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Der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss
Funktion: Vertretung der organisierten Bürgergesellschaft
Mitglieder: 344
Vorsitz: Präsident Mario Sepi (Italien)
Amtsperiode: 4 Jahre, Präsident auf 2 Jahre
Sitzungen: monatlich in Brüssel
Internet:
www.eesc.europa.eu/index_de.asp
Ähnlich dem Ausschuss der Regionen, zählt der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA) zu den beratenden Organen der Europäischen Union. Er vertritt Arbeitgeber, Gewerkschaften, Landwirte, Verbraucher und andere Interessensgruppen, die gemeinsam die "organisierte Bürgergesellschaft" bilden. In politischen Gesprächen mit der Kommission, dem Rat und dem Europäischen Parlament legt der EWSA den Standpunkt dieser Gruppen dar und vertritt ihre Interessen. Dadurch schlägt der EWSA eine Brücke zwischen der Union und ihren Bürgern und fördert so eine mitwirkungsfreudigere, integrationswilligere und somit demokratischere Gesellschaft in Europa.
Der Ausschuss bildet einen untrennbaren Teil des Entscheidungsprozesses in der EU. Bevor Beschlüsse über die Wirtschafts- und Sozialpolitik gefasst werden, muss seine Stellungnahme eingeholt werden. Außerdem kann er aus eigenem Antrieb oder auf Antrag eines anderen EU-Organs zu anderen Themen Stellung beziehen.
Dem EWSA gehören 344 Mitglieder an, wobei sich die Zahl der Vertreter je EU-Land in etwa nach dessen Einwohnerzahl richtet. Die Mitglieder werden zwar von den EU-Regierungen vorgeschlagen, sind in ihrer Arbeit aber politisch völlig unabhängig. Ihre Amtsperiode dauert vier Jahre, wobei eine Wiederernennung zulässig ist.
Der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss hat drei Hauptaufgaben:
- Er berät den Rat, die Kommission und das Europäische Parlament entweder auf deren Ersuchen oder auf eigene Initiative.
- Er ermutigt die Bürgergesellschaft zu einer stärkeren Beteiligung an der politischen Entscheidungsfindung in der EU.
- Er stärkt die Rolle der Bärgergesellschaft in Drittstaaten und unterstützt die Schaffung beratender Strukturen.
Der Ausschuss umfasst eine Vollversammlung, deren Beratungen von sechs Unterausschüssen - den so genannten "Fachgruppen" - vorbereitet werden, die jeweils für einen bestimmten Politikbereich zuständig sind. Aus seiner Mitte wählt er einen Präsidenten und zwei Vizepräsidenten auf zwei Jahre. Zu seinem Präsidenten wählte er im Oktober 2006 Dimitris Dimitriadis aus Griechenland.