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ÖPNV-Verknüpfungsstelle Görlitz/Hagenwerder

Am 1. April 2011 wurde die ÖPNV Verknüpfungsstelle in Görlitz Hagenwerder fertig gestellt. Gemeinsam mit dem Zweckverband Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON) und dem Freistaat Sachsen hat die Stadt Görlitz diese Übergangsstelle zwischen Bus und Bahn errichtet.

 Schon seit Jahren verfolgte die Stadt Görlitz gemeinsam mit dem ZVON das Ziel, das Umfeld am Bahnhof Hagenwerder zu einer modernen Übergangsstelle zwischen Bahn, PKW, Bus und Fahrrad auszubauen.

Die Stadt Görlitz erwarb dazu von der Bahn im Vorfeld das Grundstück der späteren Verknüpfungsstelle. Mit einem feierlichen 1. Spatenstich am 13. Juli 2010 begannen die Tiefbauarbeiten. Alte, teilweise verfallene und nicht mehr genutzte Bahngebäude wurden abgebrochen, größere Mengen Altlasten aus dem Untergrund entfernt. Da der Untergrund weitgehend aus sandigem Boden besteht, wird das gesamte anfallende Regenwasser nun zentral in einer angelegten Mulde gesammelt und über einen unterirdischen Graben (Rigole) zur Versickerung abgeleitet.

Anschließend erfolgte der Straßenaufbau. Entstanden ist eine Buswendeschleife mit Haltestellen und Abstellplätzen für zwölf Pkws, davon zwei Behindertenparkplätze, und einem überdachten Fahrradunterstand, der max. 32 Fahrräder aufnehmen kann. Borde wurden gesetzt, der Unterbau der Parkflächen, Gehwege und der Fahrbahn vorbereitet. Die Gehwege erhielten eine Betonpflasterfläche, die Parkflächen und die Fahrbahn wurden in Asphalt hergestellt.

Drei Bänke laden bis zum Eintreffen von Bus oder Zug zum Verweilen ein. Der Bushaltestellenbereich ist mit zwei Haltpunkten für den Linienverkehr so konzipiert, dass KVG und VGG gleichzeitig halten können.   

Die angrenzenden Freiflächen wurden als Ausgleichsmaßnahme mit elf Kaiserlinden und vier Rosskastanien bepflanzt. 224 Sträucher, darunter Heckenkirsche, Schneeball, Rose, Kornelkirsche, Hartriegel, Felsenbirne lockern die Grünfläche auf und tragen wesentlich zur ansprechenden Optik bei.

Sechs Straßenbeleuchtungsmasten sorgen auch in den Abendstunden für Sicherheit, im Bereich Bushaltestellenpunkt wurden zur optimalen Ausleuchtung durch die Bahn kurzfristig zwei Beleuchtungspunkte wieder aktiviert.

Durch den Bau der Verknüpfungsstelle ergeben sich nunmehr für alle Nutzer des ÖPNV kurze und sichere Wege beim Umsteigen, gleichzeitig hat das Umfeld des alten Bahnhofsgeländes eine enorme optische Aufwertung erfahren.  

Beteiligt an der Maßnahme war die ausführende Baufirma STRABAG AG Gruppe Bautzen für den gesamten Tief- und Straßenbau und die Elektrofirma Hantke GbR aus Guttau für die Beleuchtungsanlage. Das Ingenieurbüro AIZ aus Zittau stellte die Planung zum Vorhaben auf und betreute die Bauausführung als zuständige Bauleitung.

75 Prozent der förderfähigen Kosten wurden vom Freistaat Sachsen, aus dem Fördertopf Zuwendung Verbesserung der Bedingungen des ÖPNV, getragen. Die Stadt Görlitz ist mit 50.000 Euro Eigenmittel beteiligt und die restlichen Kosten übernahm der ZVON. 

 

Lageplan:

  • Einen Lageplan über die Baumaßnahme können Sie sich HIER ansehen!

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