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Kindertagesstätte Ludwigsdorf am 8. September 2011 übergeben

Die Schule in Ludwigsdorf wurde im Dezember 1928 eingeweiht und bis 2002 als Schulgebäude genutzt. Nach acht Jahren Leerstand wird sie jetzt zur Kindertageseinrichtung für 26 Krippen- und 32 Kindergartenkinder umgebaut und nach ihrer Fertigstellung den Ludwigsdorfer Kindern als neues Domizil dienen. Für diese Umbaumaßnahme steht ein Investitionsvolumen in Höhe von 1,05 Millionen Euro zur Verfügung. Davon wurden 34 Tausend Euro Fördermittel für Investitionen für Kindertageseinrichtungen vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales in 2009 bereitgestellt.

Gebäude und Außenanlagen der ehemaligen Schule stehen unter Denkmalschutz. Bei der Planung und Bauausführung sind somit die Belange des Denkmalschutzes zu berücksichtigen und mit baulichen, sicherheits- und brandschutztechnischen Anforderungen und dem Nutzungskonzept in Einklang zu bringen. Das äußere Erscheinungsbild der Schule mit seinem Klinkersockel, den Holzsprossenfenstern, dem mit Biberschwanzziegeln gedeckten Dach und den zwei Schornsteinen sowie die innere Struktur des Gebäudes bleiben weitestgehend erhalten. Der vordere Gartenbereich (von der Neißetalstraße aus) wird hinsichtlich Wegeführung und Pflanzungen entsprechend der historischen Gestaltung belassen. Im hinteren Bereich (zur Rothenburger Landstraße) wird das Spielgelände der Kinder integriert sowie die Stellplätze angelegt.

Im Souterrain werden die kleinen Krippenkinder untergebracht, im Erdgeschoss zwei gemischte Krippen-/Kindergartengruppen und im Obergeschoss eine Kindergartengruppe. Jede Gruppe hat seinen eigenen Garderoben- und Sanitärbereich - die kleinen Krippenkinder einen zusätzlichen Schlafraum. Im Obergeschoss wird es einen Mehrzweckraum und im Souterrain eine Küche, die auch von den Kindern genutzt werden kann, geben. Das Dachgeschoss ist der Leiterin und dem Personal vorbehalten, außerdem sind in dieser Etage Technikräume untergebracht.

Der Baubeginn vorgezogener Maßnahmen erfolgte mit der Medienverlegung bereits im Dezember 2009. Weitere Arbeiten im Souterrain der Schule folgten ab Januar 2010; mussten aber auf Grund des anhaltenden Winters unterbrochen werden. Den Startschuss für den Baubeginn der Gesamtmaßnahme gab es Anfang Mai 2010.

Am 8. September 2011 übergab der Görlitzer Oberbürgermeister symbolisch die Schlüssel an die Leiterin der Einrichtung.

Unter Berücksichtigung der Belange des Denkmalschutzes wurden das Haus und die Außenanlagen eingehend saniert und gestaltet. Das äußere Erscheinungsbild der ehemaligen Schule mit Klinkersockel, Holzsprossenfenstern, dem mit Biberschwanzziegeln gedeckten Dach und den zwei Schornsteinen sowie die innere Struktur des Gebäudes ist weitestgehend erhalten geblieben.

Aufgrund des langen Winters und des hohen Grundwasserstandes mussten die Arbeiten an den Außenanlagen unterbrochen und der Fertigstellungstermin verschoben werden.

Der Bauverzug erforderte zusätzliche Mittel, die aus dem Maßnahmeplan zur Verfügung gestellt werden konnten. Abgedeckt werden konnten damit auch die Kosten für weitere Sanierungsmaßnahmen am Haupt- und am Nebengebäude sowie die komplette Erneuerung von zwei der vier Fassadenseiten.

Bis vor wenigen Wochen wurde noch im Gebäudeinnern und im Außenbereich gearbeitet. Zuletzt wurden die Wege zur Rothenburger Landstraße gebaut und die Fallschutzbereiche für die Spielgeräte errichtet. Ebenso mussten die Zufahrten sowohl auf der Neißetalstraße als auch auf der Rothenburger Landstraße angepasst werden. Letztendlich wurden die Stellplätze gebaut sowie Zäune und Tore gesetzt.

Zielstrebig arbeiteten die Planungs- und Ingenieurbüros: Architektur & Sachverständigenbüro Röhm sowie die Ingenieurbüros Schramm und Jacob, IBOS und Grünconzept sowie weitere an der Planungsvorbereitung. Die Bauüberwachung übernahm die DDC Dorsch Consulting Ingenieurgesellschaft mbH aus Görlitz. Für die Bauausführung waren eine Vielzahl von Firmen aus Görlitz und Umgebung beauftragt, wie die Bau- und Ausbau Knebel GmbH für die Bauhauptleistungen, der Baubetrieb Thamm für den Trockenbau, die SHK GmbH für die Heizungs-, Sanitär- und Installationsarbeiten, Holz- und Bautenschutz Kirschner für die Bauwerksabdichtung, Blitzschutztechnik Wendler für den Blitzschutz sowie E&T Erd- und Tiefbau GmbH, Bohr GaLa-Bau und Schmiedemeister Dießner für die Außenanlagen, um nur einige am Bau beteiligte Firmen zu nennen.

Die Gesamtsumme der Baumaßnahme beträgt rund 1,16 Millionen Euro, davon wurden 34.112,54 Euro aus Mitteln vom Bund (Förderprogramm Kita Invest 2009) zur Verfügung gestellt, Mehr als eine Million Euro städtische Eigenmittel flossen in das Projekt, 105.000 Euro stammen Mitteln des Maßnahmeplanes zur Anschubfinanzierung Kreisgebietsreform.
 
Wenn alle Umzugsmaßnahmen abgeschlossen sind, freut sich die Kita Ludwigsdorf alle Interessierten bei einem Tag der offenen Tür im Oktober begrüßen zu können.

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