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Die Eingangshalle
Von der Straße gelangt man durch ein prächtiges Portal, als Durchfahrt geeignet, in die hausbreite und eineinhalb geschosshohe Eingangshalle. Sie diente dem Umschlag, der Präsentation und dem Verkauf der im Fernhandel mit Ost - und Südosteuropa begehrten Waren, war aber sicher auch Schankraum dieser brauberechtigten Häuser. Hier konnte die Wagenladung neu zusammengestellt werden, Waren sortiert, gewogen, begutachtet und gekennzeichnet werden. Die ursprünglich mit bemalten Holzbalkendecken, später aus bau - und brandschutztechnischen Erwägungen mit Gewölben versehene Eingangshalle wird durch große hochgelegene Fenster und das weit zu öffnende Portal ausreichend belichtet, die Korrespondenz zum Straßenraum als Handelsfläche wird am Untermarkt durch vorgelagerte Laubengänge noch verstärkt. Die Görlitzer Eingangshallen der Spätgotik und Renaissance sind besonders durch ihren quadratischen Grundriss mit einer Mittelsäule als Gewölbeauflage gekennzeichnet. Einige Eingangshallen sind mit über 800 m³ umbauten Raum so groß wie ein Einfamilienhaus.