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Zecherpaar

Klosterplatz

Diesen schönen Brunnen schuf die Görlitzer Künstlerin Gisela Mauermann, geb. 1941.

Der Volksmund nannte ihn "Das Zecherpaar", obwohl die Frau sich mit der großen Wäsche beschäftigt und nur der Mann Bad und Bier so recht zu genießen scheint.

Mit diesem Paar wollte die Künstlerin ironisch zum Ausdruck bringen, dass in unserer Gesellschaft noch großenteils die historische Rollenverteilung zwischen Mann und Frau favorisiert wird.

Es entstand ein Kunstwerk, dessen Betrachtung  beiden Geschlechtern Freude und Genuss bereiten kann.

Die Granitbütte stammt aus Görlitzer Bestand, sie war vermutlich eine Pferdetränke.

Ursprünglich für das Neubaugebiet Görlitz-Nord konzipiert, wurde der Brunnen aus verschiedenen Gründen dort nicht aufgestellt, sondern eingelagert und nur zu einer Ausstellung öffentlich gezeigt.

Im Jahre 1999 erfolgte seine Installation am jetzigen Ort hinter dem Gymnasium Augustum nahe des Schwibbogens, und er bereichert seitdem die Görlitzer Denkmallandschaft mit stillem Humor.

Gisela Mauermann ist eine vielseitige Holzbildhauerin und Plastikerin, sie gestaltete Holzspielplätze nicht nur für Görlitz; weitere Brunnen von ihr finden wir in Görlitz im Karpfengrund (seit 1993) und in Berlin auf dem Monbijou-Platz.

Portraitbüsten aus Holz und Bronze gehören zu ihren Werken, wie auch Wandgestaltungen und die Gestaltung der Tunnelportale des Autobahntunnels Königshainer Berge.

In den Jahren 1997/98 entwarf und schuf sie die Modelle für die Gestaltung der neobarocken Fassade eines Hauses in New York.      

Viel figürlicher Schmuck an Görlitzer Häusern wurde von Gisela Mauermann restauriert und erfreut nun weiterhin die Betrachter.