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Bütte Hainwald
Badende Kinder
Wendet man sich von den "Milchkannen" südwärts und geht die Straße "Hainwald" hinunter, so findet man in der Nische eines Hauses an der sogenannten Neidecke eine Bütte mit badenden Kindern in einem Bronzetopf. Diese reizende Brunnenplastik des Freitaler Künstlers Peter Fritzsche, geb. 1938, wurde 1991 aufgestellt.
Der Volksmund bezeichnet die Gruppe der Kinder im Topf scherzhaft als "Kannibalenbrunnen".
Der Hainwald ist die älteste Görlitzer Straßenbezeichnung, über ihn erfolgte der Zugang zur Burg und zum Vogtshof, von wo aus der Vogt im Auftrage des Königs von Böhmen im frühen Mittelalter die Geschicke des Handelsplatzes leitete. Die böhmischen Dienstmannen bewohnten sogenannte Freihöfe, wehrhafte Gebäude mit einem seitlichen Turm. Das Waidhaus war so ein Freihof (sein Turm wurde erst 1426 beseitigt), ebenso wie das heutige Alte Rathaus, und auch am Standort unseres Brunnens, an der "Neidecke" Ecke Neißstraße/ Hainwald befand sich einst ein solcher.
Eine weitere Bronzeplastik von Peter Fritzsche, die sog. "Kistenkinder", steht im Schulhof der Fischmarktschule und ist gut zu betrachten vom Durchgang Fischmarkt - Elisabethstraße. Im Görlitzer Tierpark befindet sich, vom gleichen Künstler gestaltet, die Figurengruppe einer Wildsau mit Frischlingen.

