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Stadthalle Görlitz: Kultur und Tagungen im Jugendstil-Ambiente

 

Nur wenige Städte in Deutschland können ein Bauwerk wie die Görlitzer Stadthalle aufweisen. Geplant und gebaut für die Schlesischen Musikfeste, die erstmals 1876 im damaligen Hirschberg und ab 1880 bis 1942 in Görlitz stattfanden, ist die Halle die größte Konzerthalle zwischen Berlin, Prag, Wrocław (Breslau) und Dresden, in der namhafte Dirigenten und Musiker Konzerte gaben. Im Oktober 1910 konnte das nach Plänen des Architekten Bernhard Sehring im Jugendstil erbaute Haus eingeweiht werden. Besonders attraktiv ist das Gebäude einerseits durch den großen Saal, der bis zu 1700 Gästen Platz bietet und einer völlig intakten Sauer-Orgel. Andererseits gibt es die vielfältigsten Angebotsmöglichkeiten von Konzerten, Unterhaltungsshows und festlichen Bällen, über Ausstellungen bis hin zu Kongressen, Tagungen und Fachmessen. Die Stadthalle bildete so neben dem Theater das kulturelle Zentrum der Stadt Görlitz. Mit der politischen Wende konnte auch die verbindende, grenzüberschreitende Bedeutung der Stadthalle in der Europastadt Görlitz/Zgorzelec und in der trinationalen Region Niederschlesien wieder mit neuem Leben erfüllt werden.

Die Wiedereröffnung des hundertjährigen Jugendstilgebäudes im architektonischen Ensemble von 4.000 historischen Baudenkmalen in Görlitz ist ein erklärtes Ziel der Stadtpolitik. Für Generationen von Görlitzerinnen und Görlitzern, Gästen und Freunden der Stadt in der Welt ist die Stadthalle einer der unverzichtbaren Bausteine der Kulturstadt Görlitz.

 

Stadthalle Görlitz
kleiner Saal