende insgesamt 640.668 Taler, 266 Silbergroschen und 3 Pfennige.

Der 2. Weltkrieg hinterließ auch hier seine Spuren an dem Bauwerk. In den Tagen vor dem 8. Mai 1945 sprengten Angehörige der Waffen - SS die höchsten Bögen des Viadukt heraus.

Auf Grund von Reparationsleistungen wurde die Elektrifizierung abgebaut.

Um 1950 arbeiteten polnische Bauarbeiter an der Beseitigung der Explosionsschäden.

Landeskrone

Die Landeskrone ist das weithin sichtbare Wahrzeichen von Görlitz und erhebt sich im Ortsteil Biesnitz 419,5m über den Meeresspiegel.  Ihre vielseitige Naturausstattung bietet sowohl den Erholungsuchenden als auch den geologisch und botanisch Interessierten Anregung und Naturgenuss.

Im Jahre 1440 konnte die Stadt Görlitz die Landeskrone von ihren adeligen Besitzern erwerben und gewann dort Bauholz, nicht zuletzt um die Schäden der zahlreichen Stadtbrände zu ersetzen. So kam es dazu, dass der Berg den größten Teil seiner Bewaldung verlor.

Der untere, etwas flachere Granitsockel wurde später ackerbaulich genutzt, der obere, steile aus Basalt, diente als Weide.

Im 18. Jahrhundert entstanden auf dem westlichen Gipfel der Landeskrone eine Schutzhütte und ein Turm. Der östliche, niedrigere Gipfel trägt eine sog. Bismarcksäule, geschaffen 1901 vom Architekten Wilhelm Kreis. Zu gesellschaftlichen und politischen Höhepunkten wurden auf ihr Feuer entzündet, die weithin sichtbar waren.

Eine kleine Restauration erhielt der Berg 1844, die große Berggaststätte mit den Türmen und Kolonnaden bot von 1863 bis zu ihrem Brand 1946 Vergnügungen vielerlei Art. Der Neubau, wie er heute zu sehen ist, stammt von 1951.

In dem Maße, wie das Interesse der Bürger an ihrem Berg wuchs, wurde dieser auch erschlossen, Wege, Treppenanlagen, Geländer und Anpflanzungen entstanden. Die ersten Bänke luden Mitte des 19. Jahrhunderts zum Verweilen ein. Eine 1840 gepflanzte Lindenallee beginnt am Fuße der Landeskrone und trifft am Basaltkegel auf die Fahrstraße; 178 Stufen führen aufwärts. Rechts und links davon wurde der Bergsockel 1883 mit Rotbuchen bepflanzt. Ein sehr bequemer Aufstieg ist über die Fahrstraße von der Westseite aus möglich.

So entstand nach und nach ein bevorzugt mit Laubbäumen bewachsener Berg, der seiner reichhaltigen Naturausstattung wegen 1953 zum Naturschutzgebiet erklärt wurde. Das Schutzziel ist neu formuliert in einem Pflege- und Entwicklungsplan von 1999.  

Das Befahren des Naturschutzgebietes mit Kraftfahrzeugen ist grundsätzlich verboten. Ausnahmen bedürfen der Genehmigung durch die Naturschutzbehörde des Landratsamtes Görlitz, Otto-Müller-Str. 7.