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Die Bestände und ihre Bedeutung
"Archiviertes Registraturgut ist kein Massenartikel, bei seinen Stücken handelt es sich nicht um Vervielfältigungen, sondern in der Regel um einmalige oder zweimalige Urschriften."
(nach Heinrich Otto Meißner)
Im Ratsarchiv der Stadt Görlitz befinden sich 1200 lfd. Meter Akten und Stadtbücher den Zeitraum von 1391 bis 1990 umfassend. Zudem enthält es ca 4000 Karten, Pläne und Risse aus der Zeit von 1568 bis 1990. Der bedeutsame Urkundenbestand umfaßt etwa 2000 Urkunden aus der Zeit von 1282 bis 1938. Daneben existieren 170 Filme mit Reproduktionen von historisch bedeutsamen Originalen aus dem Stadtarchiv Löbau und der Christian-Weise-Bibliothek Zittau.
Das Fotoarchiv umfaßt ca 20.000 Fotos, Fotoplatten, Diapositive und Ansichtskarten.
Nennenswert sind auch die archivischen Sammlungen zu verschiedenen Themen der Stadtgeschichte sowie der Oberlausitzer und der Niederschlesischen Regionalgeschichte.
Durch die Geschlossenheit der Bestände sind historische Trends, Entwicklungen und Zäsuren für Geistes- und Sozialwissenschaftler nachvollziehbar und erforschbar. Historische Analysen sind durch geschlossene Bestände überhaupt erst zu erbringen.
Durch die Bedeutung der Stadt Görlitz als große Mittelstadt schon in der frühen Neuzeit, an der wichtigsten Ost - West- Verbindung und einer zeitig entwickelten Verwaltungsstruktur mit entsprechender Schriftlichkeit sind Arbeiten die den regionalgeschichtlichen Rahmen sprengen sowie eine Vielzahl von Spezialuntersuchungen zu unterschiedlichsten Themen möglich.
Das sehr umfangreiche und z.T. auch künstlerisch bedeutsame Fotoarchiv (Bestand Robert Scholz und Walter Wolf) stellt für den Denkmalschutz und für die Stadtentwicklungsplanung eine unverzichtbare Quelle dar.
Das Ratsarchiv bietet auch heute in seiner Spezifika eine Vielzahl von Möglichkeiten für hochrangige Wissenschaftler, vielversprechende Nachwuchswissenschaftler und ambitionierte Heimatforscher aus Görlitz und der Region.