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Die Sanitärbereiche

Erkenntnisse zur sanitären Nutzung dieser Häuser brauchten Untersuchungen am Schönhof, Brüderstraße 8.

In zwei Räumen wurden teilweise fast vollständig erhaltene Toiletten aus der Zeit der Renaissance freigelegt. Eine Anlage war durch zumauern der Wandöffnung verborgen, die andere befand sich hinter der barocken Ofennische. Beide Anlagen zeigten guterhaltene hölzerne Toilettensitze. Die ebenfalls aus Brettern zusammengefügten Zuleitungen von den Obergeschossen und Ableitungen In Richtung Keller lassen annehmen, dass somit die Möglichkeit einer modern anmutenden Wasserspülung gegeben war. Wohl wurde das Wasser (Regenwasser?) im Dachbereich gesammelt und über Schieber den Toiletten zur Spülung zugeführt. Die Abführung erfolgte mit Sicherheit in die damals schon bestehende unterirdische städtische Kanalisation, die sogenannte Einzucht. Ein Rudiment einer Innentoilette wurde auch im Obergeschoss der Ratsapotheke, Untermarkt 24 gefunden.