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Wettbewerb:
Görlitz sucht das
Eckgebäck
Wenn Magenknurren das Flötensolo stört, wird das Eckenfest zur Farce. Hunger macht böse und genau das kann die Entdeckung der Ecke rein gar nicht vertragen. Denn Eckgebäude sind städtebaulich Problemkinder und verlangen Zuwendung.
Planungsgespräche und Bürgerrunden, Lesungen, Konzerte oder Filmvorführungen – vieles soll 2012 in, um und über Eckhäuser stattfinden. Das es dazu eine ‚geschmacklich und thematisch angemessene Minimahlzeit’ sozusagen ein ‚L’Eckerli’ gibt, liegt auf der Zunge.
Jetzt starten die Initiatoren von ‚Entdecke die Ecke!’ den ultimativen Aufruf, in Küche und Backstube kreativ zu werden. Görlitz sucht das Eck-Gebäck, die süße Verführung zum Wohle der Ecken. Der Ecken-Snack ist die herzhafte Schwester vom Eck-Gebäck und mundet zu Bier oder Wein.
Die ‚L’Eckerli’ seien
► schmackhaft und bekömmlich
► handlich im Verzehr
► markant und symbolkräftig zum Thema (‚Ecke’)
► in Geschmack oder Design irgendwie neuartig und
► einfach in der Fertigung (Kosten ca.1- 2 €)
heißt es in der
Auslobung zu einem Wettbewerb
(Hintergrund), bei dem Bäcker, Gastwirte, Fleischer und Hobbyköche herausgefordert sind. 500 Euro Preisgeld winken für die besten Happen oder Tapas, Eckenschnecken oder Teilchen.
Die Herstellung einer größeren Stückzahl sollte einfach möglich sein, um seine Verbreitung innerhalb zahlreicher unterschiedlicher Veranstaltungen zu ermöglichen.Überall wo sich Menschen treffen, um an Eckhäusern zu forschen, zu planen, nachzudenken, zu feiern, zu genießen…überall dort hat das Görlitzer Eck-Gebäck oder der Ecken-Snack seinen charmant-hilfreichen Auftritt.
Eckenbäcker überraschen Jury
Die Sieger bei ‚Görlitz sucht das Eck-Gebäck’ stehen fest
Süß und herzhaft haben sie es auf die Spitze getrieben und am Ende war die Jury satt und zufrieden. Beim Wettbewerb ‚Görlitz sucht das Eck-Gebäck’ trafen sich am 9. Februar im ‚Hotel Am Goldenen Strauss’ acht ausgewählte Feinschmecker, um die eingereichten 20 Kreationen zu kosten.
Je zehn süße und pikante Plundern, Schnitten, Kekse, Fladen, Taschen und Häppchen wetteiferten um die Gunst der Geschmacksnerven. Aus der leckeren Konkurrenz ragten schließlich zwei hervor: Die ‚Knusperecke’ von Gudrun Schubert aus Königshain überzeugte durch ihr Gaumenerlebnis. „Was ein wenig aussieht, wie eine handelsübliche Nussecke, entwickelt auf der Zunge viele leckere Nuancen.“ kommentierte Hotelchef Roland Marth. Beim Ecken-Snack, der pikanten Schwester des Eck-Gebäcks, entschied die Mehrheit zugunsten der ‚Görlitzer Ecke’, einem Plundergebäck aus der Backstube von Michael Tschirch.
Die anonyme Wertung offenbarte ein Kopf-an-Kopf-Rennen von Profis und Amateuren, selbst wenn letztlich die Spitzenpreise von zwei Berufskünstlern errungen wurden. Adrian Hille, Gymnasiast und jüngster Gourmet im Kreis bekannte: „Erbsenprinzessin und Gröstl waren meine Entdeckungen, aber manche Kreation richtet sich stärker an Kenner.“ Cruz Albrecht lobte die liebevollen und phantasievollen Präsentationen und Anemone Müller-Großmann zeigte sich überrascht über die Vielfalt der Ecken: „Nicht alle sind eckig, aber das ließe sich noch formen.“ So wurde das ‚Eselsohr’, gebacken im Tierpark Görlitz für feinen Geschmack und Hintersinn mit einem Sonderpreis ausgezeichnet. Das ‚Gröstl’ (Dimitar Stoykow jr.) bewog die Jury noch mal spontan in die eigene Geldbörse zu greifen und für einen weiteren Sonderpreis zusammenzulegen. Hätte es einen ‚Fleiß-Preis’ gegeben, wäre wohl Elisabeth Hemker geehrt worden. Die Technische Zeichnerin, die derzeit eine Ausbildung an der Bildungsakademie Dresden macht, sendete ein ganzes Tablett von Köstlichkeiten. „Außerhalb der Wertung.“ meinte sie vorab, „ich kann mich nicht entscheiden.“ Die Jury hat sich entschieden.
Die Sieger dürfen sich jeweils über 200 € freuen. Zur einen oder anderen Veranstaltung beim Projekt ‚Entdecke die Ecke!’ könnte dann die Serienfertigung starten. Immerhin soll, wenn es nach den Organisatoren geht, das Görlitzer Eck-Gebäck die Straßen und Plätze der Stadt erobern. Ob Workshops, Feten, Filme oder Feste…
Die prämierten L’Eckerlis sollen das Projekt begleiten. Schmackhaft zeugen sie von Geselligkeit und lokalem Einfallsreichtum.