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EU-Projekt hilft beim Energiesparen

Welche Geräte und Lampen im Haushalt die größten Energieschlucker sind, kann zukünftig über ein vom EU-Forschungsprojekt DEHEMS (Digital Environment Home Energy Management System) entwickeltes digitales Display abgelesen werden. Damit lässt sich der Energieverbrauch um durchschnittlich acht Prozent senken. "Die Menschen treffen bewusstere Entscheidungen, wenn sie besser informiert sind", erklärte hierzu die für die Digitale Agenda zuständige Vizepräsidentin der Kommission, Neelie Kroes. "Das DEHEMS-Projekt zeigt, dass sich der Energieverbrauch Europas mit sehr einfachen Mitteln verringern lässt."
DEHEMS wurde bislang in Großbritannien und Bulgarien gestestet. Im Handel sind bereits zwei Produkte erhältlich: Der "Energyhive", der es ermöglicht, rund um die Uhr den Energieverbrauch über einen Web-Browser abzulesen und "Greenica", das nicht nur auf Haushalte, sondern auch auf Schulen und Kleinunternehmen ausgerichtet ist. Da die eigenen Daten anonymisiert an einen zentralen Server übertragen werden, lassen sich die eigenen Werte mit ähnlichen Haushalten vergleichen. Somit erfährt der Verbraucher, ob er vergleichsweise viel oder wenig Strom verbraucht. Die EU unterstützt das Projekt mit rund 2,9 Millionen Euro.
19 Städte wollen 2014 die "Grüne Hauptstadt Europas" werden

Der Titel "Grüne Hauptstadt Europas" wird von der Europäischen Kommission verliehen, um lokale Anstrengungen zur Verbesserung des Umweltschutzes, der wirtschaftlichen Entwicklung und der Lebensqualität in Städten anzuerkennen. Mit diesem Titel wird jedes Jahr eine Stadt (nicht unbedingt eine Hauptstadt) ausgezeichnet, die sich besonders um umweltfreundliches städtisches Leben verdient gemacht hat und als Vorbild für andere Städte dienen kann.
19 Städte aus 14 europäischen Ländern haben sich für 2014 um diesen Titel beworben. Wo die Städte liegen, sehen sie auf dieser
Karte. Auch Frankfurt ist dabei.
Die Frist zur Einreichung von Bewerbungen ist jetzt abgelaufen, und die Bewerbungen werden nun von einem Expertengremium beurteilt. Für jede Bewerbung werden eine qualitative und eine vergleichende Bewertung anhand von 12 Indikatorgruppen durchgeführt. Auf Grundlage dieser Beurteilung werden 3‑4 Städte in die engere Wahl für die Auszeichnung 2014 gezogen. Diese Städte werden gebeten, ihre Aktionspläne und Kommunikationsstrategien einer Jury vorzustellen, die nach eingehender Beratung eine abschließende Entscheidung treffen wird.
EU-Kampagne zur Ressourceneffizienz: Mit weniger mehr erreichen
Damit auch künftige Generationen noch genügend gutes Wasser, fruchtbare Böden und saubere Luft zur Verfügung haben und sich über eine hohe Lebensqualität freuen können, müssen wir sorgsamer mit wichtigen Ressourcen umgehen. Wer sich beim Einkaufen schon für umweltfreundliche Produkte entscheidet, kann damit wertvolle Rohstoffe schützen. Daher hat die Kommission die Kampagne "Generation Awake. Your choices make a world of difference" gestartet. Hauptinstrumente sind ein Videoclip, eine spezielle Webseite sowie eine Facebook- Seite. Dort werden Besucher unter anderem angespornt, über Auswirkungen für die Umwelt nachzudenken und beispielsweise einen Monat lang nur mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren oder kürzer zu duschen, um Wasser zu sparen.