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14.11.2003 - Prof. Dr. Kurt Biedenkopf

- Prof. Dr. Kurt Biedenkopf
ehemaliger Ministerpräsident des Freistaates Sachsen
Laudatio
Prof. Dr. Kurt Biedenkopf hat in seiner Zeit als Ministerpräsident des Freistaates Sachsen vielfältige Kontakte zu den Nachbarländern Polen und Tschechien auf- und ausgebaut, Kultur- und Wissenschaftsaustausch initiiert und Politiker und Verwaltungen zur aktiven Zusammenarbeit angehalten. Auf seine Anregungen hin konnte der Austausch und die Kooperation der Staaten Mitteleuropas - und zwar auf allen Ebenen den Nationen, Ländern, Städten und Gemeinden, Institutionen und vor allem der Menschen - beschleunigt und die Grundlage für eine zukünftige erfolgreiche Zusammenarbeit in der erweiterten EU geschaffen werden. Dabei beschränkte sich seine Initiative nicht auf die Grenzräume Schlesien und Böhmen, sondern wirkte sich auch auf die Zusammenarbeit zwischen den Nationalregierungen aus.
Kurt Biedenkopf hat so durch seine persönliche Einflussnahme das Zusammenwachsen des neuen Europa an der Schnittstelle zwischen EU-Mitgliedern und EU-Beitrittsstaaten in herausragendem Maße und nachhaltig befördert.
Die Gesellschaft zur Verleihung des Internationalen Brücke-preises der Europastadt Görlitz/Zgorzelec verleiht ihm dafür den Internationalen Brückepreis 2003.
Laudator:
Prof. Dr. Willi Xylander
Präsident der Gesellschaft
Biografie
Prof. Dr. Kurt Biedenkopf hat in seiner Zeit als Ministerpräsident des Freistaates Sachsen vielfältige Kontakte zu den Nachbarländern Polen und Tschechien auf- und ausgebaut, Kultur- und Wissenschaftsaustausch initiiert und Politiker und Verwaltungen zur aktiven Zusammenarbeit angehalten.
1930
wird Kurt Biedenkopf in Ludwigshafen geboren
1967 - 1969
Kurt Biedenkopf arbeitet als Rektor der Ruhr-Universität Bochum. Seit diesen Jahren war er ein enger Vertrauter des CDU-Vorsitzenden Helmut Kohl.
1973 - 1977
Seine Tätigkeit als Generalsekretär der CDU Deutschlands führt er bis 1977 aus, bis er auf Grund von Meinungsverschiedenheiten mit Helmut Kohl seinen Rückzug erklärte.
1980
1980 tritt Biedenkopf bei der Landtagswahl in NRW gegen Johannes Rau als Spitzenkandidat an.
1990
1990 war er kurzzeitig als Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Leipzig tätig. Dann wurde Biedenkopf zum Spitzenkandidaten der sächsischen CDU gewählt, die bei der Landtagswahl am 14. Oktober 1990 mit 53,8 Prozent die absolute Mehrheit holte.
Biedenkopf wurde daraufhin zum Ministerpräsidenten des Freistaates Sachsen gewählt.
1994 - 2000
Bei den Landtagswahlen 1994 und 1999 baute die sächsische CDU ihre absolute Mehrheit weiter. Vom 1. November 1999 bis zum 31. Oktober 2000 war Biedenkopf Bundesratspräsident. Nach dem Rücktritt Wolfgang Schäubles als CDU-Vorsitzender im Februar 2000 war Biedenkopf kurzzeitig als Interims-Parteichef im Gespräch.
2002
Im Januar 2002 erklärte Biedenkopf seinen Rücktritt als Ministerpräsident.
2003
Seit 2003 ist er Gründungspräsident der "Dresden International University" und Vorsitzender des Kuratoriums der zu gründenden Hertie School of Governance Berlin; ferner gehört er dem internationalen Salzburg Seminar an.
Er lebt mit seiner Frau Ingrid in Radebeul und am Chiemsee.