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Verrätergasse

Die schmale Gasse, die vom Obermarkt nach der Langenstraße führt, heißt noch heute nach den Ereignissen von 1527 die Verrätergasse.

Von ihr, so sagt man, seien die Verschworenen durch eine noch jetzt sichtbare Seitenpforte am Hinterhaus Langenstr. 12 geschlichen. Der Eingang wurde vermauert und über ihm zum Gedächtnis an diese Verräterei die Buchstaben D.V.R.T. (Der Verräterischen Rotte Tor) in den Sturz gehauen. Die Sage von der Verrätergasse bringt mit diesem Aufruhr auch das zeitigere Anschlagen  von der Turmuhr der Klosterkirche in Verbindung. Nach Aussage des ehemaligen Ratsarchivar Professor Richard Jecht findet sich aber dazu in den Geschichtsquellen der damaligen Zeit keine Bestätigung.

1575 überbauten die Besitzer der Häuser Nr. 26 und 27 des Obermarktes, Georg Schwettig und Martin Hoffmann, die Verrätergasse zwischen ihren Häusern. Beim größten Görlitzer Stadtbrand am 31. Juli 1717, von dem 403 Gebäude und 2617 Personen betroffen waren, verbrannte auch die Verrätergasse.

Die Verrätergasse hat nur Seiten- und Hinterhäuser vom Obermarkt und der Langenstraße