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Birkenwäldchen
In den zwanziger und dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts errichtete die Stadt Görlitz kommunale Mietshäuser von der Südstadt aus in Richtung Rauschwalde - die Reichert- und die Büchtemannstraße. Damals gelangte man in das im Jahr 1925 eingemeindete Rauschwalde zu Fuß über Wege, die durch Felder und Wiesen führten.
Der großen Wohnungsnot nach dem 2. Weltkrieg Rechnung tragend, entstanden auf diesen landwirtschaftlich genutzten Flächen in den fünfziger Jahren umfangreiche Wohnbauten.
Zeitgleich wurde das ehemals private, mit Birken bestandene lichte Wäldchen zu einer öffentlichen Grünanlage gestaltet. Eine mit Clematis bepflanzte Pergola aus Sandstein bildet die eindrucksvolle Eingangssituation für diesen Parkteil.
Ende der fünfziger Jahre begann man mit der Erweiterung der Anlage nach dem Plan des Görlitzer Gartendirektors Henry Kraft.
Wie bei vielen Grünflächen der Stadt, so waren auch an der Schaffung dieses Parks die Görlitzer Bürger im Rahmen des Nationalen Aufbauwerks (NAW) unmittelbar beteiligt. In vielen freiwilligen Arbeitsstunden und mit aus heutiger Sicht primitiven Mitteln wurden Erd- und Tiefbauarbeiten verrichtet und Transporte durchgeführt.
Es entstand ein abwechslungsreich gestalteter Wohngebietspark mit einer umpflanzten Wasserfläche, einer großen Wiese und Staudenbeeten. Gehölze in verschiedenen Wuchsformen und Gruppen unterschiedlicher Blütensträucher geben der Anlage einen spannungsvollen Rahmen.

