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CO2-Muster von Städten geht Online

Fortan erstellen Europas Städte ihr eigenes CO2-Register. Dafür hat der EU-Bürgermeisterkonvent ein neues interaktives Online-Instrument zur Reduzierung von CO2-Emissionen in Städten entwickelt. Anlässlich der Europäischen Woche der Städte und Regionen (5.-8. Oktober 2009) wurde es nun von der EU-Kommission vorgestellt. Das Online-Muster soll Städte bei der Präsentation ihrer Aktionspläne für nachhaltige Energie (APNE) unterstützen und deren Auswertung erleichtern. "Mit dem Muster und den Leitlinien für die APNE hat der Bürgermeisterkonvent eine technische Reife erlangt, die es allen Städten ermöglicht, Zusagen in konkrete Taten umzusetzen", erklärte EU-Energiekommissar Andris Piebalgs.
Gemäß der Verpflichtung, die die Unterzeichner des Bürgermeisterkonvents eingegangen sind, erstellen sie ihre eigenen, individuellen Aktionspläne für nachhaltige Energie und legen diese vor. Das erste und entscheidende Instrument, ein Online-Muster, das den Städten bei der Gliederung und Präsentation ihrer Aktionspläne und Referenz-Emissionsinventare helfen soll, wurde ins Internet gestellt und durch nützliche Anleitungen ergänzt. Dieses Instrument steht seit Oktober unentgeltlich zur Verfügung und stellt eine Grundlage für die Weiterverfolgung der Umsetzung des Konvents dar.
Aktionsplan "Urbane Mobilität"
Die Umwelt in Europas Städten soll gesünder, der öffentliche Nahverkehr besser auf die Bürger abgestimmt und die Verkehrsbelastung geringer werden. Das ist der Kern eines in dieser Woche von der EU-Kommission vorgestellten Aktionsplans zur urbanen Mobilität.
Der Plan enthält 20 konkrete Maßnahmen, die den lokalen, regionalen und nationalen Behörden bei der Verwirklichung ihrer Ziele für eine nachhaltige Mobilität in den Städten helfen werden. Er entstand aus den vielen Vorschlägen, die EU-weit zu dem am 25. September 2007 vorgelegten Grünbuch gemacht wurden.
Warum die EU-Kommission tätig wird
Sicherlich, die lokalen Behörden können selbst am besten an die Gegebenheiten angepasste Strategien für ihre Städte festlegen und umsetzen. Doch dabei stoßen sie immer wieder auf dieselben Probleme. Die EU kann sie unterstützen und Anreize für eine neue Kultur der urbanen Mobilität in Europa geben, ohne Standard- oder Topdown- Lösungen vorzugeben. Dieses Konzept wurde im Zuge der Konsultation im Anschluss an das Grünbuch von den Beteiligten befürwortet. Lokale, regionale und nationale Maßnahmen lassen sich durch ein gemeinsames Handeln auf EU-Ebene und die Mobilisierung von EU-Ressourcen erheblich erleichtern. Und nicht zuletzt können mit der gemeinschaftsweiten Verbreitung und Übernahme neuer, innovativer Ansätze Behörden mehr bewirken, und das besser und zu geringeren Kosten. Die geplanten Aktionen sollen im Verlauf der nächsten vier Jahre eingeleitet werden. Im Jahr 2012 wird die Kommission die Fortschritte überprüfen und die Notwendigkeit weiterer Maßnahmen untersuchen.