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Denkmal Biesnitzer Grund

Pionierehrenmal für die Opfer des Faschismus aus dem KZ Biesnitzer Grund - Fröbelstraße

Im Biesnitzer Grund in der Nähe des Sportplatzes Eiswiese befand sich ein Arbeitslager, ab 1943 ein KZ, in dem Kriegsgefangene mehrerer Nationalitäten untergebracht waren. Diese mussten in den Görlitzer Betrieben für den Rüstungsbedarf hart arbeiten. Viele von ihnen starben an Entbehrungen und Willkür. Auf dem Jüdischen Friedhof sind 323 von ihnen bestattet worden.

Lehrer und Schüler der Melanchthonschule mit ihren Eltern setzten 1959 den Gedenkstein als Pionierehrenmal an einer Stelle, an der die Gefangenen täglich vorbei marschieren mussten.

Fast dreißig Jahre lang fanden am Ehrenmal Appelle und Gedenkveranstaltungen statt, Flammen aus einer kleinen Feuerschale auf der Stele unterstrichen die Feierlichkeiten.

Im Jahre 2003 beging die Melanchthonschule ihr 100-jähriges Jubiläum. Auf Initiative der Mittelschule wurden zu diesem Anlass Platz und Stein aus heimischem Granit mit dem Dreieck aus rotem Schwedischen Granit gesäubert und restauriert und eine ergänzende Tafel an der Rückseite der Stele angebracht. Die Feuerschale wurde nicht mehr ergänzt.