Kultur & Geschichte

Kulturhistorisches Museum

Kulturhistorisches Museum

Vielfalt ist unser Schatz! Das Kulturhistorische Museum Görlitz als Teil der Görlitzer Sammlungen ist ein regionales Mehrspartenmuseum, das seine Sammlungen und Inhalte in drei denkmalgeschützten Gebäuden präsentiert: im Kaisertrutz, im Reichenbacher Turm und im Barockhaus Neißstraße 30.
In Kooperation mit dem Förderverein Kulturstadt Görlitz-Zgorzelec e.V. betreut

Erleben Sie „Das Wunder der Görlitzer Altstadtmillion“!

Es war einmal eine unbekannte Person, die 1995 die Stadt Görlitz erstmals mit einer Million DM beschenkt hat. Fortan erhielt die Stadt dieses Geschenk jährlich, später 511.500 Euro, bis 2016 die letzte Überweisung eintraf.
Dieses Wunder sorgte weit über die Grenzen der Stadt hinaus für großes Aufsehen, nicht allein durch die Kontinuität und Dauer der Zahlungen, sondern auch die Tatsache, dass die Wohltäterin/der Wohltäterin unerkannt bleiben wollte und das Geld für den Erhalt der Görlitzer Kulturdenkmale eingesetzt werden sollte. Die Verteilung organisierte die eigens gegründete Altstadtstiftung, deren Kuratorium über die jährlich 60 bis 80 eingereichten Anträge von privaten Bauherren, Vereinen, kirchlichen und kommunalen Einrichtungen entschied. In den 22 Jahren wurden weit mehr als 1.200 Projekte mit einem Zuschuss unterstützt. Neben vielen anderen Fördermitteln und privaten Investitionen hat diese zusätzliche Förderung dazu beigetragen, dass sich die Stadt heute ihren Bewunderern wieder in dieser Schönheit präsentieren kann.

Viele Akteure haben die Unterstützung als Anstoß und Motivation empfunden, aktiv zu werden, ihr Denkmal pfleglich zu behandeln und bei der Sanierung insbesondere den Details Aufmerksamkeit zu widmen. Ihr Wunsch ist es daher ebenso, diesem Menschen für sein großzügiges Engagement und sein Vertrauen in die Görlitzer, dass sie sorgsam mit diesem Geschenk umgehen, zu danken. Stellvertretend für die Beschenkten hat die Stadt deshalb eine Ausstellung im Kulturhistorischen Museum Kaisertrutz initiiert.

Gemeinsam mit dem Denkmalschutz haben die Kuratoren aus der Fülle der Maßnahmen 20 Projekte ausgewählt, die exemplarisch das Engagement der Eigentümer und Nutzer, die Arbeit der Altstadtstiftung und die Wirkung dieser Aktivitäten sichtbar machen.

Besucher können sich in der Ausstellung nicht nur am Anblick der Exponate erfreuen, sondern selbst aktiv werden und sich symbolisch und praktisch als Spender/in engagieren, als Restaurator/in betätigen sowie persönlich Danke sagen. Mit Ausstellungsführungen, Kulturgeschichtlichen Spaziergängen, Eigentümer- und Werkstattgesprächen sowie weiteren Veranstaltungen sind Görlitzer und Gäste der Stadt herzlich eingeladen, „Das Wunder der Görlitzer Altstadtmillion“ zu erleben und die vorgestellten Denkmale im Stadtgebiet zu entdecken. Einen Stadtplan mit den gekennzeichneten Förderobjekten gibt es für Ausstellungsbesucher als Handreichung.

Öffnungszeiten:
April bis Dezember
Dienstag bis Donnerstag, Samstag, Sonntag 10:00 bis 17:00 Uhr
Freitag 10:00 bis 20:00 Uhr (ab 17:00 Uhr Eintritt frei)

Januar bis März
Dienstag bis Sonntag 10:00 bis 16:00 Uhr
Weitere Informationen zu den Ausstellungen, Veranstaltungsangeboten und Publikationen sowie Preisen erhalten Sie unter 
www.museum-goerlitz.de  

Kontakt:
Kulturhistorisches Museum Görlitz
Neißstraße 29
02826 Görlitz
Telefon: 03581 671355
museum@goerlitz.de

Kasse Barockhaus: Telefon 03581 671410
Kasse Kaisertrutz: Telefon 03581 671420

Dank Parkticket günstiger ins Museum

Wer an einem der Parkscheinautomaten im Stadtgebiet sein Ticket löst, kann von der Aktion Gebrauch machen: Bei Abgabe der Quittung zum Parkticket an den Museumskassen im Barockhaus Neißstraße 30 und im Kaisertrutz können Besucher 50 Cent Eintrittsentgelt sparen.
Der Sonderrabatt gilt einmalig und nur für Einzelkarten.

Museum Barockhaus Neißstraße 30

Nach einem Stadtbrand ließ der Zittauer Leinwandgroßhändler Johann Christian Ameiß 1726 bis 1729 dieses imposante barocke Bürgerhaus für Wohn- und geschäftliche Zwecke errichten. Nach dem Vorbild des „Leipziger Durchhauses“ werden die beiden hintereinanderliegenden Innenhöfe von den Flügeln des palaisartigen Gebäudes umschlossen und bilden eine Passage zwischen Neißstraße und Handwerk.
Seit 1951 ist das Museum Nutzer des Barockhauses Neißstraße 30.
Im ersten Obergeschoss erleben Sie in der Ameiß´schen Wohnung und in den sich anschließenden Ausstellungsräumen „Bürgerliche Kultur des Barockzeitalters“. Das zweite Obergeschoss mit dem Schwerpunkt „Kunst und Wissenschaft um 1800“ würdigt das Wirken der 1779 gegründeten Oberlausitzischen Gesellschaft der Wissenschaften.

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Museum Kaisertrutz, Platz des 17. Juni 1

Der Kaisertrutz ist eine von einst 32 Basteien der Görlitzer Stadtbefestigung, von denen heute nur noch vier existieren. Das früher mit Kanonen bestückte Gebäude wurde ab 1490 zum Schutz des Reichenbacher Tores und der Handelsstraße via regia errichtet. Bis in die Zeit des Ersten Weltkrieges wurde das Bauwerk militärisch genutzt. Seinen Namen erhielt das Rondell im Dreißigjährigen Krieg, als die Stadt von den Schweden besetzt war und den kaiserlichen Truppen „trotzte“. Seit 1932 ist der Kaisertrutz Museum.
Heute werden auf fünf Etagen die kulturgeschichtliche Dauerausstellung, Sonderausstellungen sowie Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts präsentiert.

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Reichenbacher Turm, Platz des 17. Juni 4

Als Wehrturm erbaut, fand der Turm am Reichenbacher Tor erstmals 1376 urkundlich Erwähnung. In der Zeit von 1521 bis 1848 war er durch hohe Schildmauern mit dem gegenüberliegenden Kaisertrutz verbunden. Ende des 18. Jahrhunderts wurde die gotische Turmspitze durch eine kupfergedeckte Barockhaube ersetzt. Noch bis 1904 war der Turm bewohnt. Seit 1946 ist er für Besucher geöffnet und seit 1953 gehört das Bauwerk zum Kulturhistorischen Museum. Die Schautafeln geben Geschichten von Türmern und ihren Familien, Schützengesellschaften und Verteidigungsanlagen preis.

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